Schieferhaus wie von außen dämmen

07.01.2010



Hallo,
seit einem halben Jahr besitze ich ein nettes Schieferhäuschen im Thüringer Wald. Nun ist endlich richtig Winter mit gut Schnee und viel Kälte. Leider mußte ich feststellen, dass das Haus enormen Wäremverlust hat. Wie kann ich mein Häuschen am besten von außen dämmen? Wie steht es mit den möglichen Kosten für ca. 500m2 Außenfläche?
Danke schon mal.



Schieferhaus wie dämmen ?



Hallo,

eine komplette Aussenhauerneuerung könnte schlimmstenfalls auch eine neue Verschieferung erfordern.
Im günstigsten Fall wäre der Altschiefer wiederverwendbar, die Rohfassade müßte nur ausgeglichen werden, dann würde eine Unterkonstruktion montiert, gedämmt, verschalt und verschiefert. Dabei versinken die vorhandenen Fenster bis zu
ca. 20 cm tiefer in ihren Laibungen, so daß auch die ausgebaut und vorgesetzt werden müßten.
Bei 500 m² kommen da zwischen 50.000 und 80.000 € netto zusammen, mit neuem Schiefer entsprechend teurer. Die Dachüberstände bleiben auch nicht die alten.
Wie wäre es mit einer Innendämmung ? Kosten vielleicht 20.000 € ?

Grüße vom Niederrhein



Anja,



meinst du mit Schieferhäuschen die Verkleidung oder bei den Bruchsteinwänden das Material ?
WDVS als Pauschale etwa 70 -80 €/m2 ohne Sonderkosten wie alte Fassaden, Sonderwünsche usw, regionale und saisonbedingte Unterschiede möglich.



Es sollte vielleicht



erstmal geklärt werden, was unter der Schieferverkleidung ist? ist Haus massiv oder Teilmassiv gebaut?

Betreff der Kosten, ist es wohl ratsam, eine Vorortberatung in Anspruch zu nehmen.

Ansonsten kann auch der Kostenschuss nach hinten losgehen.

Grüsse



Vielen herzlichen Dank



Danke für eure Antworten. Ich denke, dass das nicht so umzusetzen ist, weil das einfach den finaziellen Rahmen sprengt. Vielleicht versuchen wir einfach mehr von innen zu machen. Da wir das Haus erst ein halbes Jahr bewohnen und seitdem auch schon mehr als einmal einen Schock durch diverse "Funde" (Hausschwamm, eingefrorene Wasserleitung, zugige Steckdosen, ungedämmte Zimmerdecken, überdimsensionierte Heizosten) erlitten haben, müssen wir halt schauen, was man mit unseren gebliebenen Mitteln erreichen können.
Kann man eigentlich die Steckdosen einfach mit Glaswolle abdichten? Kann dort nichts durch irgendwelche Hitzeentwicklung schmoren? Kann man mit Rigips von innen dämmen oder was ist besser? Wie gesagt das Haus ist außen voll beschiefert. Wir heizen mit Elektro und teilweise mit Holz und Kohle. Unsere letzte Berechung unseres Stromverbrauches brachte die horrende Summe von 500,- Euro. Es muss auf alle Fälle etwas an der Dämmung im kommenden Frühjahr und Sommer gemacht werden.
Vielleicht habt ihr die ein oder andere Idee. Danke für eure Mühen. Anja aus dem tief verschneiten Thüringer Wald



Schieferhaus



Hallo,

als Sofortmaßnahme holft nur "warm anziehen". Ein Schieferhaus ist keine Platte.
Dann geht es ans Abdichten: Bitte nur mit nachwachsenden Dämmstoffen, vor allem mit Stopfhanf.
Drittens "Elektroheizung": abschaffen und was anderes machen !
Ich nehme mal an, die 500 € bezogen sich auf de Monat. Im Jahr wäre es für ein Haus ja ein geradezu fortschrittlicher Wert.
Wieso ziehen die Steckdosen ? Verbindung nach außen ?
abdichten mit nichtbrennbarem Schaum (ausnahmsweise als Behelf, Brandschutzschaum).

Im Übrigen kann die innendämmung (aber nicht mehr als 5 cm !) helfen, den Aufenthalt bei Kälte wegen der besseren Oberflächentemperaturen erträglich zu gestalten. Das preiswerteste sind Holzweichfaserplatten, ca. 2,20 e pro cm Schichtstärke im Einkauf.

Grüße vom Niederrhein