Flachdach nachträglich richtig dämmen

03.02.2011



Hallo zusammen, ich suche eine praktikable Lösung zum dämmen eines Garagendaches. Die Garage ist in zwei Räume unterteilt, von denen einer als beheizte Werkstatt dient. Der Dachaufbau ist folgender: 160mm Dachbalken, dazwischen 120mm Dämmwolle, auf die Dachbalken ist direkt eine Holzfaserplatte genagelt die mit Bitumenbahn abgedichtet ist.
Unter den Dachbalken befindet sich keine Folie, die Dämmwolle liegt nach unten praktisch frei.
Jetzt habe ich Tropfen bemerkt und festgestellt, das die Holzfaserplatte "schwitzt". Die Dämmwolle fühlt sich auf der Unterseite trocken und oben klamm an. Das Dach besteht aus einem Umlaufenden Holzrahmen (Fertigteil) und die Dachbalken sind quer zur Dachneigung verlegt. An der Längsseite grenzt ein Wohnhaus an und das Gefälle läuft vom Tor nach hinten. Ich hoffe auf baldige Antwort und freundlichen Grüßen



Grundsätze für ein richtiges Dämmen ...



... finden sich unter Schlagwörter wie

Luftdichtung
Winddichtung
Hinterlüftung
sd-Wert
Taupunkt
Dampfdiffusion

So wie du den Aufbau beschreibst, sind da ein paar Dinge nicht beachtet worden.

Neben der ordentlichen Luftdichtung auf der Innenseite bräuchte es auch eine ordentlich Hinterlüftungsebene.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Klassischer Fall



Die Holzplatte + Bitumenbahn wirken als Dampfsperre, an deren kalter Unterseite die Raumluftfeuchte kondensiert. Dämmung ausbauen. Holzplatte austrocknen lassen. Hoffentlich keinen Schimmel vorfinden. Neue Dämmung einbauen. Luftraum zwischen Dämmung + Unterseite Holzplatte (40mm) quer belüften, wenn möglich, unterseitig Dampfbremse einbauen und verkleiden. Wenn keine Lüftungsmöglichkeit besteht: eine Aufdach-Dämmung vom Dachdecker als Warmdach oder Umkehrdach aufbauen lassen. Allerdings mit Styrodur o. v. = Erdölprodukt.





Bei Flachdächern gibt es nur eine Möglichkeit der Isolierung, und zwar von oben.
Eine Luftdichte Konstruktion von innen ist fast unmöglich, da die Dampfsperre dichter sein muß als die Bitumenbahn.





Ich hab schon viele Dächer inspiziert, die auch nach 15 Jahren noch eine tadellos funktionierende Dampfsperre hatten: eine dicke PE_Folie.
Das wärs gewesen von Anfang an.
Jetzt hilft nur noch trocknen der Dämmungund hoffen(wie gesagt), dass kein Schimmel drin ist.





von unten bremes rein und von oben lüftungsebene mit lüftungspfeifen (jedes sparrenfeld) . FERTIG



Flachdach dämmen



Das sind keine Lüftungspfeifen, sondern sie dienen zum Druckausgleich in der (wenn es richtig gemacht wird) luftdicht eingeschlossenen Dämmebene.

Viele Grüße





ok , aber bei mir erfüllen sie den zweck in beiden fällen .
habe von unten eine bremse und diese besagten pfeifen . bei einer bremse muss ich für ablüftung sorgen . diese "pfeifen" erfüllen ihren zweck , sodass man bei Sturm ein leichtes heben und senken der bremsfolie hören kann . OK nicht schreien ... die sache ist nicht winddicht ausgeführt , aber eine leicht lüftiger aufbau hat mich bis jetzt vor schimmel un CO verschont . ih habe den aufbau so vom vorbesitzer uebernommen und kontoliere ihn ab und an , da von unten vertefelt wurde . ich habe an heissen punkten meine schaulöcher :-) . Alles ok .
mein aufbau . vertefelung , dampfbremse , welche mangehaft verklebt ist , 200er Glaswolle , 4cm luftschicht und dann bretter mit 3 lagen schweissbahn . ich bin beruhigt wenns wie jetzt stürmt und bei dem Anbau ( 14m länge ) ab und zu ein windchen die folie erklingen lässt ...
und es ist alles trocken .
was ist an dem aufbau falsch ? ehrliche frage . auch wenn ich es nicht ändern möchte ..
danke ihnen



praktikabel und preiswert...



...wäre es m.E. , unter die Dämmung keine klassische Dampfsperre sondern eine variable Dampfbremse aus PA-Folie einzubauen. Natürlich wie mit Dampfsperren üblich, möglichst dicht verklebt. Damit wird zum Einen der Feuchtigkeitseintrag aus dem Raum gestoppt und zum anderen das Austrocknen der Dämmung bei Sonneneinstrahlung aufs Dach ermöglicht.