Dachstuhl teilweise Erneuerung



Dachstuhl teilweise Erneuerung

Hallo!
Ich habe die Möglichkeit, ein älteres Haus (Baujahr 1942) von einem Familienmitglied zu kaufen und bin gerade dabei, alle möglichen Kosten, die mit der Sanierung einhergehen würden, grob durchzugehen...

Vorweg: Ich habe schon Kontakt mit einem Baumeister (guter Bekannter meiner Eltern), der sich das ganze Haus einmal gründlich ansehen wird. Dieser ist aber noch die nächsten 3 Wochen auf Urlaub und ich würde mich gerne vorweg schon auf den "Worst Case" vorbereiten. - Immerhin ist es ein Unterschied ob man mit 3.000 oder 30.000 rechnen muss ;)


Ein paar Grundinfos:
Neben dem Haus befindet sich eine Durchfahrt zum Hof, welche erst 1988 gebaut wurde (Dach geht ohne Stiege/Unterbrechung in das des Hauses über). Das gesammte Dach wurde mit Bau dieser Durchfahrt erneuert (Rhombus-Eternit), der Dachstuhl des Hauses ist noch Original.

Ein Teil des Hauses (zwischen Durchfahrt und Wohnbereich) wurde nie innen ausgebaut, hat nur Erde als Boden und auch keine Zwischendecke zum Dachstuhl - diesen Raum würde ich in Zukunft gerne nutzen und finde die Idee, die Decke offen zu lassen sehr schön. In diesem Bereich befindet sich auch der Aufgang zum Dachboden, zusätzlich soll auf diesem noch ein kleiner (Wohn-)Raum entstehen.

Es soll also ein Teil des Dachbodens ausgebaut werden und hier stellen sich mir ein paar Fragen:

Ich habe den ungenutzen Raum erst 2 Mal kurz betreten, dabei ist mir aber ein Balken aufgefallen, der auf einer Seite schon ziemlich Morsch aussieht, wird warscheinlich nicht der Einzige sein... Muss / sollte der Dachstuhl sicherheitshalber erneuert werden, bevor man den Ausbau angeht? Nicht dass man in ein paar Jahren dann erstrecht Scherereien damit hat. Reicht es bzw. ist es einfach möglich, nur den Teil, der Ausgebaut werden soll, zu erneuern oder muss man den ganzen Dachstuhl austauschen (vorrausgesetzt er ist noch in halbwegs gutem Zustand)?

Die Eternit-Platten scheinen (von der Straße aus gesehen, bin noch nicht raufgeklettert) noch in einem relativ guten Zustand - kann man sie ohne Probleme wiederverwenden? Zusatzfrage: Hab gelesen, die Lebensdauer solcher Platten beträgt ca. 50 Jahre, hat jemand Erfahrung ob das auch für ältere gilt oder nur für "neue" nach heutigem Standard?

Ich möchte so viel wie Möglich selbst machen - vorallem "Deppenarbeit" bei der man nix verpfuschen kann (wie z.B. die Eternit-Platten herunternehmen), um Geld zu sparen.

Mit welchen Kosten kann ich für einen neuen Dachstuhl (für das Ganze Haus und nur den einen Teil) ungefähr rechnen? Welcher Teil davon wäre Material und welcher Arbeitskosten?

Es handelt sich um ein Walmdach. Skizze im Anhang (Ansicht von oben), der rot umrandete Bereich soll ausgebaut werden. Dachschräge ca. 45°

Danke im Vorraus!



Sei kein Depp...



... altes Eternit enthält Asbest. Da sollte man sich erst schlau machen bevor man die Platten runterholt. Eigenleistung scheint mir machbar, sollte aber mit vernünftigen Schutzmassnahmen erfolgen. 1988 könnte ok sein, im Zweifelsfall Hersteller fragen, und eine Platte analysieren lassen.

Die 30'000 fände ich schon mal eine bessere Annahme als 3000.