Neuer Dachstuhl mit Eindeckung: Kosten mehr als 120.000€

27.07.2009



Ein Moin,Moin ans Forum,

wir wollen uns einen alten Resthof (Bj. 1750 , in den 60er und 80er Jahren modernisiert) "zulegen" und sind im Moment dabei die Investitionskosten einzuschätzen.
Bauchschmerzen bereitet und dabei das Dach.
Es handelt sich hier um ein ganz normales Satteldach 45°, auf der Südseite mit Reet und auf der Nordseite mit Wellplatten eingedeckt.
Ich bin Laie, aber es handelt sich beim Dachstuhl wohl um ein Konstrukt mit Kehlbalken als Deckenbalken.
Der Dachstuhl samt Eindeckung muß wohl erneuert werden. Eind Betondecke scheidet aus statischen Gründen aus so das wieder mit Deckenbalken gearbeitet werden soll.
Das Haus hat ein Grundfläche von 360 qm und eine geschätzte Dachfläche von 600qm.
Man sagt uns das Dach samt Dachstuhl kostet mehr als 120.000€
Kann das denn sein? Oder traut sich da keiner ran?
Sind ziemlich frustriert nach diesen Nachrichten.
Wer kann uns hier helfen das Ganze realistisch einzuschätzen?
Im Voraus vielen Dank.

Christian





eine Preisvorstellung von 120.000 € ist etwas hoch, kommt aber auch darauf an wie und womit es wieder gedeckt werden soll, Schiefer, Reet, Ziegel usw. Auch beim Dachstuhlbau gibts unterschiede im Holz, einfaches Bauholz, KVH-Holz, Leimbinder usw.
Solltest dir mal einige Angebote reinholen nachdem klar ist was du gerne möchtest. Denke mal an einen Preis von etwa 50.000 €. Mit Glasierten Ziegeln und Einfach-Dachstuhl.
So sind die Preise jedenfalls in der Eifel ca.



Neuer Dachstuhl mit Eindeckung: Kosten mehr als 120.000€



Hallo,

Danke für die erste Info.
Aufgrund der großen Dachfläche kommt, denke ich, nur Bauholz bzw. KVH-Holz in Frage. Wie man die Breite des Hauses (13m) mit den Deckenbalken realisiert ist noch unklar.
Eingedeckt werden soll das Dach mit Tonziegeln die zum Haustyp passen.



Sind



in dem Preis evtl. die Abrisskosten und Entsorgung des alten Dachstuhl mit enthalten?
Trotz allem noch ein oder zwei Angebote einholen.

Grüsse Thomas



Mit



KVH Holz und einem ordentlichen Dachaufbau bist Du schnell bei so einer Summe.
600m² ist ja nicht wenig,da sind ein paar m³ Holz.
Wie sieht es mit dem Amt für Agraordnung bei euch aus?
Also hier geben die für solche Bauvorhaben Zuschüsse.
Einfach mal Fragen.



Spekulationen!!!!



Wir wissen nicht alle örtlichen Gegebenheiten! Worauf beziehen sich die 120000€ ! Sprich in deiner Nähe eine(otter mehrere) Zimmerei und ein versierten Dachdeckereibetrieb an! Sichte und ordne Die LV nicht nach dem Preis sondern nach den ausführenden Leistungen! Je detaillierter eine LV ist, umso besser habt Ihr die Kosten im Blick....

Viel Erfolg

Holzbau Eckardt



Holzfrage!



Warum soll es KVH werden? Ist eine Sichtbare Ausführung angedacht? Bei ca 17 m² Holzverbau summiert sich wat zusammen...

Beste Grüsse

Michael Eckardt



Sichtbar oder nicht, Gauben ja/nein?



was soll denn gemacht werden? Der alte runter und ein neuer rauf das ist soweit klar. Wird der Dachstuhl gedämmt? wenn ja wie? wird er ausgebaut? Auch für solche Vorhaben gibt es Geld von der KFW sollte im Vorfeld geprüft werden!

Grüsse



hmmm.... was für ein Dilemma :-(



Hall Zusammen,

erstmal Danke für die zahlreichen Antworten.Ich will versuchen die Fragen bzw offenen Punkte noch etwas näher zu erklären.
Ich fange mal mit der LV an. Ein "professionell" erstelltes Leistungsverzeichnis gibt es nicht. Angefragt haben wir bisher abdecken und entsorgen der alten Eindeckung + Dachstuhl, neuen Dachstuhl + neue Eindeckung mit Tonziegeln und Klempnerarbeiten. Zugegebenermaßen nicht sehr ausführlich und detailiert aber es war ja auch noch nicht zur Auftragserteilung gedacht.
Wir hatten gehofft eine halbwegs realistische "Hausnummer" zu bekommen um die Gesamtkosten besser einschätzen zu können.
Leider ist es nicht möglich ständig mit den Fachleuten am Objekt zu erscheinen ( es gehört uns ja noch nicht ) um ein genaues Aufmass zu machen.

Zum Thema Holz... ich hatte da wohl ein Verständnisproblem.
Konstruktionsvollholz ist sicher nicht von Nöten, Bauholz ist vollkommen ausreichend.
Das Dach soll nicht ausgebaut werden, 360 qm sind für uns vollkommen ausreichend, so dass letztlich nur die Decke vom EG isoliert werden müßte
Mir ist schon klar das es schwierig ist ohne Besichtigung einen Preis zu nennen, aber es muß doch möglich sein zu sagen ob es 50T, 100T oder 150T werden,oder?
Im Moment versuche ich das Paket "Dach" in seine Bestandteile zu zerlegen um dann letztlich doch zu einem Preis zu kommen.
Hat denn hier schon jemand Erfahrungen mit Handwerksbetrieben hier in unserem Bereich gemacht?

raufen uns langsam die Haare, hatten es uns nicht so schwierig vorgestellt Angebote und Preise zu recherchieren...

:-(



Butter bei die Fische.....



Ihr bekommt immer nur dass, was Ihr beauftragt und was angefragt wird! Fakt!
Wo liegt das Problem,einen vorab Entwurf Eures Daches wird es doch sicherlich geben! Ihr müsst nicht immer mit vor Ort sein,zwecks Angebotserstellung! Die Details müssen natürlich vorab geklärt werden!

Aber Ihr werdet nicht hier und anderswo im Netz ein Festpreisangebot für Euer Schmuckstück erhalten!

Geben tut dass es schon, aber die Nachträge werden nur SO reinflattern....

Also nehmt Euch Zeit....

In diesem Sinne...

VEbEBV Micha





Hallo Christian,

schau dir mal folgenden Link an. Vielleicht hilft er dir ja weiter.

http://www.unidek.de/index.php?id=7


Gruß
Dieter



Wir verlinken mal ofne Seite mit Dach



@Fachplaner und Gutachter Herr Neff

Geht es auch konstruktiver!?! Otter isses nur Werbung schalten?

Hier geht es nicht um Beton....

Gruss Michael Eckardt



Unidek



ist wohl was für Neubauten.Bei einem so alten Haus wird man es mit Fertigelementen schwer haben.
Und ob das günstiger ist?



hmmm



Hallo Zusammen,

sorry für die späte Rückmeldung, sollte nicht unhöflich erscheinen.
Also, Fertigbauelemente kommen ohne tiefgreifende Änderungen an der Bausubstanz nicht in Frage.
Eher müssen die Überlegungen in Richtung "Leichtbau", zumindest beim Dach, gehen.

Gestern habe ich erneut versucht mit den vorhandenen Unterlagen (Bilder,Grundrisse,Verkehrswertgutachten)ein Angebot von einem Ortsansässigen Dachdecker zu bekommen.
Ergebnis:

1x die Ausage: "Ein so großes Objekt kann ich mit meinen vier Leuten nicht in annhembarer Zeit stemmen. Und was mache ich mit meinen anderen Aufträgen?"

Da ist ein Haken dran, kann ich durchaus verstehen.

und...

1x die Aussage: "Ist ja alles so schwierig.... man kann das nicht Beurteilen. Preis geht von... bis... Am Besten baut man alles auseinander und untersucht erstmal alles.."

Hallo??? Ich stelle mir langsam die Frage ob ich hier die falschen Leute frage.

Ich will niemandem zu Nahe treten oder beleidigen, aber ich gewinne immer mehr den Eindruck das die hier regional ansässigen Dachdecker nur dann in der Lage sind einen Preis für ein neues Dach anzubieten, wenn man Ihnen genaue Stücklisten, statische Berechnungen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen, Pläne oder wer weiß was vorlegt.

Eine Frage hier in die Runde:

Voraussetzung:
tragfähige Statik angenommen, Pfettenabstand geklärt (75cm), Kehlbalken als Deckenbalken(ein- oder zweiteilig),
Grundmaße des Hauses bekannt,neue Dacheindeckung festgelegt.

Wo ist das Problem den Materialbedarf zu errechnen, den Arbeitslohn zu addieren und eine Summe zu nennen?
Das Zusatzarbeiten nötig sind bzw. hier noch andere Tätigkeiten betrachtet werden müssen, ok!
Auch die in den Antworten genannten Punkte, ok!

Ich verstehe es einfach nicht... wollen die kein Geld verdienen????

Sorry für meinen Tonfall, ist nicht gegen das Forum gerichten.
Ist nur den Frust....



Einen Dachdecker nimmt



man zum Dach einlatten und eindecken, einen Dachstuhl abzubinden und aufzurichten nimmt man traditionell einen Zimmermann der hat Ahnung, ist ja sein täglich Brot. Also gehen Sie mal zu einem Zimmereibetrieb und lassen sich ein Angebot machen. Sieht nach Ihren Schilderungen so aus, das die von Ihnen ausgesuchten Firmen schlicht und ergreifend überfordert sind.

Grüsse TIMMY



@Timmy



es gibt Dachdeckerbetriebe die haben Zimmerleute.
Und die beiden Gewerke wurden zusammen geführt.
@Christian
Der Kollege gibt wenigstens zu das Er es nicht packt.
Ist ja auch ok so finde ich.
Nur das ER vor 600 m² Angst hat verstehe ich nicht.
1500 m² haben wir zu 5 geschafft.
Naja allerdings mit einem Kran.
Gibt doch noch andere Firmen in Deiner Nähe.





Herr Eckhardt,

der eingestellte Link ist sicher nicht als Werbung gedacht gewesen, sondern als Hilfe für einen Fachleihen wie man es auch machen könnte.
Solche Systeme sind auch schon bei denkmalgeschützten Objekten mit Zustimmung der Denkmalbehörde verbaut worden. Dies bedingt jedoch eine genaue Planung und Absprache mit der Denkmalbehörde.

Solche oder ähnliche Elemente, mit einem U-Wert von 0,25, liegen bei € 40,00/m² fertig verlegt.
Voraussetzung: Konstruktionsholz wurde statischrelevant verbaut.
Somit kann man bis zu 700 m² Dachfläche in 8-10 Stunden regendicht montieren.

Sowas nenn ich schnelles und wirtschaftliches Arbeiten. Daraus folgt ein zufriedener Kunde.

Und im weitesten Sinne geht es hier doch um Beton...
Diese Technologie nennt man Holz-Beton-Verbund.
Mit dieser Technologie kann man nicht mehr ausreichend tragfähige Holzdeckenkonstruktionen einer neuen Nutzung und Belastung zuführen.
Zudem ergibt es verbesserte Schallwerte.


Grüße
Dieter Neff



Haben



Sie das schon mal verarbeitet oder begleitet Herr Neff?
Oder anders haben Sie Erfahrung mit diesen Bauelementen bei so alten Häusern?





Sowohl als auch. Gehört beides zu meinem Aufgabengebiet.

Bei Fragen können Sie mich gerne über die im Forum hinterlegten E-Mail Adresse kontaktieren.


Grüße
Dieter Neff