Dachschrägen und Gaubendämmung




Hallo!
Nach vielen Stunden lesen bin dann doch mal hier angekommen.
Ich weiß das es diese Themen immer wieder gibt und sie sich nicht immer beantworten lassen.

ich fange mal mit den Dachschrägen von Aussen nach Innen an.
Betondachziegel mit Pappdocken von 1980
Sparren meist 12x12 cm mit Abständen von 85 - 110 cm
Herkalit 40 mm
darauf Kalkzementputz

Die Decke zum Kaltdach momentan Offen

Die Gaube von Aussen nach Innen
Schiefer
Underdeckbahn oder ähnliches
23 mm Holzbretter
60 mm Luft
40 mm Herkalit
Kalkzementputz

Da die Decke raus musste möchte ich gerne gleich die Wände mit erneuern.

Ich weiß das ich dieses alte Haus nie dicht bekommen werde und mein Konto nicht ohne Grenze ist.

Daher dachte ich an Zellulose.

Decke:
Osb auf die Sparren und darauf Zelluloseflocken 30 cm

Schrägen - drempel:
Gipskarton
Lattung 40 mm mit ruhender Luftschicht für Installation
Rieselschutzfolie
Zellulose ca 150mm durch aufgedoppelte Sparren 60mm
Rieselschutzfolie
Lattung 30 mm für Hinterlütung

Gaube:
Rieselschutzfolie
Zellulose
Rieselschutzfolie
40 mm Holzfaserdämmplatte mit Kalkputz

Funktionieren diese Aufbauten? Beim U-wert Rechner sieht es gut aus ausser mit der Gaube.

Es wäre schön wenn mir jemand weiterhelfen kann oder andere Vorschläge hat die nicht die Kosten noch mehr Explodieren lassen. ( Aus einziehen ist schon Totalsanierung geworden in Obergeschoss.)



ein paar Vorschläge...



Pappdocken wären mir schon mal suspekt, ob die bei dem Alter noch dicht halten ? Diffusionsoffen sind sie schon mal nicht. Auf jeden Fall die Aufbauten vom Lieferanten der Zellulose absegnen lassen.

Beim Zellulose einblasen gibt es Druck, das hält ein einfacher Rieselschutz nicht aus. Aussen Holzweichfaser oder diffusionsoffene Unterspannbahn. Innen eine verstärkte Dampfbremse, z.B. Intello Plus.

Bitte nicht an den Dämmstärken sparen, das wäre falsche Sparsamkeit. Auch 40 mm Installationsebenen würde ich ausdämmen, z.B. mit Untersparrenfilz aus Glaswolle WLG 032.

Raumseitige Verkleidung besser mit Gipsfaserplatten als Gipskarton.

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Dachschrägen:

Sparren seitlich anlaschen für grössere Dämmstärke.
Zwischen den Sparren Abschluss mit 35 mm Holzweichfaserplatten / Unterdachplatten, z.B. mit 30 mm Luft verlegt.

Zellulose zwischen den Sparren eingeblasen

Dampfbremse

Querlattung 40 x 60 mm, dazwischen Untersparrenfilz aus Glaswolle. Lattung muss im richtigen Raster für Gipsfaser verlegt werden !

Gipsfaserplatten (am besten mit Trockenbaukante).

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Gaube (unter der Annahme dass es unter den Schindeln wirklich die Unterspannbahn hat)

Kein Rieselschutz, nur Ritzen abkleben. Keine Folie, im Nassverfahren braucht die Zellulose eine poröse Oberfläche an der sie sich festhalten kann.

30 oder 40 mm Querlattung für raumseitige Verkleidung.

Zellulose im Nassverfahren auftragen. Das garantiert Hohlraumfreiheit, und baucht nicht aus (wird nach dem Aufblasen mit einer rotierenden Bürste abgezogen).

Dampfbremse

Gipsfaserplatten

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Decke zum Kaltdach:

Zellulose nach Belieben zwischen und über den Sparren

OSB unter den Sparren, lässt sich so ohne komplizierte Durchdringungen an die Dampfbremse der Dachschrägen anschliessen

Verkleidung mit Gipsfaserplatten.

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Build nice, or build twice !