Ersetzen von gemauerten Dachschrägen sinnvoll?

09.05.2005



Wir haben vor kurzem eine Doppelhaushälfte Bj. 1954 gekauft und sind gerade beim Umbau. Das Haus hat im Obergeschoss zwei Dachgauben und gemauerte Dachschrägen (aus Bimsstein) und einen (noch) nicht ausgebauten und vor allem nicht gedämmten Spitzboden. Die Wände sind alle mit einem Kalksandputz verputzt worden den wir gerne so lassen würden. Aber nun zum meinen Fragen. Beim teilweisen Freilegen des Putzes an den Gauben kamen Teile der Balkenkonstruktion zum Vorschein. Dabei stellten wir fest, daß es unterhalb der Balken meist gewaltig zieht. Was könnten wir dagegen tun, bzw. welche Maßnahmen wären sinnvoll? Macht es außerdem Sinn die gemaurten Dachschrägen zu ersetzen? Wenn ja, wie könnte ein sinnvoller Aufbau aussehen? Das gleiche gilt für den Dachboden den wir gerne ausbauen würden. Bin für jeden Ratschlag, bzw. Hilfe dankbar.

Viele Grüße,

Stefan



Sind noch



andere Arbeiten geplant? Z.B. neue Dacheindeckung, neue Heizungsanlage, andere Dämmmaßnahmen, ...
Wie sieht der Dachaufbau genau aus?



Ersetzen von gemauerten Dachschrägen sinnvoll?



Wenn wir es noch schaffen, wollen wir das Dach noch dieses Jahr neu eindecken lassen. Momentan sind noch die guten alten Tonziegel drauf. Wie gesagt, der Spitzboden ist im Moment noch im Originalzustand - Sparren, Querlattung und Ziegel drauf :-) Diesen würden wir ganz gerne ausbauen und natürlich entsprechend dämmen. Die Heizungsanlage, inkl. aller Rohrsysteme werden z.Zt. erneuert, ebenso die komplette Elektrik. Die Frage ist halt, lohnt es sich die gemauerten Dachschrägen zu enfernen? Was machen ich mit den "zugigen" Löchern? Ggf. mit Steinwolle ausstopfen und dann beiputzen? Bin für jede Hilfe dankbar!

Gruß,

Stefan



Dachdämmung



Wenn die Dachpfannen runter sollen, kann man den Dachaufbau von Grund auf neu gestalten. Ich würde dann den Aufbau für eine Zellulosedämmung vorsehen. Von innen nach außen:
- Beplankung nach Wunsch
- Konterlattung
- Dampfbremse (z.B. Baupapier von ProClima, Ampack,...) an allen Anschlüssen und Überlappungen nach Vorschrift verklebt und nirgendwo kann es noch ziehen.
- Zellulose- Einblasdämmung zwischen den Sparren, altern: Hanf, Flachs, Zellulosedämmplatten, holzweichfaserdämmplatten
- Über den Sparren eine Latexvergütete Holzweichfaserplatte z.B. der Fa. Pavatex (Gutex, ...), je dicker je besser der Sommerliche Wärmeschutz und der Schallschutz
- Konterlattung, auf ungehinderte Zuluft an der Traufe und Abluft am First achten
- Lattung
- Tonpfanne, Ich habe ein Haus aus dem Jahr 1955 und habe die alten Rheinlandpfannen wieder aufgelegt, die halten locker noch mal 50 Jahre.

das ganze natürlich gem. EnEV



Super ...



Danke für die guten Tipps! Unser Dachdecker meinte auch das an den Pfannen selber nichts dran wäre und diese ohne Probleme auch noch weitere 10 Jahre halten würde. Ich habe noch genug brauchbare Pfannen auf dem Dachboden liegen, könnte so also noch ein paar Jährchen überbrücken :-) Das mit dem neuen Dachaufbau werde ich aber auf jeden Fall bei meiner weiteren Planung mit berücksichtigen! Vielen Dank noch einmal.

Viele Grüße,

Stefan