Dachisolierung/ Problem ist Dachpappe unter den Ziegeln

31.12.2007



Wir haben ein Haus aus den 50 er Jahren erworben und moechten im kommenden Fruehjahr das Dach mit bereits vorhandener Daemwolle (Zwischensparrendaemmung mit Rockwool Klemmrock auf Rollen mit 14 cm Staerke) daemen ( Reiner Hitze/Kalteschutz).

Das Dach soll nach ausgefuehrter Daemmung fuer die nachsten Jahre als reine Abstellmoeglichkeit dienen. Ein spaeterer Ausbau zur Wohnflaeche ist momentan nicht geplannt.

Ich hatte bereits im Forum nach einem Loeungsansatz gesucht, sind aber anhand der vilene interessanten Thematiken nicht fuendig geworden.
Es waren ebenfalls Bauexperten zur Vor Ort Besichtigung. Aus meiner Sicht waren Diese sich nicht sicher und hatten keine uerberzeugenden Loesungsansaetze, da wohl die Sache mit der Dachpappe mehr als aussergewoehnlich ist.

AUFBAU:
Unter der Traegerlattung/Konterlattung (normaler Aufbau) auf denen die Dachziegel aufliegen, hat der aeltere Vorbesitzer welcher mittlerweile verstrb und einst Dachdecker war, quer zu den Traegerbalken ueberlappend Dachpappenbahnen verlegt um wahrscheinlich den leerstehenden Dachstuhls einigemassen vor Wind zu schuetzen. Das System macht einen dichten Eindruck
und ist an den Stellen an denen die Dachpappe vollflaechig vorhanden ist mit sicherheit nicht diffusionsfahig.
An einigen einzelnen Stellen (schaetzungsweise 3% der Gesamtflaeche) ist die Dachpappe gar nicht mehr vorhanden ( u.a. durch Einbau neuer Dachfenster etc.)

Unser Idee ist zwischen Dachpappe und Daemwolle wenn partiell moeglich ca.2 cm Hintebelueftung zu lassen.
Dies ist allerdings nicht vollflaechig gewahrleistet, da die Dachpappe an einigen Stellen ein wenig durchhangt.

Wir moechten die Kosten vermeiden, das Dach Stueck fuer Stueck abdecken zu lassen und nach eigentlich korrekterweiser Entfernung der Dachpappe vollflaechig Unterspeerbahnen (Dampfbremse)anbringen zu lassen.

Der Rest des Aufbaus zur Inneseite des Dachstuhls ist
nach Anbringung, der Daemwolle scheint aus meiner Sicht kein Problem (vollflachige Anbringung einer Damfsperre usw.)

Es waere echt super wenn mir ein Fachmann eine Info geben koennte da ich mir seit geraumer Zeit den Kopf zermartere

Danke und Gruss aus Hessen



Diffusionsoffen



muss der Aufbau hin zu den Dachziegeln sein.
Das ist mit der Bitum-Dachpappe aber nicht gegeben.
Nach meiner überschlägigen Berechnung bekommen sie Tauwasserprobleme wenn auf der Innenseite nur eine Dampfbremse angebracht wird.
Mit einer Dampfsperre auf der Innenseite könnte es gehen.
Jedoch ist die Dämmschicht dazwischen dann so dicht eingepackt, dass sie im Falles des feucht werdens nicht mehr trocknen kann. Der Schimmel ist dann vorprogrammiert.
Ich vermute, Sie kommen nicht herum die Dachpappe zu entfernen.

Gruß T. Bucher



Dachisolierung/ Problem ist Dachpappe unter den Ziegeln



Vielen Dank für ein erstes Feedback aus dem Forum zu Dieser Thematik.

Ich hatte mir dass mit der Diffusionsoffenheit schon
gedacht. Die Dachpappe zu entfernen ist vom Aufwand kein Problem da Sie einfach zwischen denm Sparren rausgeschnitten wird (eher die Entsorgung des Zeugs).

Wenn ich Sie richtig verstehe wäre Ihr Vorschlag zum Aufbau nach Entfernung der Dachpappe folgendermassen:

1. Ziegel
2. Konterlattung
3. 14 cm Isolierung und dann schätzungsweise 3-4 cm Abstand zu den Ziegeln hin (alle Sparren wurden von uns bereits mit Kanthölzern aufgefüttert und haben eine Tiefe von 16 cm).
4. Auf die Sparren zur Innenseite hin die Dampfbremsfolie,
und die Übergänge mit speziellen Klebeband verklebt
5. Regipsplatten etc.zum Verleiden des Dachbodens

In diesem Falle wäre aber zwischen den Ziegeln und der Dämmung keine weitere Lage mehr, d.h. bei Eindringen von Kondensfeuchtigkeit welche immer entshet würde die Dämmwolle dann ja auch feucht werden. Tritt den nicht auch dann eine Schimmelbildung auf oder kann die Dämmwolle bei geringerer Feuchtigkeit wieder trocknen
(wir gehen nur von Kondenswasser aus und nicht davon das Ziegel zerstört sind und kontinuierlich Wasser nach Regen/Schnee eindringt).

Welche Möglichkeit (ausser Dch abdecken und anderen Aufbau) hätte ich eventuell noch um eine diffisionsfähige Lage einzubringen. Um die Dämmung einigermassen zu schützen, würde es dann nicht Sinn machen zwischen die Sparren diffusionsfähige Unterspeeerbahnen anzutackern (leicht nach unten hin überstehend-wurde im Forum von mehreren Mitgliedern parktiziert/diskutiert )? Mir ist bewusst dass bei richtigem Wassereinbruch dies nichts nützt da durch diese nachträgliche Konstruktion das Wasser nicht in die Abwasserrinne geleitet wird(wie es bei Dachneueindeckungem eigentlich praktiziert wird).

Über weitere Feedbacks würde ich mich sehr freuen

Danke und Gruß aus Hessen



Dachaufbau



Den Dachaufbau haben Sie richtig aufgelistet.
Auch das entfernen der Dachpappe ist o.k.
Leider fehlt ihnen dann eben dieser Schutz einer Unterspanbahn.

Wikipedia beschreibt die Unterspannbahn so:

Eine Unterspannbahn ist ein diffusionsoffenes, flächiges Bauteil, das bei Steildächern unterhalb einer wasserableitenden Dachdeckung angeordnet wird. Sie dient dazu, Flugschnee oder Regen, der vom Wind unter die Eindeckung geblasen wird nach unten abzuleiten.
Die Bahn sollte leicht durchhängen, um das anfallende Wasser von der Konterlattung weg- und nach unten abzuführen. Die Bahnen sollten jeweils die darunterliegende Bahn um 10-20 cm überlappen. Die Stöße werden nicht verklebt um eine Ablüftung der Sparren bzw der Wärmedämmung zu gewährleisten.

Das angesprochene Kondenswasser wird bei diesem Aufbau nicht entstehen da Sie dieses Kondenswasser ja durch die Dampfbremse abhalten. Die Dämmung kann nur noch "nass" werden wenn der oben genannte Fall eintritt, dass das Dach undicht wird und Flugschnee oder Wasser eindringt. Ich würde zu Ihrem Aubau noch eine Dachlatte zwischen Dampfbremse und Gipsplatte einfügen. Zuerst können Sie mit dieser Lattung die Folie besser befestigen. Des weiteren haben Sie damit bessere Möglichkeiten die Gipsplatte zu befestigen. Zudem dient dieser Zwischenraum noch als Installationsebene für Kabel und als Schutz der Folie vor Nägel oder Bilderhaken.

Gruß T. Bucher