Dachgeschossausbau - Dampfbremse verschiedene Anschlussprobleme

02.02.2022 Andreas

Dachgeschossausbau - Dampfbremse verschiedene Anschlussprobleme

Hi,
wir stehen noch in der Vorplanung und in Vorüberlegungen zu unserem Dachgeschossausbau unseres Bauernhauses BJ um 1900 - hier ergeben sich leider ein paar Probleme mit dem Anschluss der Dampfbremse, welche ich, trotz beruflicher Erfahrung im Innenausbau, nicht ganz 100% sicher lösen kann bzw. etwas Unterstützung benötige.

1) das erste Problemstellung stellt sich wie folgt dar: die Holzbalkendecke zwischen EG und DG bindet in die Massivwand ein, der bereits durch den Vorbesitzer montierte OSB Boden ist aufgeständert um ca. 4cm über der Balkenlage montiert worden. Als Dämmung in der Holzbalkenlage ist noch der gute alte Lehmwickel vorhanden. Die Massivwände wurden mit einem WDVS von aussen gedämmt. Mir ist klar, dass ich die Dampfbremse auf die Mauerkrone ansetzen muss und dazu die Krone schließen bzw. auf Balkenebene bringen muss. Mir bereiten nur evtentuelle Undichtigkeiten an den Balkenköpfen (Einbindung ins Mauerwerk) mit dem vorgesetzten WDVS etwas Kopfzerbrechen - oder kann ich diese ignorieren.
Ich würde einen Streifen der Dampfbremse von der Mauerkrone auf die OSB Platte legen und mit Dampfbremse vom Dach kommend miteinander mit Primur und einer Anpresslatte auf der OSB fixieren.
Ich komme sonst meiner Meinung nach nicht zu einem vernüftigen luftdichten Anschluss. Wie seht Ihr das?

2) Mitten im Dachgeschoss steht noch eine alte Trennwand - in klassischer Bauweise einer Lehmwand in einem Fachwerk - hier müsste ich die Dampfbremse anschließen - habt Ihr da brauchbare Ideen - die Wand ist im übrigen staubtrocken und wird im Nachgang aller voraussciht nach noch mit einer Trockenbauverkleidung versehen. - Grundieren und einen Sperrputz (Zementputzauftragen?) oder gleich eine Zementgebunden Platte auf die Wand beidseitig vollfächig verklebt aufsetzen und daran anschließen? Ihr seht hier fehlen mir sinnvolle Ideen. Oder ganz einfach - Lehmgefache raus?

Zu beiden Problempunkten habe ich bei meinen Recherchen eher wenig bis nichts finden können.

Ich freue mich auf Eure Antworten
Danke Andreas



Dampfbremse



Bei fachgerecht angebrachtem WDVS mit genügendem Dämmwert kann es nicht zu Kondensat und Feuchtestau kommen, wenn sich die Luftfeuchtigkeit im Rahmen hält und genügend gelüftet wird.
Also dafür sorgen, dass keine Undichtigkeiten vorhanden sind, die zu Konvektion führen können- dann sollte es keine Probleme geben, vor allem wenn kapillare Materialien verwendet wurden und ggf auch nach innen Austrocknung möglich ist.