Dachgeschoß, Sandstein, Lattung, Dach, Balken

05.08.2010 Volker


Hallo,
Wir sind seit letztem Jahr die stolzen Besitzer eines Bauernhauses aus Sandstein, Bj. 1848, welches wir Schritt für Schritt renovieren wollen.
Die Substanz ist recht gut. Viele Dinge wie Dach, Fenster, Heizung wurden noch von den Vorbesitzern erledigt und sind maximal sechs Jahre alt.
Die größten Eingriffe in die historische Substanz fanden wahrscheinlich in den 1950ern statt, als die Vorbesitzer das Haus erworben haben.
Hier wurde der im Haus integrierte Stall zum Wohnraum umgebaut und die Sandstein-Außenwände erhielten eine Innenschale aus Bimsstein-Mauerwerk, sowie ein Teil des Dachgeschosses ausgebaut.
Ein Teil der alten Dielenböden wurde im Laufe der Zeit durch Beton bzw. Gussasphalt ersetzt. In zwei Zimmern befinden sich noch die Dielenböden aus den 50ern.
Als wir das Haus gekauft haben, haben wir die komplette Elektrik ausgetauscht (die war teilweise auch historisch – im negativen Sinn). Ansonsten waren nur optische Sachen zu machen, wie z.B. neue Zimmertüren (jetzt Vollholz, statt 50er Jahre Funierschrott), neue Fliesen, Holzdecken und Farbe.
Feuchtigkeits- oder Schimmelprobleme gibt´s zum Glück nicht.
Die nächsten Arbeiten, die anstehen ist die Wärmedämmung des Dachgeschosses.
Nachdem wir letzten Winter im Dachgeschoß kuschelige -8 Grad hatten unsere Wohnung darunter auch immer recht schnell ausgekühlt ist, wird diese Maßnahme jetzt im Herbst angegangen.
Und genau deshalb suche ich hier jetzt um Rat bzw. Anregungen:
Man liest ja recht viel über Wärmedämmung im Dachgeschoss, besonders über die zu verwendenen Materialien.
Irgendwie bin ich beim Stöbern in den vielen Beiträgen zu dem Thema aber noch nicht so ganz zu einer zu unseren Verhältnissen passenden Lösung gekommen.
Wichtig für mich wäre, ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Arbeiten sollen von mir selbst ausgeführt werden.
Zu überteuerten "Fachleuten" ist mir das Vertrauen verloren gegangen.
Das Dach wurde vor ca. 5 Jahren erneuert und ist folgendermassen aufgebaut (von außen nach innen):
Tondachziegel, Lattung, Konterlattung, Bitumendachbahn, Schalung (Bretter), Sparren (ca. 170mm).
Ich hätte jetzt an den Klemmfilz Isover Integra ZKF-1 032, Dicke 160mm, in Verbindung mit der Dampfbremse Isover Klimamembran Vario KM Duplex gedacht, darauf noch eine Querlattung.
Fertig ausgebaut sollen nur zwei Räume, der Rest irgendwann später mal.
Die Zwei Räume bestehen im Prinzip schon, sie werden aber komplett entkernt, die Abmauerungen zur Dachschräge entfernt, so dass man schön Isolieren kann und kein toter Raum mehr entsteht.
In diesen beiden Räumen sollen dann auf die Lattung eine Holzdecke montiert werden.
Weitere „Besonderheiten“ des Dachgeschosses:
An der einen Giebelseite (wo die beiden Räume ausgebaut sind) ist eine Wand aus Backsteinen (und diese teilweise verkleidet mit Rigips mit Styropor - wird aber entfernt!) vor die Sandstein-Außenwand vorgemauert, auf der anderen Giebelseite, im nicht ausgebauten Teil, ist nur die Sandsteinwand.
Bodenbelag ist ein Dielenboden (unterschiedlichen Alters).
Problematisch in Bezug auf den Anschluß der Dampfbremse finde ich die Fußpfette, sowie die Sandstein-Giebelwand. Zur besseren Darstellung werde ich noch Bilder eingefügen.
Wie könnte man diese „Problemzonen“ lösen?



Bilder vom Dach



Hier hab ich mal ein paar Bilder vom Dach angehängt.
Ich habe oben von Fußpfette geschrieben. War wohl falsch, da keine da ist. Die Querbalken, die auch den Fußboden tragen, liegen auf der Sandstein-Außenwand auf. Zwischen den Querbalken sind kleine Längsbalken eingefügt.
Die eine Dachseite ist auf der gesamten Länge komplett unten offen, da war wohl der äußere Balken vergammelt, den haben die Dachdecker weggemacht und weggelassen. Die Sparren wurden dann durch oben, bzw. seitlich angesetzt.



Noch ein Bild



Dieses Bild zeigt die andere Seite vom Dach.
Da ist der äußere Balken noch dran.



Und noch eines...



von der unverputzten Sandsteinwand.



Bilder



von außen, geschlossene Seite.



Und...



noch ein letztes Bild von der offenen Seite.
Die "schöne" Lattung auf dem Mauerwerk haben wir schon entfernt. Da wurde in den 50ern das gesamte Haus mit einer weißen Kunststoffverkleidung "verschönert" - und nebenbei alle Sandsteinfensterbänke und -borden abgeschlagen - sonst hätte man ja die Lattung Aufdoppeln müssen.
Aber diese Schönheitsreparaturen haben noch Zeit.
Wichtig wäre für uns erstmal wie gesagt die Isolierung des Daches.

Gruß
Volker