Wandheizung an Dachschrägen

22.11.2008



Nach monatelanger Arbeit im Dachgeschoss, ist es endlich Zeit eine Entscheidung bezuglich der Heizung zu treffen. Das Forum hat mich schon vor vielen Fehlern bewahrt, also ich probiere es nochmal.
Das Dachgeschoß wird geteilt, und ein Zimmer davon braucht eine Heizung. Weil das Zimmer so klein wird, ca. 12m2, überlege ich eine Wandheizung 2m2 an der oberen Schrägseitezu montieren (lassen?), ja wenn möglich an den Heizkörper vom Zimmer nebenan.
Verträgt eine Wandheizung 60c Vorlauf? Mit welchem Rohr? oder wie kann ich den Vorlauf am besten begrenzen?

Reicht die vorhanden Dämmung als Untergrund aus?
1. Unterspannbahn zwischen den Sparren mit Leisten befestigt.
2. 20 mm Holzweichfaserplatten
3. 100 mm Thermohanf auf ca. 90mm komprimiert.
4. DB+ Folie
5. Lattung plus 30 mm Hanf auf 25mm komprimiert.
6. 25mm Heraklit-Holz magnesitgebunden
7. Lehmputz

Soll ich die DB+ Folie weglassen oder einfach statt Heralklit Lehmheizplatten verwenden. Oder Schicht 5 weglassen oder??
Bin wieder dankbar über Ihre Ideen. Schade, dass ich noch nicht so schlau bin, dass ich hier jemand anderen helfen könnte!



wandheizung



wendet euch mal an den gerd meuer von wem
der kann den Wand Aufbau mitsicherheit beurteilen
viel erfolg thomas



wandheizung



Hallo erstmal,
also die Wandheizung an der Schräge ist immer sinnvoll und auch umsetzbar. Die 60°C Vorlauftemperatur hält das Rohr aus, ist jedoch nicht für eine Wandflächenheizung geeignet, da die Oberflächentemperatur dann zu hoch und für uns unangenehm wird. Die Vorlauftemperatur kann man aber mit einem sogenannten Rücklauftemperaturbegrenzer reduzieren und so auch gut mit der bestehenden Hochtemperatur-Heizungsanlage kombinieren.
Zum Aufbau wäre nur zu hinterfragen, warum die flexiblen Dämmlagen komprimiert werden sollen. Jede Komprimierung bedeutet eine negative Veränderung des Dämmwertes. Ansonsten ist zwingend zu empfehlen, die DB+ oder ähnlich gut funktionierende Bahnen einzubauen, da die tatsächlichen Kondensatmengen nicht kalkulierbar sind.
Der Abschluß ist eine Frage der Möglichkeiten: die Holzwolleleichtbauplatte mit Wandheizung in Lehm ist die eine Variante, der Trockenbau mit Klimaelementen die komfortable andere Variante. Beim Trockenbau ist eine Unterkonstruktion (5.Schicht) sinnvoll. Ziel jeden Aufbaus sollte sein, die Dampfbremsbahn nicht zubeschädigen.
Mit den besten Grüßen
Uwe Berghammer



Heizung an der Dachschräge



Wir schließen uns der Fachinfo von Uwe Berghammer vollends mit an.
Wir arbeiten auch Projekt bezogen zusammen und erarbeiten Lösungen.
In letzter Zeit haben wir mehrfach derartiger Einbaulösungen mit verputzt und auch erarbeitet.
Im nebenstehenden Bild können Sie sich einmal gewisse Aufbaulösungen abschauen.

Grüße Udo Mühle



Wandheizung an der Schräge



Danke für die Infos und die Bilder. Gut zu wissen, dass es mit meinem Dach zumindest theoretisch geht. Was es kostet weiß ich noch nicht. Hab nach einem Angebot angefragt, nichts bekommen. Also wer mir das Material verkaufen will, darf sich gern melden.

Ich finde keine Heizplatten schmal genug (30 cm) für über die Fenster, also wird es Schienen, Rohr und Lehmputz. Auf einer Herstellerseite stand, dass Kupfer für 60er Vorlauf nicht geeignet wäre.
Aber ich bin nicht sicher ob ich Sie verstanden habe. Soll ich die 5. Schicht weglassen, und stattdessen die HeraklitPlatten direkt auf die DB+ montieren, (d.h. an die Sparren schrauben) und dann die Wandheizungsschienen auf die Heraklitplatten montieren. Der Verkäufer der DB+ sagte mir, ich brauche ein 'luftiges Material' oder halt Luft auf oder unter die DB-Folie, damit Sie am besten funktioniert. Aber die Heraklitplatten sind doch zu massiv, oder?

Die Komprimierung machen leider die Hanfmatten von allein. Die angebegen 100 mm ist doch 90-95. Hätte ich 90'er gekauft, hätte ich wahrscheinlich 80 bekommen, und Luftspalten dazwischen. Meine Sparren hatten eh nur 90-95 übrig, und 25er Lattung habe ich Massenhaft. Ich könnte die 30er Hanf nochmal messen und evtl. nach 30er Lattung suchen.
Grüße, Ian Hawes



Kreuzlattung



Auf die Winddichtungsebene sollte niemals direkt eine Endbeplankung erfolgen (Beschädigung dieser garantiert!!).
Es wird stets eine Kreuzlattung empfohlen, um eine problemlose Endbeplankung (Eindringtiefe der Befestigungsmittel stets beachten!!) zu ermöglichen.

Grüße Udo



mal was anderes



hallo ,
schauen Sie doch mal auf meine webseite!
www.alles-wärmewellenheizung.de

haben wir schon seit mehr als 3 Jahre in unserem Bauernhaus
Gruß Bernert



@ Bernert



Naja, bequeme Zukunft und hohes Design.
Und der bauphysikalische Faktor?

Grüße in den Jahreswechsel
Udo Mühle