Dachgeschoß Bodenaufbau mit Trittschall



Dachgeschoß Bodenaufbau mit Trittschall

Hallo Forengemeinde,
vorab, wir haben kein Fachwerkhaus, da die Forenbeiträge hier auf Fachwerk.de jedoch so gut sind, habe ich mir erlaubt, mich mit meinen Fragen zu unserem Haus (1960) an Euch zu wenden.

Wir sind dabei, unseren Dachboden auszubauen. Folgende Arbeiten wurden bereits gemacht:
Dach mit Aufsparrndämmung komplett saniert (Firma),
Deckenbalken (Abstand 60 cm, Dicke 6 cm, Länge 3,82 m) mit 4x6er Latten komplett ausgeglichen (selbst gemacht).

Unser Plan war eigentlich folgender Bodenaufbau, von unten nach oben:
1. auf ausgeglichene Balken OSB 22mm, mit Nut und Feder verleimt, dann mit SPAX-Verlegeschrauben geschraubt
2. darauf 2 cm Trittschalldämmung (isover EP 3 o.ä.)
3. darauf OSB 15 mm schwimmend verlegt
4. darauf Trittschalldämmatte, (ca. 2-4 mm) mit Klickvinyl oben drauf.

Die weiteren Gegebenheiten:
- Nach Ausgleich der Deckenbalken haben wir einen effektiven Balkenabstand von 46 cm.
- Der Fußbodenaufbau sollte nicht so sehr hoch werden, da der Dachboden eh nicht sehr hoch ist (also sowieso ein Kompromiß zwischen Höhe und Dämmstärke).
- Die unteren OSB-Platten müssen unbedingt verschraubt werden, damit der Boden statisch eine stabile Scheibe ist, also die Idee, eine Filzschicht auf die Balken zu legen und dann schwimmend zu Verlegen ist nicht umsetzbar.
-Wir müssen das Gewicht aufgrund der Statik im Auge behalten, die o.g. Lösung wäre vom Gewicht her ok.

Probleme:
Auf die Trittschalldämmung ( z.B. isover EP 3 o.ä) muß mindestens eine OSB-Platte von 25 mm drauf, damit das Klickvinyl nicht aufgeht. (Das wird aber zu schwer.)
Ich habe nun überall herumgelesen und herumtetefoniert, verschiedene Dämm-Materialien in Betracht gezogen, auch EPS (auch dort min. 22mm OSB), viele widersprüchige Aussagen gehört, bin immer wieder auf die selben Forenbeiträge gestoßen, etc.

Wir stehen nun etwas auf dem Schlauch und möchten, bevor wir uns wieder voll ins Zeug legen, großräumig abwägen, welche Lösungen/Kompromisse es gibt und welcher für uns am besten ist.

Bislang schweben uns diese beiden Lösungen vor:

Aufbau 1:
1. auf ausgeglichene Balken OSB 22mm, mit Nut und Feder verleimt und dann geschraubt
2. Trittschalldämmatte (2-4mm) wie unter Klickvinyl üblich
3. Klickvinyl (schimmend, wenn man das bei der geringen Dämmschicht überhaupt so nennen kann)

Vorteil: weniger Arbeit, leichter, dünner
Nachteil: Schalldämmung sicher zu gering

Aufbau 2 (mutig, nicht nach Herstellerempfehlung, aber vielleicht gar nicht so dumm):
1. auf ausgeglichene Balken OSB 15mm, mit Nut und Feder verleimt und dann geschraubt
2. darauf 12 - 20 mm Trittschalldämmung (isover EP 3 o.ä.)
3. darauf OSB 22 mm schwimmend verlegt
4. darauf Trittschalldämmatte, (ca. 2-4 mm) mit Klickvinyl oben drauf.

Vorteil: Schalldämmung sicher um einiges besser, Gewicht bleibt gleich wie bei ursprünglicher Lösung.
Allerdings: 15 mm auf Balken sind wohl eigentlich nicht ausreichend, wenn aber eh noch 22 mm schwimmend draufkommen, ist das vielleicht ok. Der Hersteller sagt min. 25 mm, naja... 22... ... 25 ...?

Übrigens, da das Dach komplett isoliert ist, gehe ich davon aus, daß keine Dampfbremse vonnöten ist - hab da auch viel widersprüchiges gehört.



Ziel:
Wir möchten einen möglichst stark gedämmten Boden (wird ein Schlafzimmer, die Kinder brauchen uns nicht hören und wir sie auch nicht),
der Boden soll nicht zu hoch und zu schwer werden.

Zu mir:
Ich bin bei vielen Arbeiten im Haus fachlich initial ein Neuling, kann aber lesen, bin sehr genau und handwerklich begabt, mache es dann mit enormen Zeitaufwand fast pingelicher als der Handwerker, ich traue mir viel zu, weiß aber auch, wo meine Kompetenzen aufhören und lasse es ggf. machen, damit es ordentlich ist.

Gerne würden wir weiterkommen und darum meine Frage an Euch:
Habt Ihr einen Plan oder eine Idee? (Wir nämlich gerade nicht...)
Viele Grüße!



wir wissen gar nichts



Du verlangst von uns in die Glaskugel zu schauen. Du hast uns nicht erzählt wie dick die Deckenbalken sind, in welchen Abstand und welche Länge sie überspannen.
Ich glaube , ich bin kein Statiker, Du machst den Aufbau zu kompliziert.
Nur Gewicht und eine Wandtrennung zum Fußboden sind wichtig, für die Schallübertragung.
Brandtechnische Fragen solltest Du auch noch vorher klären.
Dann solltest Du für den Ausbau einen Bauantrag oder Nutzungsänderung.
Meine Eltern durften nach dem Bodenausbau nicht im 2. Stock schlafen, wegen erhöhter Brandgefahr und keiner 2. Treppe oder Fluchtfenster.



15mm



Die 15mm Platten sind nicht stabil genug für diesen Untergrund sage ich aus meiner eigenen Erfahrung. Die Platten geben dann nach an diversen Stellen, eventuell heben sie sich an den Stößen. Darauf lässt sich dann nichts vernünftig aufbauen. Kein Vergleich zu einer 25 mm OSB-Platte.



Vinyl



Nach meinem Verständnis machst du da zu viel Tamtam. 25mm OSB aufschrauben (wozu noch verleimen??) und darauf Dein Vinyl. Vinyl ist an sich relativ leise - nicht zu vergleichen mit Laminat.