Dachdecker, Unterspannbahn, Anpressleisten




Servus,

ich habe ein kleines Thema und hier die Frage wie Ihre reagieren würdet:

Ich habe eine Dachstuhldämmung ausgeschrieben. Darin ist ziemlich genau definiert was gemacht werden soll.

1. Entkernen (hat Abrissunternehmer zu 90% gemacht, 10% fehlen noch)
2. Dachdecker: Evtl vorhandene Windrispenlatten durch geeignete Windrispenbänder ersetzten.
3. Dachdecker: Unterspannbahn liefern & zwischen den Sparren mit Anpresslatten einbringen, Abstände Sparren zwischen 11 und 97 cm, Durchschnitt 74cm. Hersteller: Förch
Produkt: ThermaX D-SK
4. Zwischensparrendämmung 120mm Minalwolle WLG 32 liefern & einbringen, Dachsparren werden nicht übermessen, Hersteller Ursa, Produkt: SF32 Plus
5. Dampfbremse feuchtevariabel auf Holzfaserplatten dicht befestigten, Wandanschluss herstellen, Produkt: Pro Clima Intello Plus
6. Holzfaserdämmplatte 40mm auf Dachsparren aufbringen. Hersteller: 'Pavatex', Produkt: 'Pavadentro'
...und so weiter.

Auf jeden Fall: Der Dachdecker hat sich offenbar das LV nicht richtig durchgelesen und spontan die Unterspannbahn nur festgetackert statt Sie mit Anpressleiten fest zu machen. Das mit den Anpressleisten hatte ich von einem, ich sag mal, erfahrenen Sanierer gesagt bekommen und deswegen so ausgeschriegben. Tja, jetzt ist bis zum Holzfaserdämmung alles drauf, ich habe erst nach 2 Tagen mitbekommen das der Dachdecker schon im Haus ist und da arbeitet....und hat die Unterspannbahn nicht so festgemacht wie ausgeschrieben. Zu rund 40% ist schon verkleidet (bis zum Punkt Holzfaserplatte).

Sprich um das richtig zu machen müßte er alles wieder ausbauen. Ich denke aber mal bei dem Gespräch wird er dafür plädieren das so zu lassen und mir irgendwas anbieten (ach ja, das anbringen mit Anpressleisten ist auch rund 3x so teuer wie nur zu tackern - und bepreist ist das richtig, mir wurde von einem anderen Dachdecker das Tackern alternativ angeboten).

Aber ganz ehrlich: Ich habe mir lange Gedanken drüber gemacht, viele Ratschläge eingeholt und will das anfürsich auch so haben (mit den Anpressleisten). Vorteil: Winddicht, gewisse Spannung, ggf. besserer Wasserablauf, etc...

Tja, nun was tun: Stur bleiben und einen missmutigen Handwerker riskieren (ich brauchen Ihn ja noch) oder irgend einen Kompromiss eingehen (obwohl...ist mein Haus, will ich nicht).

Euer Rat?



Ausschreibung und Angebot



Wenn ich was ausschreibe ist doch der Sinn, das vergleichbare Angebote eingehen, die ich abwägen kann. Was hat der DD denn im Angebot geschrieben? Wenn Du Dir sicher bist, das Anpreßleisten die wirklich bessere und dauerhaftere Lösung sind, würde ich rückbauen lassen. Schreib doch mal Forumsmitglied Danilo Conraths ( der Dachdenker) einen Gästebucheintrag und frag um Rat, wie sinnvoll Anpreßleisten wirklich sind und ob sichs lohnt einen Rückbau zu fordern