Dachdämmung mit Massivholz

05.04.2014 Famus



Guten Tag,

wir sind in der Vorbereitung der Sanierung eines (noch nicht erworbenen) Hauses von 1936 mit rd. 170qm Größe auf 3 Ebenen. Die 3. Ebene ist über den Dachboden vom Dach abgetrennt. Die 3. Ebene soll in der Höhe erweitert werden durch i.W. Entfernung des Dachbodens (3. Ebene nur 2,30m hoch).
In diesem Zusammenhang soll das Dach von innen gedämmt werden. Aktuell ist eine ca.15 Jahre alte Zwischensparrendämmung vorhanden, die, so hat es äußerlich den Anschein, verschimmelt ist - muß also entfernt werden. Aufgrund der äußerlich sichtbaren Verschimmelung habe ich relativ lange im Internet nach Alternativen zu der jetzigen Dämmform gesucht, aber so richtig eigentlich nichts gefunden, welches mir das gute Gefühl gibt, die Schimmelrisiken in Zukunft in Griff zu haben. Immer wieder bin ich auf die Massivholzdämmung von Konrad Fischer gestoßen, aber wie diese tatsächlich umgesetzt werden kann, nicht; des Weiteren konnte ich auch keine Erfahrungsberichte von Bauherren lesen, die ein paar Jahre in einem Haus wohnen, wo das so umgesetzt wurde - ich hoffe deshalb
a.) auf konrekte Hinweise zur Umsetzung einer Massivholzdämmung (Beschreibungen, Zeichnungen, Fotos...)
b.) Erfahrungsberichte nach Umsetzung
c.) weitere Alternativen zu Massivholz ohne Chemie und Schimmelrisiken

Ich freue mich auf viele Tipps, vielen Dank vorab.
Famus



Massivholzdämmung



Für eine Massivholzdämmung, die den Anforderungen der EnEv genügt (U-Wert = 0,24 W/m2K), benötigen Sie ein Holzpaket von 52cm Dicke mit einem Gewicht von 234 kg/m2 und geschätzten Materialkosten (ohne Einbau) von etwa € 220,- bis € 250,-/m2. Dazu noch die Dachstuhlverstärkung für die zusätzliche Auflast aus dem Holzpaket.Eine Dämmmung mit Holzweichfaserplatten ist für 1/5 des Preises zu bekommen.

Über Konrad Fischer kann man sich lange und beherzt streiten -was man auch regelmäßig hier im Forum tut- ernst nehmen muß man vieles nicht.

Deswegen:

a) viel hilft viel. Fragen Sie Ihren Zimmermann + Statiker und berechnen Sie die Kosten
b) gibt es noch nicht, wegen a)
c)jede Menge, es kommt nur auf den richtigen Dachaufbau an. Wenn Sie eine unterlüftete Dacheindeckung haben (Konterlattung + Lattung) werden Sie keine Probleme haben, einen funktionsfähigen Dämmaufbau Ihrer Wahl einzubauen

und d) kaufen Sie daß HAus nicht ohne vorherige Begutachtung durch einen Architekten/Bauingenieur, der Ihnen den Erhaltungszustand untersuchen und die zu erwartenden Sanierungskosten überschlägig benennen kann. Wenn Sie nur geringe oder keine Kenntnisse der Altbausanierung haben, sollten Sie auch die Gesamtplanung in die Hände eines solchen Fachmannes legen.

Spätestens beim Entfernen des Dachbodens (wenn´s denn geht) ist der Statiker und der Architekt für den Bauantrag gefragt. Für manches andere vorher auch, vermute ich.



Dem...



schließe ich mich an.

Wenn Sie freilich etwas mehr Geld in die Hand nehmen wollen (Kompletterneuerung Dachstuhl), bauen Sie das Dach aus NUR-HOLZ Elementen neu. Die Dämmwirkung ist ca. doppelt so gut wie die massiver Balken, eine Stärke von 22cm zzgl. moderater HWPL-Dämmung außen wird dann genügen. Vorteil: Die Innenseite der Elemente ist ein geschliffenes Holz und wohnfertig.

Aber so weit werden Sie nicht ausholen wollen, und ob der Statiker die beträchtlichen Lasten und ein Haus der 30er Jahre, wo man vielleicht etwas sparsam gebaut hat, zusammenbringen kann, bedarf eh der Prüfung.

Grüße

Thomas



Fehlt



Manchmal wünsche ich mir denn doch den "Daumen hoch"-Buttton...



Immerhin...



sind 2,30m Wohnhöhe in der 3. Ebene gar nicht so wenig.

Vielleicht geht Ihr noch 'mal in Euch, ob sich der Aufwand des Öffnens der Balkenlage wirklich lohnt. Die Struvesche Lösung ist auf jeden Fall deutlich preiswerter zu haben.

Grüße

Thomas



Danke



Vielen Dank für die Infos und Meinungen.