Dachbodendecke dämmen

21.04.2014



Guten morgen

Ich habe eine Frage und ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Bei mir sthet eine Dämmung der obersten Geschossdecke (Fußboden des Dachbodens) an.

Zur Zeit sieht es folgendermaßen aus. Die Decke ist etwa 8 cm mit Dreck und Schutt gefüllt. Darüber liegt eine Uralte Holzlattung.

Den Dreck bekommt man kaum raus.

Mein Plan war es jetzt 100x100mm KantHölzer zu besorgen, diese mit der Latt ng und den Darunter liegenden Balken zu verschrauben und die Zwischenräume mit 100mm Klemmfilz zu Dämmen.

Mir ist bewusst das 100mm etwas wenig sind. Allerdings hab ich die Kanthölzer für die Knapp 90m2 hier noch rumliegen. Neue 160mm wären Mehrkosten von über 700Euro.

Ich würde Das unter das Klemmfilz und darüber eine Dämpfbremse anbringen. Das Filz praktisch einpaken.

Auf die ganze Konstrucktion kommmen dann 19mm Spanplatten damit das ganze begehbar und als Abstellraum nutzbar bleibt.


Kann ich das so machen oder hab ich Denkfehler?

Haus ist knapp 100 Jahre alt und ich bin finanziell leider nicht so gut aufgestellt. Daher sollte es möglichst günstig aber auch kein Pfusch werden...

So wie aufgeführt würde mich die komplette Bodendämmung ca. 700-800Euro kosten.vielleicht noch wichtig. Das Dach an sich ist ungedämmt und an den Seiten offen...also man kann minimal raus schauen. ( Ringanker)

Wenn ich hier Fehler drin hab oder Ihr gute Alternativen kennt wäre ich über Hilfe sehr dankbar.

Gruss und schöne Ostern



Micha



das



ist grundsätzlich falsch !!

Der Aufbau wurde oft genug besprochen - bitte mal selber recherchieren und auch die Alternativen beachten.



ähhhmm



Das hilft mir nicht besonders.....

Hab gedacht das ist ein Forum wo man ne Antwort bekommt.

Wenn ich durch Recherchen weiter gekommen wäre, würde ich hier nicht Posten sondern einfach loslegen.

Gruss

Micha



die



Antworten sind im Forum enthalten. So viel Langeweile habe ich auch nicht. Es ist meine Freizeit.





Hab jetzt einige Beiträge durch. An dem Aufbau ist grundsätzlich nichts falsch. Nur die Alte Lattung über den Deckenbalken wird sonst nich erwähnt. Diese sollte aber wohl keine Probleme machen. Dampfsperre kommt vollflächig drauf und drunter.....

In dem Forum findet man übrigens sehr schwer etwas.....die Suche und übersicht ist nicht besonders.

Und an Olaf. Wenn du keinen Bock hast kannst du es dir gleich sparen zu Antworten. Und wenn dir deine Freizeit zu schade ist bist du in einem Forum falsch aufgehoben.


Wenn noch jemand Tipps hat wie man es besser oder anders machen sollte kann er gern schreiben


Grüße

Micha



?



sagt wer ?



Killing me softly



Ja , Du machst einen Denkfehler... Und diese oder ähnliche Fragestellungen sind wirklich schon sehr oft behandelt worden. Ich könnte Dir, Deine Idee zugrunde legend, ziemlich einfach ein paar Verbesserungsvorschläge unterbreiten, um Deine Dachbalken noch schneller zu "killen"...

Nun denn, sei es drum... statt Theorie und Grundlagen, lieber eine praktikable Lösung unter Einbeziehung des zu Verfügung stehenden Materials:
Das ganze beispielhaft, OHNE DIE GENAUEN VERHÄLTNISSE vor Ort zu kennen, ist eine Empfehlung ür DIE optimale Lösung nicht möglich, das keine allgemeingültige Gebrauchsanleitung...

1. halbwegs preisgünstig & geringer Aufwand:
- Entfernen des alten Holzbelags, wenn statisch möglich (--> mögliche Scheibenwirkung), nur wenn "morsch"... wenn nur "Alt", dann einfach belassen.
- keine Dampfsperre
- vorh. 10er Kantholz quer zur Balkenlage, dazwischen kapillaraktiver diffoffener Dämmstoff WLG 040 oder besser
- diffusionsoffene Folie/Papier als Rieselschutz
- 24er Rauhspund mit offener Fuge

2. baulich aufwändiger, preislich ähnlich, Dämmung besser
- Entfernen der Füllung, egal ob "Rausschaufeln" von oben, wenn der Holzbelag statisch als Scheibe wirkt (s.o.) abschnittsweise... ansonsten durch Entfernen der Deckenverkleidung und des Fehlbodens, dann Plumpst der "Dreck" schon beizeiten... Vorsicht bitte, könnte schweres Zeug runterkacheln...
- Dämmfüllung der vorhandenen Balken (80mm), je nachdem ob die Verkleidung oder der Holzbelag FB DG noch existiert von oben oder unten mit diffoffenem kappaktivem geeigneten Dämmstoff
- Bei Entfernen der der alten Verkleidung zur Beruhigung teure feuchtevariable Dampfbremse ("Intelleo" o.ä.) unter die Balken, neue Verkleidung... ODER: vorh. 10er Kantholz quer zur Balkenlage, dazwischen kapillaraktiver diffoffener Dämmstoff WLG 040 oder besser
- diffusionsoffene Folie/Papier als Rieselschutz
- 24er Rauhspund mit offener Fuge

Es sind natürlich noch andere Aufbauten sinnvoll...

Was das jetzt mit "Ringankern" und Seitenwänden, durch die man durchschauen kann, zu tun hat verstehe ich nicht wirklich...

Anbetracht der wahrscheinlichen Tatsache, dass wohl noch weitere Fragen kommen werden, solltest Du es Dir überlegen, ob es sinnvoll ist, hilfsbereite, sachkundige, langjährige und "verdiente" Community-Mitglieder einfach mal so schräg von der Seite anzumachen...

Killing Me Softly - Roberta Flack (1973)



ich hätte es mir schlimmer



vorgestellt.
Aber OSB würde ich auch gegen Schalbretter tauschen und Holzfaser wäre die deutlich bessere Wahl.
Die Dampfbremse gehört wenn, unter die Decke.



Vielen Dank



Danke schön mal für die tollen Antworten.

Die alte Lattung ist nicht morsch. Nur Alt ebend.

Mein Fehler lag als bei der Dämpfbremse und dem oberbelag der später zum begehen dient. (Thema Diffusionsoffen)

Allerdings versteh ich das nicht genau. Wo genau müsste man dann die Dämpfbremse anbringen wenn man eine benötigt?

Der Aufbau der Decke sieht ja so aus.

Tapete - StrohPutz - Holz - Balken mit Dreckschüttung zwischen - Alte Holzlattung (begehbar)


Der neue Aufbau wird dann

Tapete - StrohPutz - Holz - Balken mit Dreckschüttung zwischen - Alte Holzlattung (begehbar) - Diffusionsoffene Folie - Kanthölzer quer zur Balkenlage - dazwischen 100mm Dämmung - Diffusionsoffene Folie - 24er Rauspund mit offener Füge

Wärre dann alles ohne Dämpfbremse.

In den Bild von fabig ist über und unter der Dämmung auch eine Dämpfbremse

Nehmts mir bitte nicht übel wenn ich etwas begriffsstutzig scheine. Will nur alles richtig machen.

Gruss

Micha





Das Problem ist immer das Kondenswasser, welches unter der OSB nicht wegtrocknen kann und dafür sorgt, das einerseits irgendwann die Dämmung nass ist (die dann nicht mehr dämmt) und andererseits, das Holz wieder in den nahrhaften Zustand übergeht. Den Rest erledigt dann Käfer und/oder Pilz.



Die Dampfbremse



gehört immer auf die WARME Seite!

Die alte Lattung(Dielung) ist alt...wennn ich hier alles raus reissen würde was alt ist,dann wär die Hütte weg ;-)

Was hast du vor mit dem Dachboden,du verschenkst ja mit deinem Aufbau 12-13cm an Höhe?

Grüße Martin



Dachboden



Der Dachboden ist nur abstellraum. Das soll er auch weiterhin blieben. Weiterhin ist die Deckenhöhe sehr großzügig. Ist ein Spitzdach und bis zur Spitze gute 3 Meter.

Danke erstmal für die ganzen Tips.

Gruss

Micha



Unser Aufbau



Unser Aufbau sieht so aus (von innen nach außen):
Kalk- oder Lehmputz
Lehmumwickelte Hölzer an Balken
Rieselschutz diffusionsoffen
Isofloc
Dielung

Wir haben die alte Schüttung aus Dreck und Fehlboden entfernt.