Dachboden dämmen?

24.11.2008



Hallo,
wir sind seit einem Jahr stolze Besitzer eines alten Hauses.
Wir wollen vorrübergehend unseren Dachboden dämmen.
Erster Gedanke war OSB-Platten 12er auf den Dielenbrettern Verlegen dann Styropor darauf 100er Dach und Bodendämmplatten darüber nochmal OSB-Platten 15er.
Das wäre die Dauerhafte Variante.
Nun meine frage: Benötigen wir trotz OSB-Platten noch ne Dampfsperrfolie, oder genügt es ne Dampfsperrfolie auszulegen darüber Styropor und gut? Muß vorerst nicht begehbar sein, und wenn Denke ich genügt es zum laufen ein paar Schaltafeln oder Baudielen zu verlegen. Das wäre die vorübergehende Variante.
Genügt für die Dämmung 100er Styropor oder besser das doppelte?
Würde mich über jeden tip freuen.
Alex



Im Altbau sind künstliche Schäume



grundsätzlich problematisch. Styropor-Dämmung funktioniert auf Dauer nur richtig, wenn tatsächlich keine Feuchtebelastung vorhanden ist - die Dampfbremse - besser -sperre muss also ordentlich verlegt sein. Genau das ist im Altbau kaum möglich. Mögliche Konvektionsschäden werden dann nur in andere Bereiche des Baus gedrängt.

Ich hätte natürlich noch ein paar baubiologische Gründe gegen den Schaum aber das o.g. sollte reichen.

Ein dampfoffener Aufbau ist sehr gut mit Holzämmplatten möglich, die man später (Du schreibst von "vorübergehend") auch noch andersweitig gut verwenden kann.

Dazu braucht Ihr keine Dampfbremse. Die Platten sind selbst belastbar - Laufflächen kann man mit breiten Brettern oder einzelnen (die Betonung liegt auf "einzelne") OSB-Platten schützen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Hallo Alex und Moniek,

bei einem 250 Jahre alten Haus gehe ich mal von einer Holzbalkendecke aus. Wenn die Räume unter dem ungeheizten Dachraum als Wohnraum genutzt werden muss der darüber liegende Aufbau diffusionsoffen gestaltet werden. Eine Dampfsperre oder - bremse hat hier nichts verloren.

Die OSB-Platten (Kleberanteil von etwa 8%) sind auch in gewisser Weis "dampfbremsend", ja manche Plattentypen werden sogar hierfür konzipiert und eingesetzt. So einige DWD-Platten sind diffusionsoffener als OSB-Platten.

Wenn nun die auch nur vermindert dampfbremsenden OSB-Platten im kalten Dachraum liegen kann sich auch an ihnen die Feuchtigkeit niederschlagen, erst recht beispielsweise über Bädern. Die Feuchtigkeit wird teilweise durch die Platte diffundieren und/oder aber an eben den kältesten Plattenbereichen, den Stoßfugen, ausfallen.

=> Kurz und gut: ich mag das Zeug nicht.

Mal weiter: Jetzt kommt also das Styropor oben drauf. Kann unter Laborbedingungen funktionieren. Das Material muss aber flächig aufliegen ohne irgendwo Hohlräume oder Spalten (auch keilförmige) zu bilden. Besonders anspruchsvolle Punkte stellen sich dem geneigten Selberbauer am Anschlusspunkt: Außenwand/Dachboden/Dachhaut. Hier wurden bereits von vielen Profis Pilzzuchten eröffnet.

=> Kurz und gut: ich mag das Zeug nicht.

Wenn eine Dämmung des Bodens realisiert werden soll, würde ich versuchen im Wesentlichen im ähnlichen, ungeschäumten Material zu bleiben. Anzudenken wäre => auf der Dielung Lagerhölzer aufzubringen und diese entweder mit einer Schüttung oder aber nach Aufbringen von Rieselschutz und einer Rauspundlage im Einblasverfahren (z.B. Zellulose) zu befüllen.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Im Grundsatz bin ich der Ansicht meiner Vorredner



ich würde allerdings nicht so ohne weiteres auf eine Dampfbremse verzichten. Es wäre gut ein paar Informationen über den Deckenaufbau und den Wand/Dachanschluss, gibt es zu haben.
Gibt es einen Drempel?
Handelt es sich um Fachwerkwände oder Massivbau?
Die Zellulose könnte unter Umständen später sogar wieder ausgebaut und erneut eingeblasen werden.



Dachboden dämmen



Hallo,
danke für die Antworten.
Also, um auf ein paar Fragen einzugehen.
Die Basis unseres Hauses ist ca 250 Jahre alt.
In den Nachkriegsjahren wurde da so manches verändert.
Wir haben im Keller Sandstein Mauern und Beton Elemente.
Im Erdgeschoss haben wir Wände aus Fachwerk, die zum Teil mit Holz das mit Stroh umwickelt ist und Lehm aufgefüllt wurde.
Andere bereiche der Gefache sind mit Sandstein und Lehm gefüllt, wieder andere mit Sandstein, Natursteinen und/oder Ziegelsteinen.
Andere Wandbereiche sind aus Blähbeton, andere wissen wir noch nicht da wir nicht alles aufreisen wollen.
Wir werden uns auf dem Dachboden für eine vorrübergehende Variante Enscheiden.
Jetzt nochmal, was wäre die beste Alternative?
Wir haben das Styropor schon da.
Das die OSB-Platte nicht das beste ist ist jetzt klar.
Also Dampfsperrfolie auf den Rauspund, an den Kanten abkleben Übergänge Kleben und dann das Styropor darauf.
Oben drauf nur bei bedarf Laufflächen schaffen und ab und zu nach schauen das keine Pilzzucht entsteht.
Oder das Styropor direkt auf den Rauspund?
Ich werde ein paar Bilder machen und einstellen !
Nächste frage was ist ein Drempel?
Bei den Holländern sind das Erhöungen auf der Strasse um die Geschwindigkeit der Autofahrer im Wohngebiet zu reduzieren.
Gruß Alex



Drempel





Dachboden dämmen



Danke für das Bild mit dem Drempel.
Bei uns ist das offen gestaltet.
Wenn ich auf dem Speicherboden stehe kann ich zwischen den Sparren nach unten ins freie schauen.
Vom Vorbesitzer sind einige stellen provisorisch mit Glaswolle zugestopft.
Man kann sich vorstellen das die oberen Stochwerke zwar aufheizbar sind, aber ne Stunde später ist es wieder kalt.
Wir haben noch ne alte Ölheizung die aber in den nächsten Wochen rausfliegt



also?



ohne Drempel?!



Dachboden dämmen



Hallo,
so wie ich es immoment sehe ja?
Wir haben im Deckenboden Eichenbalken, die laufen bis fast an den ausenrand der Mauer vom Obergeschoss.
Auf diesen Balken sind die Dachsparren aufgesetzt.
Gruß Alex



Dachboden dämmen



Hallo,
so wie ich es immoment sehe ja?
Wir haben im Deckenboden Eichenbalken, die laufen bis fast an den ausenrand der Mauer vom Obergeschoss.
Auf diesen Balken sind die Dachsparren aufgesetzt.
Gruß Alex



Und jetzt bitte noch den



vorhandenen Deckenaufbau.