Lehmdachboden dämmen

17.10.2009



Hallöchen,

ich habe ein 120 Jahrte altes Fachwerkhaus, dessen Lehmdachbodendecke isoliert werden muss. Das Dach soll später einmal folgen.

Wie gesagt, zwischen Obergeschoss und Dachboden befindet sich eine reine Lehmdecke, die teilweise uneben ist.
Darunter befinden sich die Schlaf- und Kinderzimmer. Dementsprechend kalt ist es im Winter.

Gerne würde ich jetzt eine Dämmung des Dachbodens durchführen.

Was ist emptfehlendswert?

Vielen Dank schon einmla für Eure Antworten.



Lose aufblasen....



....mit Zellulose.
Ist die preiswerteste und schnellste Lösung.
Soll letztendlich wieder begehbar sein?
Dann Lagerhölzer entgegengesetzt der Balkenlage auflegen und einen einfachen Raufspund aufbringen.
Mittig offen lassen, dann unterblasen und dann die restlichen Dielen verlegen.

Handewerklicher Gruß,
Udo



Hallo Udo,



...das sieht aus, als hätte die freiwillige Ortsfeuerwehr einen seltenen Schaumangriff geübt...

Gruß...J.



Ich stehe vor dem gleichen Problem (Herausforderung) . . .



und daher interessiert mich das Thema brennend.
@ Udo:
Wie sieht´s mit den Übergangsstellen aus, da wo das Dach den Boden erreicht?
Wie vermeidet man mit deiner Methode Kältebrücken?

Ich habe die Befürchtung, dass man mit einer Dämmung eine Verschlimmbesserung herbei führt, sprich einem nach ein paar Jahren die Balken wegfaulen, o.ä.



....Verschlimmverbessern



Hallo Jürgen,
habe Deine Nachricht erhalten.

Ich sehe das genauso mit dem Verschlimmverbessern. Im Moment bin ich da irgendwie ratlos, was am besten ist....



Gerne würde ich ... nichts verschlimmbessern



... eine Dämmung hätte ich aber gerne schon?

Warum nicht den Rat von Udo annehmen? So schlecht ist der nicht ... eher das Bild von der Zellulose ... das sieht ja wie Glimmerglitzerstyrolamettakunstschneefüllung aus.

Aber es ist Zellulose. Die nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie an die trockene Seite weiter. Der Dachboden dient zum Ablüften. Die Lehmdecken reichen zum Bremsen und wo nicht, arbeitet die Zellulose. Das Material ebnet jede Unebenheit.
Und eine Lösung für evtl. Belastungen hat Udo ja auch beschrieben.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Wie dick wär diese Form der Dämmung?



Was muss man in Bezug auf die Statik beachten, oder ist das Gewicht der Zellulose zu vernachlässigen?
In welchem Preisrahmen bewegt sich eine solche Dämmung?
Gruß
Jürgen



statisch kommen bei 20cm Dämmung ....



... max. bis zu 10kg auf den m². Die Kosten sollten inklusiver Aufbringung unter 18,-- Euro/20cm/m² liegen. Dies hängt aber stark von der Menge und den Gegebenheiten vor Ort ab.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Verschlimmverbessern



Wie hoch sollte die Holzunterkonstruktion sein?



Gestern erledigt



Gestern habe ich gerade wieder eine solche Situation abgearbeitet.
Dachabseiten ohne Dämmung und die Bodendecke ebenfalls ohne.
Schlauch hinein und dann vollgeblasen.
Nach 1,5 h fertig mit der Arbeit.
Nun kann der Winter kommen.

Dämmender Gruß,
Udo Mühle





Hallo Herr Mühle,
die von Ihnen vorgeschlagene Einblasdämmung haben auch wir zur Dämmung unseres Dachbodens in Erwägung gezogen und uns im Fachhandel dazu beraten lassen. Hierbei wurde jedoch darauf hingewiesen, dass eine sogenannte "Dampfbremse" unter der Dämmung angebracht werden sollte. Haben Sie so etwas auch verwandt? Wenn nicht, hatten Sie sicherlich Gründe dafür, die uns natürlich sehr interessieren, da unsere Entscheidung - was und wie - noch nicht endgültig gefallen ist.

Danke und freundliche Grüße