ungenutzten Dachboden kostengünstig dämmen?

21.12.2009



Guten Morgen,

bei den jetzigen Temperaturen haben wir das Problem das unser Schlafzimmer (im 1. Stock, Haus ist ca 1900 erbaut) trotz laufender Heizung nicht wirklich warm wird. Die Decke ist abgehängt und nicht gedämmt. Darüber befindet sich eine Betondecke und der der nicht gedämmte Dachboden! Da an der Einstiegsluke zum Dachboden zu dieser Jahreszeit auch mal Eiszapfen hängen, kann man sich vorstellen wo unsere Heizenergie hin geht... Die Frage nun - wie kann man einen Dachboden kostengünstig dämmen? Da der Boden nicht eben ist, fallen wohl Platten jeglicher Art aus! Vor allem - wie dick sollte die Dämmschicht sein? Bin für jeden Tip dankbar.

Gruss Oli



DHD Doser zum Beispiel



Eine Variante wäre die Verlegung einer DHD Holzweichfaserplatte (http://www.doser-dhd.de/daemm.html). Die Verlegung kann auf einer Schüttung erfolgten, um die Unebenheiten auszugleichen. Die Dämmstärke kannst du ja mal selbst unter www.u-wert.net eruieren. Ebenso das Thema Taupunkt, insofern du den Boden begehbar machen möchtest. Grundsätzlich jedoch nochmal mit jemanden Reden, der das Thema umgesetzt hat. Udo Mühle wäre da sicher ein Gesprächspartner. Bei der Variante mit dem Stufenfalz kannst du später auch noch einen Holzboden auslegen, wenn du die Platten nicht mit Stufe und Pfalz verlegst passt noch ne Latte zur Aufnahme des Holzbodens rein.

Frohes Fest Ray



gleichzeitig



bitte prüfen, ob die Betondecke an der aufliegenden Außenwand bis außen durchgehend ist oder ob eine Ziegelschicht oder eine Sauerkrautplatte (HWL, HERAKLITT) als (nicht ausreichende) Außendämmung der betondecke vorhanden ist. Wenn nicht, sollte versucht werden, diesen Bereich auc noch zu dämmen, ansonst hast Du am Wandbereich der Decke weiterhin die Tropfen hängen !



Moin Oli,



ich hab beim Hebel-Haus meiner Mom stumpf 20cm Rockwool ausgerollt und in der Mitte ca. 15qm mit senkrechten Baudielen + 18mm OSB begehbar gemacht.

Nicht Öko, aber effektiv und kostengünstig und bestens selber zu machen.

Gruss, Boris



Hallo Oliver,



schließe mich Boris vorbehaltlos an. Einfach Dämmwolle Zwischen Lagerhölzern einbringen und mit OSB-PLatten begehbar machen. Geht schnell und ist am günstigsten.

Wenn der Raum für Wohnzwecke genutzt werden soll, dann wäre eher über einen Aufbau mit Schüttung und Dämmplatten nachzudenken. Nach Oben sind den Kosten keine Grenzen gesetzt.

Gruß J. Simon



nur zwei Anmerkungen



Hallo Oliver,

A) Luftdichtheit (Wie und Wo) in Bezug auf den gesamten Dachboden (oder Dämmung nur über SZ?)

B) Zitat: "Da an der Einstiegsluke zum Dachboden zu dieser Jahreszeit auch mal Eiszapfen hängen..." Wie denkst du über eine neue luftdichte Bodentreppe?

viele Grüße
Roddy



Die Betondecke....



scheint kurz vor der Außenmauer "auszulaufen". Ich habe im Prinzip freien Blick auf die Balkenlage und einen Holzbalken der auf der Außenkante der Mauer zu liegen scheint. Im Raum zwischen der Balkenlage und dem Anfang der Betondecke liegt etwas Bauschutt.
Die Betondecke selbst scheint zwischen 16 un 20cm dick zu sein und hat teilweise einen glatten Belag als Oberfläche. Evtl. Estrich?
Die Frage zur Luftdichtheit verstehe ich leider nicht ganz? Der Dachboden an sich ist offen und man hat freien Blick auf die Ziegeln. Die Decken sind alle mit Gipskartonplatten abgehängt - ohne weitere Dämm-Maßnahmen. Allerdings konnte ich an der Dachluke noch eine dünne Schicht Lehm/Stroh erkennen. Somit befindet sich evtl. unter der Betondecke noch einer dünner Fehlboden...

Wünschen allen besinnliche Feiertage und ein frohes Fest!!

Gruss Oli



fehlende Luftdichtheit und deren Konsequenzen...



Hallo Oliver,

ich denke zur fehlenden Luftdichtheit und deren Konsequenzen wird hier im Forum viel geschrieben...
Hier gibt es ebenfalls viele Infos:
http://www.luftdicht.de/einfuehrung.htm

viele Erkenntnisse beim Lesen über die Feiertage wünsche ich Dir...

Roddy



Muss das hier doch nochmal raus kramen...



... Da sich natürlich seit letztem Jahr nicht wirklich etwas getan hat. Muss mich aber bezüglich des Deckenaufbaus korrigieren, da wir mittlerweile bei einem Zimmer mal den Boden und die Decke freigelegt haben. Sprich die Decken im oberen Geschoss haben den folgenden Aufbau (von unten)

1. Decke abgehängt mit Gipskarton
2. 3-4cm Luft (hier war im Testraum leichte Schimmelbildung)
3. alter Putz auf Schilfträger
4. Lehmwickel zwischen Balkenlage (ca. 20cm dick)
5. dünner Bodenbelag (1cm Estrich oder Beton)
6. Kaltdach

Könnte ich auch hier Mineralwolle (160 o. 200mm) zwischen Balken ausrollen und teilweise mittels Rauspund begehbar machen? Auf Grund des Kaltdaches und der Belüftung sollte aufsteigende Feuchtigkeit doch ablüften können oder? Sollte eigentlich nichts aufwendiges werden, da der Dachboden sicher in den nächsten 5 Jahren nicht groß genutzt werden wird.

Gruss Oli



Dann hast du also 9 Monate verstreichen lassen...



OHNE dir grundlegende Gedanken zum Thema "Luftdichtheit" der Dämmung zu machen.
Schade...
Mache es bitte bitte BEVOR du einfach ein paar Dämmaterialien irgendwo hinlegst.

ernsthaft freundliche Grüße
Roddy



Moin Oli,



ich kann mich Roddy nur anschliessen. Du siehst an der Schimmelbildung im Testraum, dass auch nur "kleine" Eingriffe bereits unerfreuliche Nebenwirkungen haben können.....wenn man sein Haus nicht versteht.

Hast du in den anderen Räumen auch wg. Schimmel nachgeschaut?

Gruss, Boris



Bisher...



wurden die anderen Räume nicht untersucht, da sie benutzt werden und ich nicht einfach mal die Decke runter reißen kann! Man sollte aber dazu sagen das der benannte Raum falsch genutzt wurde: Es wurde teilweise Wäsche getrocknet und im Winter nicht groß geheizt. Ich denke da war der Schaden vorprogrammiert.

Zum Thema Luftdichtheit: Die Folie muss dann aber doch auf der warmen Seite angebracht werden oder nicht? Sprich von unten im darunter liegenden Geschoss.

Gruss Oli



Es ist nicht nur wichtig eine luftdichte Ebene zu schaffen..



...sondern diese in einem Gesamtkonzept einzubinden...
Z.B. Konvektion von seitlichen Bauteilen, Bodentreppe usw.

Also lass da mal einen Profi die Analyse machen.

Wichtig ist es, dann auch die luftdichte Ebene zu prüfen!!

viele Grüße
Roddy



Moin Oliver,



musst nicht gleich die Decke runterreissen, 2cm Loch in der kältesten Ecke und mal reinleuchten reicht meisstens für den ersten Eindruck...zu deiner Frage guck doch mal hier:

http://www.ib-rauch.de/bauphysik/sd.html

Gruss, Boris