Dachausbau

05.03.2015 Daniel



Hallo,

nun komme ich doch noch mit meinen Zweifeln zum Dachausbau.
1. Sparren 8/12 unter ca.45° mit Sparrenexpander und bereits ausgeblasen, Betoziegeleindeckung, Raumhöhe 2,2 mit Spitzboden oben drüber. Der Plan ist eigentlich Lehmbauplatten auch auf die Schrägen zu schrauben.
Nur habe ich leider kein Gefühl ob die 35kg/m² jetzt kritisch oder nicht werden? Hintergrund dieses Ansinnen: Masse für die Phasenverschiebung und im besten Falle etwas Abschirmung.

2. Den 24er Giebeln würde ich eine 12er Leichtlehmsteinwand vormauern, alter Putz ist ab. Sollte ja trotz dieser "Innendämmung" keine Probleme geben. Gründe auch s.oben.

3. Muss bei Bj.33 mit PCP oä. an den nun rausschauenden Pfetten rechnen?

Es wird ein Kinderzimmer und hoffentlich bald gescheit fertig.

Danke euch



Dachaufbau



Bei der geringen Sparrendimension und Betondachsteinen auf dem Dach wäre mir das zusätzliche Gewicht zuviel.
Die Sparrenexpander sollen ja nicht das Dach verstärken, sondern nur eine Begradigung und höhere Dämmschicht ermöglichen.
Da wären für die Statik evt seitlich angeschraubte Bohlen günstiger gewesen wenn schon höhere Lasten beabsichtigt waren.

Wenn ohnehin schon Zellulose eingeblasen wurde ( wie viel?) ist ja schon ein entsprechender Dämmstoff vorhanden.
Ansonsten Holzfaserplatten als Untergrund und mit Lehm verputzen.

Beim Giebelaufbau hängt es vom Material der Außenwand ab und welche Werte die Leichtlehmsteine haben?
Auf welchen Unterbau sollen die aufgesetzt werden?

ZB Holzfaserplatten mit Lehm verputzt wären auch eine Möglichkeit die Wärmedämmung der Giebel zu verbessern.

Eine Belastung durch Holzschutzmittel wäre eher durch Anwendung in späteren Jahren zu erwarten- evt nachforschen oder Raumluftanalyse beauftragen.(evt Gesundheitsamt fragen)
Andreas Teich



Anlaschen...



Hallo,

ähnliches war bei mir Thema, nur, dass ich von vorn herein nicht nur aus statischen Gründen 18cm breite Schalbretter an die Sparren (7x11) angelascht habe. Es ist auch einfacher eine plane Fläche für die Unterkonstruktion zu schaffen. Geplant war ursprünglich ein Ausbau mit Fermacell und einer Flächenlast von ca. 30kg/m² (incl. Dämmung).
Nach weiteren Recherchen (Feuchte- und Temperaturverhalten im Sommer) habe ich mich für 16mm Lehmbauplatten + 3mm Feinputz und 40mm Holzfaser-Untersparrendämmung entschieden.

Eine Anfrage bei meinem Statiker, der den Dachstuhl mit einem Ausbau von 30kg/m² gerechnet hatte, gab hier grünes Licht. Die Konstruktion aus 7x11 + 2,5x18 wurde bis 60kg/m² freigegeben. Die größte Spannweite der Sparren liegt zwischen Fuß- und Mittelpfette bei 4,5m.

Nur mit den Sparrenexpandern wird es wahrscheinlich nicht funktionieren, da keine nennenswerte statische Wirkung vorhanden ist. Aber wie der Vorredner ja schon sagt, hast du mit der Zellulose, in Gegensatz zu mir, den besseren Dämmstoff gewählt.

Gruß,
Mario



Dach



ok, das mit dem Sparren ist nun unabänderlich. Die Expander bringen ca. 10cm. Nun gut lassen wir das mit den schweren Platten.

Wäre es auch praktikabel auf die bereits vorhandene Querbretter Schilfrohr aufzutackern und zu verputzen?

Der Giebel (Ziegelwand) steht auf einer 36er-Wand und ich würde die LL-Mauer (Dichte 0,7) ohne Luft hochziehen und den Holzsturz aufdoppeln. Halten die LL-Steine oder sollte man die Fenster doch einrahmen damit mit man eine Fensterbank gescheit auflegen kann?

Danke



Innendämmung



Nehmen Sie statt einer Vormauerung Udi- inReco von Unger- Diffutherm. Ihr Kreuz wird es ihnen danken.



Dachausbau



Schilfmatten dürften kein Problem sein wenn der Untergrund stabil ist, ebenso die Lehmsteine, wenn die auf einem Mauersockel aufliegen.

Eine Fensterumrahmung aus Holz ist mehr zur Arbeitsersparnis und Kantenschutz sinnvoll- als Fensterbrettunterstützung wäre sie kaum nötig.

Einen richtigen Holzsturz würde ich nur bei einem breiten Fenster nehmen, sonst eher ein dickeres Brett und die 1. Lehmsteinlage darüber senkrecht wie beim Klinkern verlegen.

Wärmebrücken vermeiden und an eine gelegentliche Verbindung der Lehmsteine mit der Giebelwand denken- hängt natürlich von der Wandhöhe ab.

Andreas Teich



Dachaubau



vielen Dank Herr Teich.

stimmtm, für die Schilfrohmatten bräuchte man eine Fläche, sonst lägen ja die Matten zw. den Brettern hohl.
Das mit den Wärmebrücken ist im Altbau so ne Sache. Im Altbau schwierig zu vermeiden. Deswegen ja auch der ganze Lehm.
Die 36er Wand ist hohl bzw. mittlerweile ausgeblasen.

Eine Analyse habe ich auch angefragt:ab 225,- + NK + Mwst!



Dachausbau



Was meintest du mit Analyse bzw was soll das genau beinhalten?

Andreas Teich



Analyse / Fussboden



PCP usw. aber in Abhängigkeit.
Ein anderer arbeitet für 60,-/h + Labor und Mwst.
Mit solch schwammigen Aussagen macht das kein Spaß.
Man meint ja als Laie, man schickt ein Span oder Fläschen Raumluft ein und ab ins Gerät - fertsch.

Wenn ich die Pfetten eh mit einputz ists doch im Endeffekt egal ob mit oder ohne. Eine andere Chance hätte ich doch sowieso nicht?

Auf den alten Dielen liegt noch ein Teppich mit "Filzrücken" der teilweise an den Dielen klebt. Jetzt könnte man 12 der 40m² rausreisen und neuen Rauspung reinlegen oder ein Winddichtung auf die alten Dielen legen damit der alte Scheiß bleibt wo er ist.

PS auf die alten Dielen sollen quer neue Dielen geschraubt werden, da, weil Zwischenwände fehlen, auch der Fussboden lückenhaft ist.



Dachausbau



Hallo

PCP wurde sicher nicht in den 30er Jahren verwendet- sowas war eher in den 70-ern.
Nur einputzen würde nicht reichen- der Putz wird kaum dampfdicht sein.
Wegen Raumluftanalyse würde ich bei Gesundheitsamt fragen, ob die Tipps haben- evt Mieterverein nach Adressen fragen.

Teppich und alte Böden würde ich komplett herausreißen.
Dann siehst du was drunter ist- kannst ggf noch dämmen und ausgleichen und es wird stabiler auf die Balken zu schrauben statt in alte dünnere Bretter- außerdem knarrt das deutlich mehr.

Andreas Teich



Dielen



sind alle 23mm. Die alten Teppiche fliegen raus, keine Frage. Aber auch die Dielen? Das sorgt für ne Menge teures Altholz, oder mit was wurden die Dielen damals behandelt, dass man die ggf. doch in den Ofen stecken könnte?
Diele auf Diele hat den Vorteil, dass man sich um Stücke bei fallender Längen keime Gedanken manchen muss.(mMn)



Dielen erneuern



Hallo
welche Farbe haben denn die alten Dielen ?
Evt wurden die gar nicht behandelt bei untergeordneten Nebenräumen.
Ansonsten werden die sicher als Sperrmüll weggehen oder jemand bastelt sich was für seinen Garten- eine Gartenlaube, Hochbeet etc wirds immer noch ergeben können.

Bei Systemdielen-rundum genutet und gefedert kann der Stoß auch im freien Feld liegen-ansonstene einfach lange Dielen nehmen und bei der Länge sehen, daß nicht zuviel abfällt.

Das ist aber immer noch viel sicherer und gibt eine viel bessere Befestigung als auf alten Dielen zu verschrauben.

Außerdem siehst du dann gleich was drunter ist, kannst evt noch etwas verbessern,ausgleichen, Leitungen,Leerrohre etc verlegen.
Im Grunde kostet es das Gleiche und du sparst das zusätzliche,fast immer notwendige Festschrauben der alten Dielen.
Hast du einen Lieferanten für Dielen ? wieviel qm benötigst du und welche Sorte wolltest du nehmen ?

Andreas Teich



Dielen



Hallo,

eine Art rot-braun.
Das Rausbauen hatte ich im Bad gemacht. Dort hatte ich auch die Schlacke ersetzt für den Fall, dass doch mal größere Mengen Wasser durchrutschen. Jedenfalls knarzen die Eichen-Dielen teilweise und das trotz Kokosstreifen.
Im Dach ist auch Schlacke drin und den Dreck würde ich am liebsten auch einfach unter den alten Dielen belassen und quasi iwSdW keinen Staub aufwirbeln.

Das mit Diele auf Diele habe ich breits in beiden Fluren geübt. Das waren 21 oder 23er Seekieferdielen von woodline. Der Kosten wegen auch Plan A fürs Dach.



Dielenfarbe



rotbraun= ochsenblut

Wenns knarzt ist irgendwo Bewegung drinnen.
Wie ist dort der Aufbau und wo ist der Kokosstreifen verarbeitet?

Die alte Füllung würde ich eh drin lassen nur besser dicht Auffüllen mit zB TZellulose bis Unterkante Dielen zur Vermeidung von Resonanzräumen.

Andreas Teich



Kokosstreifen



auf den Balken, dann die Dielen. Habs aber damals aus Zeitgründen vom Zimmermann machen lassen. Die Fa. ist nach all den "Erfahrungen" nicht wirklich zu empfehlen.

Die Zwischenräume sind voll, es müßte wenn eher ganz dünne Holzfasermatten geben. Zellulose staubt so häßlich.

Bleibt noch die Decke, krumm und leicht rissig.

Variante A: Abhängen mit Paneele (falls später ein Ofen reinkommt ggf. Problem wegen Raumhöhe)

Variante B: Abhängen mit Rigidur H10 (bringt das wirklich was?) Könnte man machen lassen, wegen der leidigen Schleiferei.

Variante C: Holzfaserplatten als Putzträger (händisch über Kopf putzen ist aber S***gang)