Dachaufbau bei abgehängter Decker welche am Sparren befestigt ist

20.08.2008



Hallo,

wir wollen das Dach neu dämmen. Jedoch macht der bisherige Dachaufbau das ein wenig schwierig.
Das Haus ist Baujahr 1977 und war eines der ersten Fertighäuser.
Die Decke ist durch eine Lattenkonstruktion an den Sparren befestigt. Es gibt keine Dampfbremse noch Unterspannbahn.
Zur Dämmung soll der freie Bereich zwischen den Sparren genutzt werden.
Wenn wir Vorschläge von Dachdeckern einholen sehen die in den vetikal stehenden Latten (siehe Bild) kein Problem. Man würde die Dampfbremse einfach darumlegen. Doch kann man das sauber ausführen ohne eine Kältebrücke an diesen Stellen entstehen zu lassen?
Da unter den Sparren keine Unterkonstruktion besteht, würde die Dampfbremse nach unten Durchhängen. Sollte diese in den unteren Ecken mit Latten befestigt werden?



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Da es nur 16/8 Sparren sind ist die Überlegung Aufzudoppeln oder eine Weichfaserplatte zu benutzen. Gibt es hier Vor- und Nachteile?

Hier noch ein Bild laienhaft von der Konstruktino gezeichnet.



Dachdämmung



Zur Zeit haben Sie ein Kaltdach mit vermutlich ausreichender Durchlüftung, die auch nötig ist.
Nachteil: Freie Mineralfasern bedenklicher Konsistenz, geringe Dämmwirkung und mangelnde Wasserdichtigkeit des Daches bei eventuellen Schäden.

Jatzt wollen Sie ein Warmdach daraus machen, was ein erheblicher Eingriff ist:
Sie brauchen nämlich
1. eine Dampfsperre
2. mehr Platz für die Dämmung
3. ein regendichtes Unterdach.
Und bei der Aktion wird Ihre Dachhaut in Mitleidenschaft gezogen. Nicht billig, denn es verschwindet das ganze Dach.
Das müssen Sie sich klar machen, alles andere sind Halbheiten, die irgendwann zu Schäden führen werden.

So ginge es, wenn Sie es auf sich nehmen wollen:
Dach runter, neues drauf: bituminierte Weichfaserplatte oder Rauhspund aufnageln, Unterdeckbahn aufbringen, Konterlatten und Traglatten, neue Ziegel, Anschlüsse und Entwässerungen.
16 cm Klemmfilz rein, Dampfbremse rein, Traglattung quer zu den Balken von innen, 4 cm Dämmstoff (z.B.Weichfaser) dazwischen, Wandinnenschale montieren.

Bei alledem bitte darauf achten, daß durch das neue Material keine Überlastungen der Statik zu befürchten sind.

Grüße vom Niederrhein



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Danke für die Antwort.

Leider ist es nicht vertretbar die Innenkonstruktion abzunhemen. Daher muss alles von außen gemacht werden. Daher ist meine Frage wie so etwas fachgerecht ausgefüht werden kann.
Daher ist die Vertikallattung auch im weg.

Gruß
Alex



Dachaufbau



Hallo,

Vorab: So wie Ihre Skizze 2 geht es gar nicht.
Außerdem versteh ich jetzt gar nicht mehr, welche Arbeiten Sie noch akzeptieren würden und welche nicht.
Wollen Sie das Dach (Ziegel) abnehmen oder nicht ?

Grüße



Dachaufbau



Ich nehme Bezug auf Ihre Skizze.

Wenn der Dachboden nicht benutzt oder ausgebaut werden soll, würde ich überhaupt keine Dämmung unter den Dachziegeln verbauen, damit haben sie das Problem für die Folie (Dampfsperre) gleich gelöst.
Denn die Dämmung nutzt so weder ihrem Geldbeutel noch ihrem Haus. Enorme Installationkosten und keinerlei Energie-Ersparnis. Bitte vergleichen Sie die hiesigen Kosten und die eventuell einzusparende Energie. Letzteres wird sie enttäuschen, da die verbaute Dämmung im Winter rein gar nichts zum dämmen haben wird. Ihre warme Heizungsluft wird es eh schon schwer haben überhaupt sich in die erste Lage der Dachabhängung durchzubohren.

Für den besseren Sommerschutz KÖNNEN Sie den Dachboden (Boden) durch Massivstoffe erweitern und ergänzen. In Frage käme z.B. Holz in Form von Rauhspund oder Holzfaserplatten.

Gruß

Alexander Zima