Dachaufbau bei unbeheiztem Sommerhaus

15.05.2014



Sodele,
nachdem nun das Dach neu gedeckt ist, die gröbsten Schäden in Statik und Holzkonstruktion beseitigt sind gehts nun an die Herstellung eines halbwegs nutzbaren Zustands ;)
Durch die Sanierung einiger Deckenbalken ist die Decke in einem Raum nun geöffnet bis zum Dachstuhl. Da der Raum bei wieder geschlossener Decke seehr niedrig wäre ( 1,95 m ) würden wir diesen Bereich gerne mit geöffneter Decke belassen. Da der Anblick der Unterspannbahn nicht der schönste ist, soll der sichtbare Bereich verkleidet werden. Im Zuge dieser Arbeit würden wir gerne zumindest etwas dämmen - hauptsächlich gegen sommerliche Hitze, da das Haus nicht zur Nutzung im Winter vorgesehen ist. Ein Kaminofen ist allerdings in diesem Raum vorhanden....für kühle Sommerabende und den Übergang.
Die Wände sind noch an 3 Seiten Fachwerk mit Lehmstaken und Lehmputz und die Außenwand aus Reichsbrandziegeln mit Kalkputz, alte Einscheibenfenster und undichte Haustür incl.
Bisheriger Aufbau:
Ostseite
Dachziegel
Lattung und Konterlattung
diffusionsoffene Unterspannbahn Delta Vent
Sparren ( Stärke variiert stark zwischen 16 umd 24 cm.... )

Überlegung:
Luftraum 2 cm
Pavatherm oder Steico in 6cm
Hobeldiele auf Lattung zwischen den Balken

damit würden die Sparren noch sichtbar bleiben können und nicht wie angepappt aussehen...

Die EnEv findet in diesem Haus keine Berücksichtigung da eine Nutzung unter 9 Monaten je Jahr vorgesehen ist

Ich hoffe, dass wir hier noch einige Anregungen bekmmmen können, die uns vor schadensanfälligen Fehlern bewahren.

DANKE
anna



Anregungen



Nicht falsch verstehen - bin kein Fachmann und spreche nur aus Erfahrung beim Eindecken unseres Daches.

- Sparren ( Stärke variiert stark zwischen 16 umd 24 cm): Wurden verschiedene Stärken verbaut oder variieren die Sparren in der Länge zwischen 16 und 24 cm?
- Luftraum 2 cm: dafür hast du die Konterlattung
- Pavatherm oder Steico in 6cm: die Marke ist sicher egal aber von 6cm Dämmung ist nicht allzuviel Wirkung zu erwarten.
- Hobeldiele auf Lattung zwischen den Balken: Wenn's schee macht :-)



grinns



Die Sparren wurden tatsächlich in verschiedenen Stärken verbaut.
Das gute Häuschen ist annähernd 200 Jahre alt, und da wurde verwendet und recycelt, was gerade so da war...
Wir haben auch verschiedene Sparrenabstände von 75 bis knapp 110 cm.....ganz ursprünglich war wohl mal eine Stroheindeckung drauf

Der Luftraum sollte so wie ich informiert sind immer noch zwischen Unterspannbahn und Dämmung sein, sollte bis an die Folie gedämmt werden können würde sich die Dämmstärke sicher erhöhen können.

also korrekt:
Ziegel
Lattung und Konterlattung
Delta Vent
Luftraum 2 cm
Dämmung 6 cm oder mehr
Hobeldielen 19 mm
( ja wirkt dann schon etwas bayrisch ;) ), gerne auch anderes Material, aber es muss halt mit den doch etwas härteren Bedingungen klar kommen. Zudem ist die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion doch leicht begrenzt, eine Biberschwanzeindeckung war lt. Dachdecker und Zimmermann jedenfalls nicht anzuraten....

Dass 6 cm Dämmung nicht die Rieseneffekte bringen ist mir auch klar, aber ich hatte zumindest auf einen gewissen Effekt beim Abbau der Hitzeeinwirkung gehofft. Sollten Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis stehen, würde ich mir diese Arbeit allerdings auch durchaus gerne schenken..



Hitzeschutz



Das Ding ist, du erreichst mit einer massereichen Dämmung (wie war das mit der Tragfähigkeit der Dachkonstrucktion?) nur eine Phasenverschiebung - sprich, es wird Innen später warm als Außen. Einen Effekt hast du erst, wenn diese einen halben Tag durchhâlt, also tagsüber Hitze aufnimmt und Nachts wieder auskühlt. Ein paar Stunden helfen dir nicht.



hmmm



also wieviel Masse/Dämmstärke wären denn erforderlich um zumindest die Belastungsspitzen der Hitze zu minimieren?
Es handelt sich ja um die nicht so stark der Sonne ausgesetzte Ostseite.
Ich kann mich halt noch gut an Bauten aus den 7oern erinnern, in denen im Dachstuhl auch nur eine max. 10cm Dämmung z.B. die berühmten Sauerkrautplatten verbaut wurden, und dies durchaus einen gewissen Effekt hatte.
Da ich die Innenseite ohnehin ja verkleiden muss, wäre ich auch mit geringen Verbesserungen zufrieden.
Ich möchte nur auf jeden Fall vermeiden, mir eine Pilzzuchtstation unters Dach zu holen.
Daher :
Kann die o.g. Konstruktion so funktionieren oder sollte noch eine Abdichtung zum "Wohnraum" erfolgen.
Wäre als Alternative zur Hobeldiele/Rauhspund auch der Einsatz der überputzbaren Pavatherm Profilplatte denkbar ?

Danke fürs Mitdenken
anna

P.S. Das Bild zeigt den Zustand während des Austausches der maroden Deckenbalken und Fußpfette...irgendwie komme ich auf der Baustelle immer nicht zum Fotografieren. Werde aber heute noch einmal versuchen ein aktuelles Foto einzustellen.