Dachaufbau

01.02.2010



Ich hab an anderer Stelle schon von meinem neuen Bahnhof Bj. 1879 erzählt. Das Dach ruht auf einer gewaltigen Balkenkonstruktion und ist relativ flach. Die Sparren sind nicht so mächtig, jedoch mehrfach abgestützt.
Auf den Sparren ist noch die originale Verbretterung, darauf eine oder mehrere Bitumenbahnen, uralt.
Die Denkmalbehörde geht davon aus dass dieses Dach niemals verschiefert oder mit Pfannen gedeckt war.
Aus statischen Gründen würde ich gern wieder einen Schweißbahnaufbau erstellen, wie folgt: Pappe genagelt, unbeschieferte Schweißbahn, beschieferte Schweißbahn. Da ich die Geschossdecke zum Speicher von innen dämmen werde braucht der Dachstuhl selbst nicht gedämmt werden. Zwischen Mauer+Fachwerk bzw. Dachstuhl gibt es diverse kleine Öffnungen wo Luft einströmt. Da dieses Schweißbahndach nun absolut dicht wäre (wie es ja in den letzten 130 Jahren auch war) würde ich gern Eure Meinungen dazu hören. Das Holzwerk ist nach so vielen Jahren noch immer sehr gut.



Der beschriebene



Altdachaufbau könnte ein Pappdach mit Heißabstrich sein.
Damals gab es noch keine Flachdachbrenner.
Aufgefrischt wurde dann jährlich mit Dachlack.
Wenn der Unterbau noch gut ist würde ich die Trennlage nicht nageln sondern mit Telleranker schrauben in der Überdeckung.Oberlage dann verschweißen.Den 3 lagigen Aufbau nimmt man immer weniger weil die Einlagen in den Polymerbahnen immer besser werden.Oder eben 1 lagige Sanierungsbahnen, aber dafür muß der Unterbau top sein.
Hol Dir einen Berater von Soprema, Bauder oder Icopal dazu falls die 1 lagige in Frage kommen sollte.



Dachaufbau



Hallo,

habe selbst mal im Bahnhof Neanderthal mein Büro gehabt und mich von daher auch ein wenig mit bergischen Bahnhöfen beschäftigt.

Diese Bahnhöfe sind gut dokumentiert, also wird die Denkmalpflegerin schon wissen, was sie sagt. Literaturempfehlung:
Joachim Frielingsdorf (1990): Ottenbruch und Mirke, Zur Geschichte der Rheinischen Eisenbahnstrecke des Wuppertals,
Beitr.z.Denkmal- und Stadtbildpflege des Wuppertals Bd.8, 152 Seiten.

Zu den Lüftungsöffnungen konkret: Die sind notwendig, um Wasserdampf abzuführen. Es handelt sich um ein sogenanntes Kaltdach. Also bitte nicht verschließen !

Grüße vom Niederrhein



Oh ja



so was hab ich auch hier noch.Nicht nur über Bahnhöfe, aber über historische Dachaufbauten.
Der Dachdecker von Arch.Adolf Opderbecke Leipzig 1901.
ISBN 3-88746-261-0 alles genau geschrieben und gezeichnet.
Der richtige Lesestoff bei diesem Wetter.



Besten



Dank für die Antworten. Das mit der gestrichenen Teermasse passt super, so sieht es aus. Viele Unebenheiten und Risse.
Das Zeug muss runter, dann hab ich die nackte Schalung offen. Pappe aufnageln und direkt eine beschieferte Polymerbahn aufschweißen, also die mittlere unbeschieferte weglassen? Hört sich gut an. Das Buch von Frieleingsdorf habe ich schon. Das alte mit dem Dachdecker von 1901 noch nicht.



Schrauben



ist sicherer und schneller.Schalung noch mal nachschießen.
Telleranker für ungedämmte Aufbauten von Würth und 35mm Spaxxschrauben.Und nicht Schweißbahn von 2 verschiedenen nehmen.Immer ein System.Dann müßte es eigentlich klappen.
ich nenne Dir mal die Bahn die ich immer nehme.
SOPREMA HP 25 Duo als Trennlage und Oberlage SOPREMA Flam Unilay.So wie im Bild.