Dach dämmen

04.12.2012



Hallo,
wir möchten im zuge der Sanierung gerne unseren Dachboden ausbauen und dämmen. Es soll eine komplette Wohnung entstehen.Momentan schaut man auf die Balken und die darüberliegenden Dachschindeln. Wir möchten gerne mit natürlichen Baustoffen arbeiten.Für Tipps und Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

viele Grüße



Dachdeckung



Hallo

Sind das "Schindeln" oder Ziegel
Foto oder Präzision!
Dachneigung, Sparrenhöhe, Dachfenster

es geht auch ausführlicher …

;-)

Florian Kurz
www.slow-house.de



dach dämmen



ja du hast recht die Informationen sind wirklich bisschen mager

Es sind Bieberschwanzziegel,laut meiner unfachlichen Meinung.
Dachfenster gibt es keine nur ein paar Dachluken,Dachneigung und Sparrenhöhe weiß ich nicht aber es ist ein Mansardendach.

Bilder vom Haus habe ich im Profil



Dachgeschossausbau



Hat denn das Dachgeschoss einen gesonderten Zugang und damit Abgeschlossenheit?

Viele Grüße



Dach dämmen



Es führt eine Treppe mit Tür aus unserem Flur zum Boden.

viele Grüße



Komplette Wohnung im Mansardendach



Meinst Du den Spitzboden oder tatsächlich das ganze Mansardendach? Wenn es eine komplette Wohnung werden soll, dann werdet Ihr um einen ordentlichen Bauplan mit Nutzungsänderung nicht herum kommen. Wenn es nur der Spitzboden ist, dann habe ich Zweifel, ob das überhaupt mit vernünftigen Aufwand machbar ist.

Euer Ansatz für Naturbaustoffe ist erfreulich. Es kann jedoch gut sein, dass die genehmigende Baubehörde gewisse Brandschutzauflagen macht. Das würde die Auswahl in Sachen Naturbaustoffe ein ganzes Stück eingrenzen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Abgeschlossenheit



Es müssen 2 Wohnungseingangstüren vom Flur abgehen, eine fürs EG und eine fürs DG. Eine Wohnung muß in sich abgeschlossen sein.

Viele Grüße



Dachausbau



Mit "von unserem Flur" meine ich das die Bodentreppe im mittleren Geschoss anfängt und natürlich führt auch eine Treppe zum mittleren Geschoss ;-)
Das Haus hat mit Dachboden 3 Wohneinheiten und jede ist in sich abgeschlossen.Das Mansardendach fängt schon im mittleren Geschoss an. Der Dachboden ist aber trotzdem riesig.Es gibt 2 kleinere, früher "ausgebaute" Zimmer in denen es fast keine Schrägen gibt einen kleinen Flur und angrenzend einen großen und auch hohen Spitzboden.Alles in allem bestimmt 150qm. Warum gibt es Zweifel das es mit vernünftigem Aufwand machbar ist.

Danke für die Mühe



Die geplante Wohnung wäre also im Spitzdachboden ...



... untergebracht. Auch wenn Du von abgeschlossenen Wohneinheiten sprichst - ich bin davon überzeugt, dass Du eine Nutzungsänderung brauchst und dass Du Auflagen wegen nötigen Brandschutz bekommst.

Ich würde also mal bei Deinem zuständigen Bauamt nachfragen. Ohne dem geht das nicht.

Ohne Planung geht es natürlich auch nicht. Gerade bei einem Mansarddach gibt es da einiges zu Bedenken.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Dachausbau



gut ich werde das Bauamt befragen und teile deine Meinung wegen des Brandschutzes.
Können wir uns nicht eine "was wäre wenn" Situation vorstellen und ihr sagt mir was ich für Möglichkeiten hätte auch wenn die auf reiner Spekulation beruhen...so kann ich mich wenigstens ein wenig in die Materie einarbeiten.



Was wäre wenn ... bei Dachbodenausbau.



So ins Blaue rein ist halt doch recht schwierig. Du schreibst von ca. 150 m². Bei so einer Größe würde ich mir in Sachen Dämmung auf alle Fälle eine Einblasdämmung erwägen - vorzugsweise Holzfaser.

Aber mehr geht schon nicht. Es braucht mehr Information über die Situation. Wie dick die Sparren, Sparrenabstand, wie ist der Aufbau, exakte Dachform, etc., etc.

Stell einfach mal ein paar Fotos hier rein - daraus lässt sich manches erkennen.

Unabhängig davon, brauchst Du aber vor Ort jemanden, der den Bestand aufnimmt und den Weg zum Ziel fachkundig festlegt.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Der Gang der Dinge



1. Termin beim Bauamt ob ein Ausbau prinzipiell genehmigungsfähig ist.
2. Suche eines baubiologisch orientierten Bauingenieurs oder Architekten, der das Objekt zunächst ansieht und erste Gedanken für möglich Ausführung benennt oder zu Papier bringt, sowie die "Problempunkte" anspricht und Lösungsvorschläge macht (Statik, Brandschutz, Fluchtwege, Wärmeschutz und Schallschutz).
3. erst dann kann man in die detailplanung einsteigen. Man kann aber getrost davon ausgehen, dass es in jedem Falle ökologische und baubiologische Lösungsansätze gibt.
(Adressen unter www.baubiologie.de)



das mir



ein Termin beim Bauamt bevorsteht weiß ich, auch das ich fachkundige Hilfe benötige...
ich setze ein paar fotos vom unausgebauten spitzboden rein, vielleicht kann man mir anhand dieser Fotos ein paar Tipps geben..noch steht der Ausbau an letzter Stelle, nichtsdestotrotz möchte ich vorab ein paar Möglickeiten abwägen können und mich belesen. Da ich aber wie ein Ochs vorm Tor stehe benötige ich ein paar Denkanstöße und Meinungen.

das Bild ist die linke Dachseite nach der Einganstür zum unausgebauten Spitzboden.



Bild



vom Dachboden

das ist die Eingangstür zum Spitzboden,davor liegt ein kleiner Flur von dem aus dei Treppe nach unten geht angrenzend an den Flur liegen 2 früher ausgebaute Zimmer



Dachaufbau im ersten Stock mitbedenken ...



Schau Dir mal genau den Dachaufbau im ersten Stock an. Wenn Du etwas am Dach machst, dann muss das gesamte Dach berücksichtigt werden.

Von den angesagten 150 m² sieht man nicht viel und die mögliche Raumhöhe scheint auch etwas knapp zu werden.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



das Dach



im ersten Stock kann ich nur von außen ansehen ich kann und möchte an diesem Teil keine Veränderungen vornehmen da wir dort wohnen. Mir ging es lediglich um die Dämmung des unausgebauten Dachbodens und ich schrieb schon weiter oben das ich nur ein paar Fotos vom Spitzboden mache, die Höhe find ICH ok.Wenn man es im ganzen betrachtet kann es eine schöne Wohnung werden.
Kann man mir anhand der Fotos schon ein paar Tipps geben mit welchen Themen ich mich außeinandersetzen muß.Außer Bauamt,Brandschutz, Planung?

Danke für die Mühe



Aufenthaltsräume



wenn die Türe im Bild 2,0 m hoch ist und man bedenkt, dass Aufenthaltsräume über min die Hälfte der Fläche 2,40 m in gut begründeten Ausnahmefällen 2,30 m (bei uns in NRW) aufweisen müssen, sieht es mit dem Bau einer Wohnung in dieser Ebene eher schlecht aus. Zumal das Dach für 40 mm Unterlüftung, 180 mm Dämmung und 50 mm Unterdecke noch um einiges nach innen wandern wird.
150 m² wird die Bodenfläche sein, Flächen unter 1,0 m lichte Höhe werden aber gar nicht berechnet, zwischen 1,0 und 2,0 m nur zur Hälfte und erst über 2,0 m kann man die Fläche komplett ansetzen.



das



mit der raumhöhe mag man noch in den Griff bekommen - wenn es keine neue eigenständige Wohung wird. Selbst mit einer Decke über den Zangen kann man an der Höhe noch arbeiten. Aber - wie weiter oben schon beschrieben - von den Zimmergrundfläche bleibt als "laufbereich" nicht viel übrig - es werden alles nur Durchgangszimmer ! Das wäre mit Sicherheit keine "schöne Wohnung" zum vermieten. Sclag Sie deshalb Deiner Wohnung dazu durch eine kleine Treppe. Wird für Kinder oder als Arbeitszimmer eine gute Fläche.



gut



kann sich noch jm an den Ursprung meiner Frage erinnern?
es ist nett das sich gesorgt wird ob der Platz außreichend ist, der Platz im Spitzboden ist wirklich ein wenig eng aber es gibt ja noch 2 Zimmer mehr..vermieten möchte ich nicht..wir haben ein Mehrgenerationshaus und es kommen eben immer neue Familienmitglieder dazu^^ Für die kinder habe ich schon 4 Zimmer. Ich denke das, dass ausreichend ist!

Kann man den ((engen)) Spitzboden auch Dämmen so das die tragenden Balken noch sichtbar sind.

Ich hoffe sehr das wir nach 2 Tagen Meinungsaustausch bald zur Dämmung kommen ;-)

freche Grüße



Nun konkrete Fragen kann man



auch direkt beantworten:
Eine Dämmung mit sichtbaren Sparren ohne Erneuerung der Eindeckung ist nicht möglich.



wunderbar



eine direkte Antwort auf meine Frage ;-)
Wie müsste das Dach gedeckt werden damit die Balken sichtbar bleiben und warum geht das jetzt noch nicht..(wäre das Dämmaterial zu dick?)
Noch eine konkrete Frage welches Dämmmaterial käme bei meinen Wünschen in Frage ? Sorry für die vielen,vielleicht blöden Fragen..

danke für die direkte Antwort



Ohne Garantie auf Vollständigkeit



1. Dämmung zu dick oder Sparren zu dünn, dass kann man sehen wie man will.
2. Holzweichfaser, Holzbfaser Einblasdämmung, Zellulose Einblasdämmung, Hanf, Flachs, Zellulosematten, ... usw



Moin Joi,



guck doch mal auf die homepages z.B. von steico, gutex, isofloc oder climacell.

Da sind verschiedene ausgereifte Dämmaufbauten beschrieben.

Da kannst du schauen was auf deine Situation am besten zutrifft und schonmal die Materialpreise überschlagen.

Für konkretere Antworten bräuchten wir einen angedachten Dämmaufbau deinerseits - soviel Vorarbeit muss sein......

Gruss, Boris



Dämmen mit sichtbaren Sparren



... das würde eine Aufdachdämmung bedeuten. Die Dicke des Dämm-Materiales würde also auf dem Sparren das Dach erhöhen.

Also Ziegel runter (die sind vermörtelt !), neue Bleche und dann kann es los gehen - evtl. nach Statik noch die Sparren ertüchtigen. Allerdings macht das nur Sinn, wenn Du das ganze Dach so bedienst. So verkehrt wäre da auch gar nicht, weil Du dann auch den unteren Räumen eine ähnliche Dämmschicht ermöglichst. Der Aufwand ist aber relativ hoch. Ich würde nur eine leichte Aufsparrendämmung wählen (z.B. Ultratherm von Gutex) und im Spitzboden dann die Tiefe der Sparren noch für eine Zwischendämmung nutzen.

Ohne die Veränderung der Dachdeckung könnte man nur eine abgespeckte Version von Zwischensparrendämmung im Spitzboden einbringen - mit Hinterlüftungsebene zum Ziegel, mit Lüfterziegel pro Sparrenfeld und Trockenfirst. Das wären die minimalsten nötigen Eingriffe an der Dachfläche. Alles nicht ENEV-konform.

Aber irgendwann wird dann eine Neueindeckung nötig - mit so mancher Bastelei - z.B. bei Dachflächenfenster.

Es gibt sogar die Version, das einfach eine dampfvariable Luftdichtungsebene innen angebracht und dann Zellulose voll bis zum Dachziegel eingeblasen wurde. Alles durchgerechnet und für fünf Jahre praxiserprobt - aber (!) - bei Dir ist dann unklar, wie sich das Kondensat unter dem Spitzboden verhält. Und was ist nach den fünf Jahren?

Es gibt also Varianten - je nach Geldbeutel, Kompromissbereitschaft und Wagemut. Dennoch möchte ich eines betonen:

Mache keine Kompromisse in Sachen Brandschutz


Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



und



Brandschutz bei mehreren Wohnunge (wieviel ?) und noch eine Etage dazu könnte die Notwendigkeit zusätzlicher Fluchtwege bedeuten ..... Deine Frage war nach Tips für eine komplette Wohnung - sorry, wenn man sich an die knappen Infos hält :-)... Die Bitte bezog sich ja nicht ausschließlich auf die Dämmungsprobleme mit Bio-Baustoffen. Da kann ich Dir nicht helfen.