Holzflachdach Dämmen

26.11.2004



Hallo
Ich habe ein Problem!

Ich möchte mein Flachdach dämmen. dieses ist zur Zeit folgendermaßen aufgebaut:
1. Bitumbahnen
2. Holzbaohlen
3. 160 er Dachsparren in einem Abstand von ca. 60cm.

Jetzt meine Frage:
Wie muss ich meine Unterspannbahn Verlegen damit es nicht zu tauwasserbildung kommt.

Ich habe vor zuerst eine Diffusinsoffen Unterspannbahn direkt unter die Bohlen zu tackern. (Difujet vom OBI)
dann sollte die 160er Dämmung mit KWert 35 eingesetzt werden. Anschließend Dampfbremse drauf und lattenkonstruktioon drüber . Zum Schluss die Gipsplatten dran.
Jetzt meine frage:
Kann ich die Unterspannbahn einfach so rechts und links an die Sparren tackern?
Würde es etwas bringen die Unterspannbahn einfach auszulegen und um die Sparren herumzulegen? (so das die Sparren aussen vor bleiben)
Was passiert dann mit dem Kondenswasser was aus der Isolierung austritt?
schlägt sich diese dann am Dach und somit an meinen Holzbohlen nieder?
Meine größte Angst ist das mir das Dach später weggammelt.

ich würde mich über eine Antwort echt freuen.

MfG Krüger



Das ist eine heiße Konstruktion



Wende dich mal an Lutz Parisek hier im Forum. Der musste schon mal eine ähnliche Situation untersuchen.
Ich würde hier nichts machen, ohne mir die Diffusionssituation vom Dämmstoffhersteller absegnen zu lassen. Ich kenne solche Konstruktionen, die mit Zellulose hergestellt wurden. Bei Mineralwolle habe ich doch noch ein paar Bedenken.





das eigentliche Problem bei meinem Dach ist wenn ich die Unterspannbahn direkt auf die Bohlen baue (keine Hinterlüftrung) wird die Feuchtigkeit die entstehen kann vom Dach aufgenommen und nach oben abgegeben? Oder muss ich in jedem >Fall eine Hinterlüftung machen.
Wobei sich dann aber die Frage stellt wo geht der Wassserdampf bei einem Flachdach hin? Er kann ja nicht aufsteigen oder wie bei einem Ziegeldach durch die Schnittpunkte der Ziegel abgegeben werden.
Bei mir wäre es ja theoretisch möglich ne Hinterlüftung einzubauen indem einfach etwas Luft zwischen Dach und Unterspannbahn lasse.
Aber ob das dann das gelbe vom Ei ist?

Es muss doch Erfahrungswerte mit Bitumgedeckten Falchdächern und deren Dämmung geben?

Gruss DK



Holzflachdach



Eine Unterspannbahn ist bei diesem Dachaufbau nicht erforderlich. Wichtig ist die ordnungsgemäße Ausführung der Dampfbremse, damit kein Tauwasseraufall in der Dämmschicht stattfinden kann. Vorausgesetzt wird dabei die Wasserdichtheit des Bitumendaches.
Eine Unterspannbahn würde auch eine entsprechende Belüftung oberhalb der Bahn erfordern, um eventuell von außen eindringendes Wasser wieder abzuleiten.

Viele Grüße
Knut Dubslaff





Heute hat mir jemand erzählt das man für mein Vorhaben keine Unterspannbahn nimmt sondern eine Hochdurchlässige Diffusionsfolie (in diesem Fall die Diffujet von OBI)
FDiese würde Dampf in beide Richtungen durchlassen.
Er bestätigte mir das man dann keine herkömmliche Unterspannbahn nimmt.

http://www.alujet.de/frameset_trockenbausysteme.html





Habe gerade mal im Netz gestöbert!
kann es sein das ich mir ein sog. Warmdach bauen muss?

Wenn ja, ist die Beschreibung wie ich sie oben abgegeben habe so richtig für ein Warmdach oder ahbe ic da was total falsch verstanden



Stimmt alles,



aber das sind Konstruktionen, die wir mit den üblichen Berechnungsverfahren nicht mehr kontrollieren können. Isofloc bietet in seinen Ausführungen eine solche Konstruktion mit einem innen liegenden Baupapier sd>= 2,0 m (z.B. proClima) an.
Diese Konstruktionen würde ich mir im Einzelfall aber immer bestätigen lassen, da es auch noch ein paar Randbedingungen zu erfüllen gilt.





Irgendetwas habe ich wohl falsch verstanden!
Mir gehts eigentlich nur darum das Dach zu Isolieren und mir keine tropfsteinhöle zu bauen.

Berechnen (dämmwet etc.) wollte ich eigentlich nichts.
Ich bekomme ja eh keine Förderungen mehr oder habe ich da was total falsch verstanden?



Klar haben sie das was falsch verstanden!



Berechnungen sind kein Selbstzweck. Eine gute Planung verhindert Tropfsteinhöhlen und bewahrt sie davor Bauarbeiten durchzuführen, die den geltenden Gesetzen zu wider laufen.





Das Bild gibt ja eigentlich genau mein Dachaufbau wieder (bis auf die Kieselsteine auf dem Dach)
Jetzt hatte ich vor unter der Vollholzschalung eine Difujet Folie zu machen und darunter die Isolierung
(35er kWert)





Entschuldigung das ich das frage Aber so richtig konnte ich die Unterschiede bisher nicht herausfinden: der Unterschied zwischen Warm und Kaltdach ist die fehlende Hinterlüftung und das Anbringen einer anderen Unterspannbahn?
Ich kann mir auch echt schlecht vorstellen das man sowas berechnen kann.
ich bin mittlerweile soweit das ich mir auch einen Sachverständigen bestellen würde und mir ein Gutachten erstellen lassen würde.
Allerdings an wen wendet man sich da im raum Köln/Bonn.
hatte bereits einen Dachdecker da aber der machte nicht gerade den Eindruck als wenn er sivch mit dem Dämmen vion Flachdächern auskennen würde.



Köln/Bonn ?



Wo genau?



Flachdach dämmen



Ich stehe vor dem gleichen Problem.
Es ist ein wasser und luftdichtes Flachdach Bitumenbahnen oben, darunter Holzbretter und Dachsparren. Ich frage mich was die Folien bei einer Innendämmung da abhalten sollen entweder zieht die Feuchtigkeit in die Bretter oder in das Dämmmaterial weil keine Belüftung nach außen möglich ist.
Vieleicht sollte man nur von außen dämmen aber wie?



Flachdach dämmen schäden am holz?



können bei der Innendämmung von Flachdächern langfristig nicht schäden am Holz durch kondenswasserbildung entstehen, wenn die kalten bretter und sparren mit dem warmen dämmmaterial zusammentreffen?





die Dampfspeere ist wie ich erfahren habe ja für das Kondensat im Raum zuständig (dieses von der Isolierung fern zu halten.)
Die diffusionsoffene Plane hätte ich mir schenken können.
(steht ja schon Thread drin)
Die Diffusionsoffene Folie ist ja dazu da um bei Steildächern Einwehungen etc. pp. zu verhindern.
Da ich die Folie aber schon hatte habe ich diese denoch eingezogen.
Schaden kann sie jedenfalls nicht.



Dämmung Flachdach



Das Wichtigste bei allen Dächern und Außenwänden ist doch, daß die Dampfsperre warmseitig dampfdicht ausgeführt wird.In Richtung von warm nach kalt darf die Dampfdurchlässigkeit keinesfalls abnehmen- also kommt oberhalb der Dämmung mit der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 0,035m²K/W kaltseitig nur eine diffusionsoffene Folie in betracht, die der warmseitig an Schwachstellen der Dampfsperre eingetretenen Feuchte wieder einen Austritt an einen darüber liegenden belüfteten Luft-Zwischenraum von ca.4cm ermöglicht.Ohne belüfteten Zwischenraum kann die Restfeuchte im Winter(Tauperiode) an den darüber liegenden kalten Brettern kondensieren so daß sich im Lauf der Jahre Schimmelpilze ansiedeln können.Durch den Luftaustausch im Zwischenraum kann die Feuchtigkeit spätestens im Sommer nach außen abgeführt werden.
Ob eine Konstruktion "trocken"bleibt, kann ein Energieberater mit dem "Glaser-Diagramm" berechnen! Der U-Wert(früher K-Wert) ergibt sich immer für den kompletten Aufbau!
Mit freundlichem Gruß