Wie Dämme ich mein Dach am besten ?

02.05.2005


Hallo ihr Dämmexperten,

bei mir herrscht zurzeit folgende Situation am Dachboden.
Von innen nach außen:
Erst sie Sparren, dann die Querlattung, dann die Ziegel.

Das Problem ist jetzt, dass es im Sommer im Obergschoss (also ein Stockwerk unter dem Dachboden) im Sommer zu warm wird. Es befinden sich dort zwei Kinderzimmer und für unsere Kinder ist es nicht unbedingt angenehm bei (25-27°C) schlafen zu müssen.


Jetzt meine Frage:
Wie isoliere ich das Dach am besten, damit es im Obergeschoss kälter wird.
Ich habe daran gedacht so Klemmrock Dämmplatten oder evtl. auf Hanfplatten zu verwenden. (ist letztlich eine Frage des Preises). Kann man die Platten einfach zwischen die Sparren klemmen und dann ist es gut, oder täusch ich mich da??
Wie muss ich Vorgehen? (Schritt für Schritt)

Noch einige Anmerkungen:
1. Ich kann/will das Dach nicht abdecken.
2. Einige Masse:
Länge Sparren: ca. 3,5m
Höhe Sparen (also zwischen Latten und Sparrenende) ca. 17cm
Zwischenraum der Sparren: 63cm
Länge Dach: 12,4m
Zu dämmende Fläche zwischen den Sparren ca. 75qm

Welches Material würdet ihr verwenden? (möglichst billig, möglichst wenig zuschneiden)


Vielen Dank für eure Tipps/Hilfe


Soldeca



Wie wird der Dachboden den genutzt



ist hier die Frage.
Wenn er weiterhin unbewohnt bleibt und nur als Speicher dient, würde ich drauf verzichten, die Schrägen zu dämmen. Zumal die 2. wasserführende Schicht aktuell fehlt und erst nachträglich eingebracht werden muss - mit all ihren Tücken.
Warum nicht den Fussboden dämmen? In der Regel ist das handwerklich einfacher zu bewerkstelligen (Stichwort Luftdichtigkeit) und schon rein von der Fläche her preiswerter. Dazu empfielt es sich, für eine anständige Querlüftung im Dachboden zu sorgen, damit die angestaute Wärme sich auch verziehen kann.
Ein paar Infos zum vorhandenen Bodenaufbau wären dann hier aber angebracht.



yepp,



finde ich auch. wenn ich die preise bei mir vergleiche (ich habe mich auch noch nicht entschieden - Kaltdach oder gedämmtes dach) liegen da doch einige däusis dazwischen (allerdings keine eigenleistung). ich würde in ihrem fall auch definitiv den boden dämnmen.



2. Wasserführende Schicht?



Hallo Herr Puruckherr,

was meinen Sie genau mit der "2. Wasserführende Schicht" ?
Ist damit die Unterspannbahn gemeint?
Was hat die für "Tücken"?

Danke
Thorsten



Tücken



Als zweite wasserführnde Schicht wird die Shcieht unter dem Dachziegel bezeichnet. Gewöhnlicherweise eine Unterspannbahn oder eine Unterdach aus MDF oder Holzweichfaser, oder auch eine Holzschalung mit Bitumenbahn.
Diese nachträglich einzubauen ist möglich, aber technisch selten sauber zu lösen.
Dazu gibt es hier im Forum schon viele Beiträge, mal bitte die Suche bemühen.



Das Einfachste:



Boden mit Holz ordentlich aufdoppeln.

Das Schwierigere: Massivholzdämmung unter Dachschrägen pfriemeln. Wasserführende Unterdeckung kann und sollte man sparen.

Das Wirkungsloseste: irgendwohin üblichen Dämmstoff packen.

Die Belege auf den Links:


Normaler und echter Dämmstoff



Norm-Dämmstoff dämmt nie - die Praxis beweist es



@ Herr Konrad: Hanf?



Vielen Dank beiden für diese Information,
manche Begriffe sind für mich Neuland, muss noch lernen.
Die "Wärmekritische Seite" lässt meine Planung um 180Grad wenden...

Daher an Herrn Fischer noch eine Frage:
Sind Hanfplatten anstatt vo Mineralwolle zischen den Sparren eine Alternative?
(aus Kostengründen kommt keine Aufdachdämmung in Frage)



Wirtschaftlich nein, für Mäuse ja,



energetisch wohl etwas, aber nix ist besser als massives Holz. Das kommt eben mit geringerer Konstruktionsstärke zum gleichen Dämm-Ergebnis.

Alles weitere ergibt sich aus dem Lichtenfelser Experiment (wenn mans nur versteht).




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