Historische Dachschalung wieder neu entdeckt




Hier sieht man die neuen Dachschalungsbretter.
Entsprechend dem historischen Bestand fertigte ein regionales Zimmerei- und Sägewerk diese nach und fand somit eine neue Herausforderung hinsichtlich der Verlegemöglichkeiten im nassen Zustand.
Die Bauherren mussten aber trotzdem sehr energisch diesem Verlangen Nachdruck verleihen, weil man ihnen permanent Glattkantbrettschalung anbieten wollte.

Nach Rücktrocknung entsteht ein natürlicher Belüftungsbereich entsprechend den bauphysikalischen Erfordernissen einer guten Dach- und Bodenbelüftung.
Bei vielen älteren Handwerkern oder Zimmerleuten oder Dachdeckern noch unter sogenannter "Schweinsrückenschalung" bekannt.

Für Informationen stehe ich und die Bauherren allen Interessenten gern weiter zur Verfügung.
Die Bauherren geben gern Auskunft über ihre entsprechenden Erfahrungen.



Eindrücke



Verlegt im sägefrischen Zustand!



Eindrücke (2)



Bereits die Rücktrocknung zu erkennen und damit der entstehende Belüftungszwischenraum auf der gesamten Dachfläche.
Diese ist gleichzeitig noch durchregnungssicher.



Bretter



Hier sieht man die Bretter in ihrer Beschaffenheit noch einmal.



gedacht im Zuge einer Dämmung…



… also mit viel anderem Zeugs zwischen Unterspannbahn und Dampfsperre gefangen, oder als Minimallösung einfach nur unter Dachziegeln, oder?

Das Prinzip mit dem durch Trocknung entsehenden Spalt ist jedenfalls sehr interessant, wäre schade, wenn der Effekt durch weitere Maßnahmen wieder gegen Null abgeschwächt würde.



Kaltdach...



...als idealste Lösung.
Warum denn die alten Häuser immer bis in den Firtszwickel ausdämmen?
Aber auch bei einer teilweisen nachträglichen Vollsparrendämmung geblasen, immer noch interessant.



Fast immer, …



… wenn so eine Minimallösung vorgeschlagen wird, kommen doch die "entweder ganz oder gar nicht"-Entgegnungen. Von daher wundert es mich, dass so etwas hier vorgeschlagen wird.



Interessant, aber:



Der Dachwinkel sollte in jedem Falle größer sein -
als der des Rückens vom Schwein :-)



Holzauge sei wachsam vor nassen Schweinsrücken....



... ich hätte ein wenig Bedenken, dass man da recht schnell einen Grauschimmel auf der Innenseite hat - bevor das ganze trocken geworden ist.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



"Waldfeucht"



würde ich's wohl auch nicht einbauen. Ein bisschen angetrocknet sollte es schon sein.

Grüße

Thomas



Klitschnass...



...war es nürlich nicht mehr, aber doch schon mit einer gehörigen Eigenfeuchte noch.
Habe ja selbst sogar die Dachfläche mit verlegt.

@ Frank

Widerspruch, denn an keiner Stelle bis heute ist Grauschimmel aufgetreten und die Verlegung erfolgte ende September.
Im November wurde dann komplett geschiefert das Dach.



Die Schimmelbildung...



hängt natürlich stark mit der Belüftung zusammen. Ist der Rohbau unter dem Dach noch offen, sieht's anders aus, als wenn alles schon zu ist, sofort das Dach drauf kommt, und gleichzeitig reichlich Baufeuchte von unten aufsteigt und im kältesten Bereich kondensiert.

Ich habe jedenfalls 2 Monate nach dem Einbau auch schon "Blühende Landschaften" auf Holz gesehen.

Grüße

Thomas



Alles Fehlanzeige



@ Thomas

Den Bauherrn kennst Du (zumindest die Frau dazu).
Nachher kam sofort eine Unterdeckbahn darauf und bis heute kein Schimmel.
Handelt sich um ein Umgebindehaus, also bauen im Bestand und somit den Neubaubaufeuchten weit entfernt.

Nach knapp einem Monat der Verlegung kam dann der Schiefer drauf.



Also...



...kein Schimmelreiter in Neukirch. Ist auch besser so.



Denke mal die Gefahr von Schimmel ...



... besteht vor allem bei einem massiven Neubau oder wenn jede Menge neu verputzt wird.

Die blühenden Landschaften habe ich auch schon gesehen. Sogar auf zuvor trocken eingebrachten DWD-Platten.

Grüße

Frank