Scheune gleicht einer Tropfsteinhöle!!! DRINGEND HILFE GESUCHT!!!

14.11.2006



hallo allerseits,
Mein Freund und ich sind seit 2 Monaten Besitzer eines Häuschens, großen Gartens und einer noch größeren Scheune, die das eigentliche Problem darstellt.Etwas zur Bauweise: Es handelt sich um eine Holzscheune mit einem sehr flachen Dach aus Holz und mit Dachpappe. Innen gibt es eine Aufteilung in Heuboden und Keller und auf der anderen Seite ein gepflasterter Stallteil mit Fenstern und Futterkrippen usw....Leider wurde seit ca. 10-20 Jahren nichts in die Instandhaltung investiert. Als Folge wuchs alles zu und die Scheune war ständig gepiesackt von Regen und nassen Blättern und hatte kaum Chance zu trocknen. Zu allem Überfluß wuchsen die Bäume (Eschen, Holunder..)auch durch die Dachrinne => kaputt.Haben aber schon alle Übeltäter abgesägt die zu dicht standen.
Die Folge: Bin Besitzer einer Tropfsteinhöle!! Frage: Lohnt es sich sie zu erhalten? Wir würden sie sehr gerne erhalten.Außerdem suche ich noch alte Balken zum Ausbessern oder Telegrafenmasten sowie Schalbretter von Fichte oder ähnliches. Wer kann mir Tipps geben oder weiß wie man günstig an solche Baustoffe kommt? Gibt es sonst noch provisorische Rettungsmaßnahmen und wer hat ein bisschen Erfahrung oder ist kreativ? Haben auch schon an Linoleum als Dachpappenersatz gedacht....
Leider kann ich kein digitales Bild senden.

lg Henrike



Erhaltenswert ...



oder nicht, das bestimmen zunächst mal eure Pläne.
Soll die Scheune mal genutzt werden (Lagerraum, Werkstatt, Partyhölle etc?).

Wenn das Ziel klar ist, dann kann man sich an das Objekt selber machen.
Bestandsaufnahme: was ist alles Faul und muss repariert werden? (Dachschalung, Balken, Ständer, Aussenverkleidung ...)

Provisorisch kann man über den Winter sicher erst mal eine grosse Bauplane über das Dach ziehen. Vielleicht ist die Dachrinne an den defekten Stellen auch noch zu flicken.

Holz gibts beim Holzhandel oder im Sägewerk preiswerter als im Baumarkt. Ansonsten hilft nur, Freunde und Bekannte zu fragen, ob da jemand einen kennt, der einen kennt ...

Eigene handwerkliche Fähigkeiten sollten allerdings ausgeprägt sein, sonst wird nichts mit preiswert.
Zum Nulltarif wird sich ein solches Gebäude aber wohl nicht herrichten lassen.





Das ist eine komplizierte Angelegenheit. Man muß erstmal wissen was man mit dem Gebäude will und muß sich darüber im Klaren sein, das das sehr viel Geld kostet. Nach Bauholz könnt Ihr mal bei dem großen Baustoffhändler in Wismar; Am Hohen Damm Fragen. Das ist einer der Günstigsten in NWM. Linoleum würde ich nicht aufs Dach legen, das wird bei Kälte spröde und ist nicht UV-beständig. Ausserdem muß man sich im Klaren sein, das jedes Provisorium was man errichet, meist eine preiswerte Dauerlösung bleibt.....
Harald



günstige baustoffe



ihr könnt Lehm von mir gratis bekommen - aber sebstlabholung in NB

-> deckendämmung, putz

s. bilder in meinem profil



Tropfsteinhöhle



Also, wenn ihr Linoleum aufs (kaputte) Dach legen wollt, dann könnt ihr es auch reparieren lassen. Linoleum ist ein sehr teurer und sehr guter, haltbarer Fußbodenbelag aus natürlichen Rohstoffen.
Zur Sicherung tut es auch eine Plastikplane.
Zu Deiner Frage kann ich ohne weitere Informationen nichts sagen bzw. raten, siehe die anderen Antworten. Eine Ausnahme: lass die Finger von Telegrafenmasten und Eisenbahnschwellen. Was meinst Du, warum die Jahrzehnte im Außenbereich überdauern? Die Holzschutzmittel, die damals eingesetzt wurden, sind lange wegen ihrer Gefährdungspotentiale verboten.



Gebrauchtes Linoleum...



(d.h. lt. Volksmund PVC-Belag) hält Euch durchaus 1-2 Jahre das Wasser vom Leibe und ist gratis bei vielen Bodenlegern zu haben, desweiteren auch bei den Kommunen üblicherweise kostenlos als Sperrmüll entsorgbar.

Das hat aber bloß Sinn, wenn Ihr einen kleinen Zeitraum überbrücken wollt, danach kostet es Geld...

Auch in MV sollte es Fördergelder für die Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäudefläche in Gewerbefläche geben, in Sachsen sind das bis zu 50% Zuschuß.

Vielleicht denkt Ihr mal in diese Richtung?

Grüße

Thomas W. Böhme



Unglaublich !



Ich frage mich ernsthaft, was die Verwendung von Ersatzbaumaterialien wie Teppichresten und Folien mit Bauwerkserhaltung zu tun haben soll.
Unter eine Folie würde ich noch nicht einmal einen Winter lang mein Boot stellen. Wassernester und Schimmel sind so gut wie sicher.
Hier hilft nur eins: Dach runter und anderes drauf.
Ein Blechdach ist sicher preiswert zu haben, im Zweifel selber zu montieren, weitgehend selbsttragend und paßt sich noch der Landschaft an. Vielleicht gibt es die Bleche ja auch beim Recycler (haben bei Thyssen im Schrott mal eine Mark für den Quadratmeter gekostet).

Grüße vom Niederrhein



Natürlich ist es nicht die reine Lehre...



@ D.B.

...aber der Brustton der Entrüstung ist doch wohl etwas überzeichnet. Es soll immer noch Menschen geben, die ein komplettes Dach zzgl. Dachstuhlreparaturen nicht aus der Portokasse bezahlen können. Das sind die, die kein Boot haben, um's unter die Plane zu schieben.

Es ist keine Schande, kurzfristig mit Provisorien zu leben. Auch Blechdächer sind so billig nicht. Mein Zinkdach mit Stehfälzen hat nahezu genausoviel wie ein Schieferdach gekostet.

Letztlich ist auch der Schrott von Thyssen, wenn man ihn auf's Dach legt, eine häßliche Interimslösung.

Überhaupt nicht gefällt mir, wenn einer, der unbedingt Recht haben will, einem Anderen Sachen unterschiebt, um sie dann mit Getöse zu wiederlegen (Teppichreste hat außer Dietmar Beckmann bisher keiner erwähnt)

Grüße

Thomas W. Böhme



Danke



danke thomas für den Einsatz gegen die Entrüstung. Mir fehlen da glatt die Worte...Es ist wirklich nicht einfach mal so mir nichts dir nichts zu renovieren. außerdem hab ich auch kein boot, eher mein lehrlingsgehalt, was auch nicht reicht um haus UND Scheune usw. komplett und schnell zu sanieren. Eigentlich wollte ich auch nur Tipps wie man das Gebäude am besten über den Winter kriegt. Außerdem halte ich mehr von sachlichen und objektiven Äußerungen wenn jemand dass nicht kann soll er besser keine Ratschläge erteilen, die keine sind.Von Povisorien halte ich selbst nicht viel und ich wollte auch kein Linoleum-"Teppich"-Schrottdach erschaffen.....
Danke auch für den Tipp mit den Fördergeldern zur Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude