Wasserlachen auf dem unausgebauten Dachboden!

08.03.2010



Hallo,

ich hoffe ihr könnt mir helfen. Am Sonntag vor einer Woche wütete bei uns der Orkan Xynthia und Samstag gab es starke Schneeverwehungen. Gestern haben wir in unserem Schlafzimmer ein Wasserrinnsal entdeckt. Dieser kam zwischen Holzdecke und Tapete in der Ecke runter. Dann haben wir den nichtausgebauten Dachboden inspiziert. Dort fanden wir diverse Wasserlachen und einen Schneehaufen, ca. 3m lang und 0,50m breit. Das Haus ist knapp 30 Jahre alt mit Sattel/Pultdach. Unser Dach besteht nur als Balken, Latten und Ziegeln, d.h. ohne Unterdeckbahn. Heute hatten wir 2 Dachdecker zur Besichtigung eingeladen. Der erste hat uns empfohlen die Dachziegeln runternehmen zu lassen eine Unterdeckbahn reinzumachen und dann die alten Ziegeln wieder drauf. Dachfläche ca. 100 qm. Kostenpunkt 5000 Euro. Der zweite hat uns gesagt dass das Dach intakt ist und man sich eigentlich keine Gedanken machen muss, aber die Wasserstellen sind ziemlich groß und ziemlich viele. Das Dach reicht bis in das erste Obergeschoss, deshalb haben wir die Befürchtung das die Holzdecken im 1.OG in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Er machte uns den Vorschlag eine komplette Unterdeckbahn und eine Dämmung des Dachs auf Höhe des ersten Stocks vorzunehmen. Kostenpunkt ca. 10000-12000. Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben was sinnvoll ist und ob es evtl. eine kostengünstigere Variante gibt?

wir kennen uns auf dem Gebiet bisher noch überhaupt nicht aus, deshalb sind wir für jeden Rat dankbar.



Dach



Hallo Nicky


Beide Antworten der Firmen sind richtig und fast gut.
Bei beiden Angeboten würde ich allerdings eine Ergänzung machen: Ein Dach sollte nicht nur die Magerversion sein sondern in jedem Fall einen Zusatzwerkstoff bekommen: Holz.

In DE herscht die Unsitte vor, unter die Ziegel eine Konterlattung machen und drunter eine Unterspannbahn auf die Sparren.
Wenn die Ziegel schon runter sind, auf die Sparren eine Sparschalung (sägerauhe zöllige Bretter)nageln, darauf eine Windbremse, dann Konterlattung, Lattung und darauf Ziegel.
Kostet unwesendlich mehr pro qm (ca 4€) und das Dach ist ein Dach. Ein Ausbau ist hinterher jederzeit und je nach Geldbeutel gestaffelt möglich.


MfG Andreas



Dachboden



Danke für Deine Antwort, der Dachboden ist aber relativ klein und hat nur eine geringe Höhe, d.h. kommt ein Ausbau nie in Frage. Was bringt die Sparschalung? Und verstehe ich Dich richtig, auf die Sparschalung die Unterdeckbahn aufbringen?(schliesslich ist die Sparschalung nicht wasserdicht?) Gibt es evtl. noch eine professionelle Methode ohne das Dach abdecken zu müssen?


Vielen Dank,

Nicky



Dach



Hallo Nicky


machs trotzdem so, was meinst Du, wie Dein Dach aussieht, wenn die wilde Hilde Deine Ziegel mitnimmt... dann regnet es im Keller...
Im Ausland sind solche Dachaufbauten STANDART...# geiz ist nicht immer geil...



Andreas



Irgendwelche



Tip´s zu geben ohne das Dach gesehen zu haben und zu wissen was für eine Neigung es hat ist schon fragwürdig.



Dachneigung



Hallo,

das Dach hat einer Neigung von 30 Grad, die Ziegeln sind lt. Dachdecker noch in Ordnung, wir haben aber ziemlich viele kleine Öffnungen wo Licht durchscheint. Ist das normal?



Ja das



kommt durch Unebenheiten in der Fläche und Verformung durch die Ziegel.
Alternative zu der Unterspannbahn währe ein Innenverstrich der Ziegel mit Mörtel.
Vorteil dabei ist, Ihr lasst euch den ersten m² zeigen und mach den Rest selbst.Aber 5000€ für 100m² ist eigentlich nicht zuviel, wenn alles mit eingerechnet wurde und es eine anständige Unterspannbahn ist.



Dach



@ Meister Skupe


"Tip´s zu geben ohne das Dach gesehen zu haben und zu wissen was für eine Neigung es hat ist schon fragwürdig."

Hä? Ich kenne Flachdächer mit Schalung und ich kenne Steildächer mit Schalung und dazwischen alle Neigungen mit Schalung...


Wenn Du richtigerweise gesagt hättest "...ohne die Sparren gesehen zu haben", hätte ich es noch verstanden.
Aber fast jedes Dach hat Sicherheitsreserven
in der Sparrenstärke, um eine Schalung zu halten. Es sei denn, es war mal ein Reetdachstuhl, der ohne Nachberechnung und Verstärkung mit einem Hartdach versehen wurde.

Ich wohne seit Jahren in Österreich, hier gibt es nur sehr wenige Dächer ohne Schalung, und die sind aus der Nachkriegszeit.



MfG Andreas