Terrassen-Holzkonstruktion auf Flachdach - Statik/Aufbau?

02.07.2010



Ich freue mich Diese Community gefunden zu haben, denn ich habe ein kleines Bauprojekt vor und bin noch Laie, aber ambitioniert. Ich hoffe ich finde jemanden der mir hilft - ich beschreib es mal so detailiert wie möglich, aber eigentlich sind die Fragen unten auch vollständig...

Projekt: ich möchte eine ca. 1,5m hohe Terrasse auf dem Flachdach meines Hauses bauen.

Hintergrund: das Flachdach hat in der Mitte einen 1.5m flachen, nicht tragenden Aufbau (Ausgang, Rauchabzug aus dem Treppenhaus, Fahrstuhlschacht), dadurch lässt sich die volle Fläche des Daches nicht nutzen. Außerdem ist das Dach mit Wand/Geländer verkleidet, sodass man (liegend/sitzend) nicht drüber schauen kann. Abhilfe soll ein 15qm "Podest" in der Mitte/ans Nachbarhaus angrenzend bilden. Das Podest möchte ich auf den Boden stehend bauen.

Objektbeschreibung: Es ist ein Neubau Jahrgang 2000 und hat ein Flachdach mit Dielen und extensiv bewachsenen Kies. Der Aufbau wird entsprechend gesichert, etc.

Statik: das Dach ist für 200kg/qm auf jeden Fall ausgelegt, es handelt sich um eine Stahlbeton Decke. Da ich auf der Holzkonstruktion auch gerne ein 1m³ Planschbecken haben will und Stühle/Tisch/Personen/Dielen/Konstruktion/Pflanzen auch einiges wiegen, möchte ich die Konstruktion nicht flächig auf den Boden aufsetzen, sondern nur an den Ecken wo dann jeweils eine tragende Wand darunter ist, bzw. es direkt an der Aussenwand ist.

Buget: ich möchte nicht mehr als 2.000€ ausgeben, sodass ich mir leider keinen Statiker leisten kann.

Frage 1: Welches Konstruktionsholz sollte ich verwenden, um auf einer Spannweite von 4,60m eine Last von maximal 2500kg auf zwei Balken tragen zu können? Der Großteil der Last liegt direkt am Rand an und wird dort in den Boden geleitet, aber ca. 500kg liegen rechtwinklig auf einen der Balken in der Mitte (siehe Skizze). Ich denke "Konstruktionsholz Fichte, KVH-NSi S 10, nach DIN 4074, PU/Melaminverleimt, egalisiert und gefast" ist gut - aber welcher Querschnitt ist notwendig?

Frage 2: Wie kann ich von dem horizontalen Balken am besten eine Verbindung zum vertikalen machen? Ich plane mit vier diagonalen Balken unten und oben, damit sich die obere Konstruktion nicht seitlich verschiebt.

Frage 3: Wie sollte ich die Balken schützen, damit Sie möglichst 2-3 Jahre draußen erhalten bleiben? Optisch sind sie durch die Dielen verkleidet, es geht nur rein um den Holzschutz.

Frage 4: Wir kann ich die Last bei den "Füßen" am besten verteilen? Der Boden ist aus Kies auf der einen Seite und Dielen auf Kies auf der anderen. Metallgewinde/Metallfuss? Stabile Holzplatte/

Was habe ich noch vergessen, was ist problematisch? Kann ich noch irgendwas am Sachverhalt erklären?


Vielen, vielen Dank,
A. Richter



Das ist genau die richtige Aufgabe



für myhammer.de

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Konrad Fischer
Architekt



Zu



1. Sie können sich ihre Lasten nicht beliebig aussuchen. 400 kg/m² Balkonfläche Verkehrslast ist vorgeschrieben.
2. Dedails wird man hier im Forum nicht lösen, in Frage kommen Zapfen, Blechverbinder, ...
3. Das ist eine Wíssenschaft für sich, z.B. kommen hier Blechabdeckungen in Frage. Aber wie immer kommt es auf die Details an.
4. Über Schwellenhölzer, aber direkt auf die tragfähige Betonplatte mit einer ausreichenden Beplankung. Die eingebaute Dämmung wird die Last eines Balkons nicht tragen können.
.
Und dann werden sie die 2.000,00 € für den Bauantrag, die Baugenehmigung und die zugehörige Statik, incl. der Kontrolle der Stahlbetondecke und evtl. vorhandener Lastableitender Bauelemente einsetzen müssen. Die Beschreibung deutet auf ein Mehrfamilienhaus, so wird auch noch eine Prüfstatik fällig und ein par Gedanken zur Vermeidung von Wärmebrücken an den Stellen, wo die Konstruktion die Dämmung der Dachdecke durchdringt werden auch fällig.
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Mein Rat: Lassen siehs, oder setzen sie mehr Geld ein und lassen sich die Sache gut durchplanen.



so nicht



Guten Tag, ich halte es mit meinen Vorrednern. Noch zwei zusätzliche Anmerkungen: 1. In der Skizze kann ich keinerlei bauliche Holzschutzmaßnahmen erkennen. Das würde folglich ohnehin nur ein paar Jahre halten. 2. Wenn ich die Skizze richtig interpretiere möchten Sie mit dem Aufbau 1,5 m über der jetzigen Dachdeckung liegen (plus Brüstung als Absturzsicherung!!!) Das bedeutet die "Traufhöhe" Ihres Flachdachs wird immens vergrößert. Da ist fraglich, ob der B-Plan und das Abstandsflächenrecht soetwas überhaupt in Ihrem speziellen Fall zulassen. Das müste ein Architekt auch noch prüfen. mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Auf dem Kies



eine Terasse bauen geht gar nicht!Der drückt sich durch.
Weißt Du denn ob überhaupt die Abdichtung ok ist, und ob eine druckfeste Dämmung eingebaut wurde?
Und für 2000€??? Ist ein Witz oder?
Was ist es denn jetzt ein extensives Gründach, oder ein bekiestes Dach?



Das Forum...



...hat seine Grenzen. Keiner will oder kann hier für lau eine Statik für Ihr Vorhaben schreiben. Nehmen Sie einen Planer, das schafft Ihnen die Chance, daß Teile des Aufbaues nicht schon in 10 Jahren dem Kompost zustreben, oder das Teil gar schon umgefallen ist.

Grüße

Thomas