Kaltdach

29.05.2008



Hallo, ich bitte euch mal um Hilfe. Ich baue derzeit ein Betriebsgebäude, ca. 100m2, um. Seit neuestem kondensiert am Übergang von den Bodenfliesen Wasser. ich vermute dass es am Dachaufbau liegt der einfach zu dicht ist. Das Pultdach ist einfach aufgebaut, Längssparren Abstand ca. 0.65m, dazwischen Rigipsplatten, dann eine Lage Glaswolle, Verbretterung, zum Schluss 4 Lagen Bitumenbahnen.
Ich plane nun ein klassisches Kaltdach um den Wasserdampf abführen zu können. Aufbau bis zur Verbretterung wie oben, dann aussen eine diffusionsoffene Bauderfolie, darauf eine ca. 6cm Konterlattung, dann 3 cm Verbretterung mit geeigneter Dachhaut. (Dachneigung ca.7°, Breite 6,5 m.
Würde dieser Aufbau klappen. Wenn nicht was wäre zu ändern.
das Einbringen einer Dampfsperre zwischen die Sparren raumseitig wird nicht funktionieren.
Herzlichen Dank für die Hilfe.



Kaltdach



Könnten Sie Ihre Frage etwas präzisieren bzw. mehr Informationen geben?
Es ist mir nicht klar, was Kondenswasser auf den Fliesen mit dem Dachaufbau zu tun haben soll.
Warum soll der Einbau einer raumseitigen Dampfsperre nicht funktionieren?
Wie ist der genaue jetzige Aubau, also wie hoch sind die Sparren, wie dick die Glaswolle?
Gibt es Kondenswasser an der Decke?
Wie hoch ist der potentielle Feuchteanfall in dem Raum eigentlich, wie soll er genutzt werden?

Viele Grüße





Hallo Herr Böttcher,
das Kondenswasser tritt nur an den Sockelfliesen auf. Ich nehme an deshalb weil das Gebäude insgesamt zu dicht, wohl auch zu kühl, ist, insbesondere das Dach über das m.E. fast kein Wasserdampf abdiffundieren kann.
Die Sparren sind 17 cm hoch, Glaswolle 12 cm dick.Kondenswasser an Decke ist nicht vorhanden. Feuchteanfall ist derzeit gering, später vielleicht mal wie in einem öffentlichen Gebäude.
Viele Grüsse



Ist es möglich,



dass sie durch die Baumassnahme gerade relativ viel Feuchtigkeit in das Gebäude bringen?
Ich glaube auch nicht, dass das Problem am Boden mit der Dachkonstruktion zusammenhängt, weshalb die Beantwortung der Fragen von Georg Böttcher echt wichtig wäre.
Schöne Grüsse
Jürgen Maier



Kaltdach



Also statt den Raum über ein nicht winddichtes Dach bzw. Deckenkonstruktion zu entlüften und das Kondenswasser statt an der Bodenfliese in der Glaswolle zu haben, kann ich mir einfachere Methoden der Lüftung vorstellen.
Wie wärs über die Fenster?

Viele Grüße





Dieser Einfall lieber Herr Böttcher, ist uns tatsächlich auch schon selbst gekommen. Wenn schon dann eine konstruktive Antwort.



Kaltdach



Lieber Fragesteller bzw. Fragestellerin,
anscheinend haben Sie jetzt verstanden, das Ihr Vorhaben unsinnig ist.

Kondenswasser an den Fliesen hat nun mal NICHTS MIT DEM DACH zu tun.
Und als Lüftung ist ein Dach ebenfalls ungeeignet.
Wenn Sie, wie beabsichtigt, warme und Feuchte Innenluft durch die Decke in die Dämmung leiten, kommt es dort zu Kondenswasserausfall, da die Dämmung bei Durchströmung praktisch wirkungslos ist.
Die Menge wird im Winter um ein mehrfaches größer sein als die paar Tropfen an den Sockelfliesen (falls dies Kondenswasser ist).
Die Glaswolle wird dieses Kondenswasser speichern; die paar cm Belüftungsebene über der Schalung ändern daran so gut wie nichts. Irgendwann gibt es einen Knall und ein paar hundert kg nasse Glaswolle samt durchgeweichtem Rigips liegen auf dem Fußboden.
Übrigens, noch was zum Kondenswaaser:
Falls es Kondensat ist, das bei Ihnen an der Sockelfliese ausfällt, dann sollte Sie die Luftfeuchte bzw. die Temperaturführung in dem Raum ändern. Leider sind Sie nicht bereit, zur Nutzungsart des Gebäudes Angaben zu machen, deshalb kann Ich Ihnen dazu keine weiteren Auskünfte geben.
Ich hoffe, das war konstruktiv genug.

Viele Grüße



Kondensat an Sockelfliesen



Moin,
Wenn an den Sockelfliesen Kondensat entsteht, müssen Sie nicht das Dach umbauen.
Im Winter: Gut heizen ,gut lüften. (alte Bauernregel)
Im Sommer: Nur Lüften ,wenn es draußen kälter ist, als drinnen. ( in der Regel in der Nacht)
viele Grüße