Spitzdach dämmen (untersparendämmung)

10.02.2005



Ich bin gerade dabei bei meinem Haus (Altes haus, renoviere es) im Spitzdach die Wärmedämmung zu machen. Ich habe vor 3 tagen zwischen den Sparren Mineralwolle (120mm) zur Dämmung eingesetzt. Als ich heute kam um die Dampfsperre (die folie) anzubringen, habe ich bemerkt, das die Holzbrätter leicht mit Schimmel befallen sind und die Wolle recht feucht ist.
Dazu muss ich sagen, das mein Dach mit Holzbrätter gedeckt ist und darauf mehrmals die Dachpappe. Ich habe zusätzlich Lattung gemacht, dann mit Dachpfannen (Blech, sehr leicht) gedeckt.

Meine Fragen sind:
Reicht die Dämmung aus (das Steildach will ich als Gästezimmer nutzen) oder muss ich noch was anderes machen?

Geht der schimmel zurück?(man hat mir gesagt, das der Schimmel spätestens im Sommer weg ist)?

Kann ich schon Rigips-platten anbringen ohne das irgendwas passiert?

mit freundlichen Grüßen
Paul



Will ja eigentlich den Fachleuten nicht vorgreifen ...



aber wo soll sie denn hin, die Feuchtigkeit, wenn nicht in die Dämmung?

Aussen: Blech (da kann wohl kein Dampf=Luftfeuchtigkeit) durch,

mehrere Lagen wahrscheinlich bitumierte Dachpappe (verschweisst?)= dito

(Aluminiumkaschierte?) Dämmwolle sagt nur "ich bin ein Schwamm" und das benachbarte Holz sagt dann, ich mache mal mit und auf Staub und Nässe wächst der Schimmel besonders gut, perfekt :(

Tja, die Rigipsplatten, sind die feuchtraumgeeignet?

Hätten Sie vorher einen Fachmann (nein, nicht den mit dem Kittel aus dem Baumarkt) gefragt, oder auch hier, hätten wohl einige von diesem Aufbau abgeraten ...

Liebe zweifelnde Grüße
Heide



nach 3 Tagen im Spitzboden schon Schimmel?



Hallo,
ich habe auch Probleme mit der Feutigkeit im Spitzboden
und es fing schon an zu Schimmel, muß sagen das es bei mir
um einen Neubau geht und noch viel Feuchtigkeit da ist.

Aber das bei dir scheint nicht viel zu werden,
es wäre besser wenn du Dachdecker und Fachläute mal
befragst.

Viel glück



Dachdämmung



Hallo,

einen "LINK" für Interessierte zum Thema Dampfbremse im Neubau und bei Sanierung

Hartwig M. Künzel vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik
z.B.: "Feuchteschutz unbelüfteter Steildächer"

Gruss

Ega (nach 2 Wochen Lungenentzündung wieder dabei)



Dach belüften



Hallo Paul,

Du musst unbedingt Dein Dach belüften. Das heißt, zwischen den Brettern, auf denen die Teerpappe und das Blech liegt, und der Dämmung muss eine Luftschicht sein, die offen nach draußen ist. Ein unbelüftetes Dach, was Du scheinbar bauen willst, ist ähnlich kompliziert, wie ein Wärmedämmverbundsystem und das bekommen selbst Fachfirmen kaum ordentlich hin.

Desweiteren solltes Du vielleicht noch mal darüber nachdenken, ob Mineralwolle die richtige Dämmung ist. Abgesehen von den Schimmelproblemen, die Du jetzt schon unter anderem durch die Mineralwolle hast, wird es im Sommer extrem heiß in dem Gästezimmer werden.

Hallo Ega, wo ist der Link?

Viele Grüße
Stephan Schöne



Link: Fraunhofer-Institut für Bauphysik



Hallo,

anbei zwei links

http://www.hoki.ibp.fhg.de/ibp/publikationen/konferenzbeitraege/pub1_2.pdf

http://www.hoki.ibp.fhg.de/ibp/publikationen/konferenzbeitraege/pub1_23.pdf

Frage:
Wieso wird es durch Mineralwolle im Sommer extrem heiz unter dem Dach? Liegt das an der fehlenden Masse (Wärmekapazität?)?
Ich habe früher unter dem Dach gewohnt. Problem waren die Dachfenster ohne Aussenrollanden. Die wirken wie eine Bügeleisenoberfläche. 38°C .. 42°C war kein Problem.

Gruss Ega



Sommerlicher Wärmeschutz



Hallo Ega,

ich gestehe, ich habe es selbst noch nicht ganz verstanden. Aber es gibt 2 Einflussgrößen für den sommerlichen Wärmeschutz abgesehen von den Fenstern.

1. Die Wärmespeicherwirkung, die abhängig ist von Masse und Material. Je besser sie ist, desto später kommt die Außentemperatur innen an. Optimal ist es, wenn die Mittagshitze abends oder nachts innen ankommt. Dann ist es draußen schon wieder kühl und es ist eher angenehm innen.

2. Die Wärmedämmung, welche die Maximaltemperatur senkt.

Eine gut Kombination beider Eigenschaften verbessert ergibt ein angenehmes Raumklima im Sommer. Mineralwolle ist da nicht so optimal, was zu dem berühmt berüchtigten Barackenklima führt.

Im Internet gibt es dazu heiße Diskussionen, aber das Massivbauten im Sommer sehr viel angenehmer sind, bestreitet wohl keiner.

Viele Grüße
Stephan Schöne



danke



danke an alle für ihre antwoten. das problem ist gelöst :D Habe die mineralwolle verkleinert und so mehr Zwischenraum für die luftzirkulation geschaffen. jetzt es ist alles trocken und warm.

danke @ all





Hallo,
ich hoffe die Fachwelt verflucht mich jetzt nicht.
Es gibt, da sie das Internet nutzen können, sehr viel Möglichkeiten sich zu informieren.

Aber da sie ja fragten, zu allererst, sollten sie die Belüftung von hinten sicherstellen. Was Löcher ins Dach?, nee.
zwischen Sparren und Bretter, 2-4cm Lüftung, dann die Wolle, aber vorsicht auf WLG-Wert (035/040), bei Schrägdach, brauchen sie nach EnEv 0,3 U-Wert. Danach richtet sich die Dicke des Dämmstoffs und deren WLG Klasse.................
einen Fachmann zu fragen wäre von Vorteil



Dach topfdicht?



Hallo Paul!

Ich wäre mir nicht sicher, ob es ausreichend ist, einfach nur die Dämmung (noch ausreichender U-Wert?) zu verringern, damit zwischen Brettern und Dämmung ein Luftraum entsteht. Dieser Luftraum bingt wenig, wenn die Luft dort drin stehen bleibt - sprich: Es muss schon ein Luftaustausch möglich sein! Sonst staut sich aller Wahrscheinlichkeit nach die Feuchte Luft unter dem First / Dach und die Feuchtigkeit kommt immer noch nicht aus der Konstruktion raus. Daher mein Tipp und Link zu folgendem Forum:

www.dach-info.de

Dort werden häufiger solche Sanierungs-Fragen behandelt. Viel Erfolg!

MfG TM