Wellasbestdach dämmen

09.04.2013 Hoschi



Verehrte Community,
da ich zu meinem Projekt keine Antwort gefunden habe stelle ich nun meine Frage, in der Hoffnung geholfen zu bekommen.

Der 60er Jahre Anbau des Wohnhauses soll als Wohnraum ausgebaut werden. Soweit kein Problem.

Kopfzerbrechen macht mir nur der Aufbau der Dachdämmung. Die Eindeckung besteht aus asbesthaltigen Wellplatten wie sie damals üblich waren.
Die Eindeckung soll erhalten beiben, ist dicht und vollkommen intakt.
Nun soll ,wie gesagt, eine Dämmung angebracht werden.

Hat da jemand Erfahrung oder kann mir Tipps geben bezüglich Aufbau, Dämm-Material, etc?



Umbau



Das ist ein guter Anlass sich von den Asbestplatten zu trennen.
Nach 50 Jahren wird die Oberfläche ganz schön abgewittert sein und Fasern freisetzen. Außerdem wird es später, nach vollzogenem Umbau, um so teurer wenn das Zeug dann doch mal runter muß. Man kann die Haltbarkeit zwar mit einem Anstrichsystem etwas verlängern aber das zögert das Unvermeidliche nur hinaus und kostet auch richtig Geld.
Um etwas zum Neuaufbau des Daches sagen zu können fehlen so gut wie alle Angaben wie Bauart, jetziger Zustand, Neigung, Abmessungen, zukünftige Nutzung, Fotos usw.

viele Grüße



Hallo, Herr Böttcher!



Danke für die schnelle Antwort.

Der Problematik eines Asbest-Dachs bin ich mir bewußt, allerdings ist das Dach in einem den Jahren entsprechenden guten Zustand und hält bestimmt nochmal 20 Jahre, in etwa der Turnus für eine neue Dämmung.. :)
Ein Rück- und Neubau ist derzeit finanziell nicht möglich.

Es ist ein Flachdach von ca 20 m2 (4x5m), mit einer Neigung von ca 20°. Gelagert sind die Platten auf Doppel-T-Träger aus Metall (ca 20cm hoch) mit einem Abstand von etwa einem Meter. Der Bereich unter dem dem Dach soll als Schlafbereich dienen.

Mein Problem ist, einen Dämmungstoff zu finden, der sich der Wellenform anpasst um Lufteinschlüsse zu vermeiden oder eine 'abgehängte' Dämmung. Eine In-Sparren-Dämmung wäre mir am liebsten.



Dachdämmung



Hoschi, ich bin kein Hellseher,
ein bisschem mehr muß da schon kommen.





Den Hellseher habe ich bereits im Esoterik-Forum befragt..
Nun bin ich auf der Suche nach Antworten von Experten.

Ich formuliere meine Fragestellung einmal anders:
Gibt es einen geeigneten Dämmstoff, den ich formbündig unter ein Welldach anbringen kann mit einer Gesamthöhe von ca 20cm?
Da das Dach ja nicht feuchtigkeitdurchlässig ist möchte ich Kondens- und Schwitzwasserbildung vermeiden. Oder ist es zu diesem Zweck besser eine OSB-Platte aufzudoppeln, darunter die Dämmschicht und wieder mit OSB zu verkleiden?!

Wenn exakte Verständnisfragen bestehen um mir weiterzuhelfen beantworte ich sie gerne.



Dach dämmen



Dann antworte ich mal der Fragestellung entsprechend:
Tusdu Mineralwolle drunterpacken und gut is.
Oder lässte mit Zellulose ausblasen.
Holzfaser wär noch besser.

Viele Grüße



Das ist doch Mumpitz.



Wenn Du knirsch unter das weitgehend diffusionsdichte Dach dämmst, ist der Gammel doch vorprogrammiert.

Ganz oder garnicht...
Hol' das Asbest-Dach jetzt runter und entsorge das ordnungsgemäß.
Und dann bau vernünftig neu auf... mit Hinterlüftung...

MfG,
sh



Asbestdach



Geld oder kein Geld ist ein schlagkräftiges Argument.

Ich würde das entweder so lassen, wie es ist oder
die 20 m2 abbrechen und entsorgen.
Das sollten eigentlich Fachleute mit entsprechender Zulassung machen.
Aber, wenn man alles gut anfeuchtet, einen Einwegoverall und Mundschutz und Handschuhe trägt und das ganze in Folie verpackt, wird man es bei den meisten Deponien los (vorher anfragen!).

Dann alle ordentlich neu aufbauen. Dämmung hält länger als zwanzig Jahre.
Viel Erfolg
SG





eigentlich nur für den Stall, aber wenn Sie schon gezielt danach fragen:

http://www.eternit.de/unsere-maerkte/landwirtschaftliche-gebaeude/produkte/etertherm-w-pur/

Grüße



Risiko



Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Eternitdach aus den 60er-Jahren heute noch so fest und dicht ist, dass es eine Rolle in einer wie auch immer gearteten Nutzung spielen könnte.

Auch wenn das Material auf den ersten Blick noch gut aussieht, so ist es doch im Laufe der Zeit verprödet und wird unter Einfluss von Nässe und Frost weiter abbauen. Feuchtigkeit wandert kapillar durch und die Platten werden brüchig. Fasern lösen sich und werden weggeweht... :-(

Na gut, Mineralwolle kost' nicht die Welt, aber die Investition ist doch sehr endlich, außerdem bin ich mir gar nicht sicher, ab für die Asbestplatten bei solchen Maßnahmen noch Bestandsschutz gilt, von der EnEv ganz zu schweigen.