Blechdach dämmen

18.01.2010



Hallo,

ich hätte da mal `ne Frage. Leider habe ich nichts gefunden über das Thema Blechdach dämmen.

Wir haben uns nach unserer Reetdachkate nun einen alten Rest-
hof gekauft. Das Dach besteht -wie hier im Norden oft zu sehen- aus Blech. Ein Dachdecker gab mir die Antwort, dass das Dach mind. noch die nächsten 20 bis 25 Jahre übersteht.
Leider ist das Dach nicht gedämmt. Man kann die Sparren und das pure Blech sehen. Jetzt möchten wir gern dämmen. Aller-
dings hat das Dach ne Fläche von rund 600 qm. Das ist schon
ne Menge. Wer kann uns einen Rat geben, wie wir kostengünstig aber vor allem richtig dämmen? Vielen Dank im voraus!



Ein Blechdach



ohne Unterdach, sprich Schalung und Bitumenbahn??
Da wird die Schalldämmung wichtiger wie die Wärmedämmung, sonst wird jeder Nieselregen zur Zerreissprobe für die Nerven. Ich denk mal, für Wohnraum wird das kaum funktionieren. Auf jeden Fall muss für ausreichende Belüftung der Bleche von unten gesorgt werden.
MfG
dasMaurer





würde denn event. die Möglichkeit bestehen das Dach Stück für Stück abzudecken um eine Unterspannbahn zu verlegen?
Wäre sehr sinnvoll. Die Eindeckung kann ja wieder verwendet werden.Kein problem.
Ich halte nicht viel von "Folie zwischen die Sparren Tackern".
Dann hätte sich auch das Thema mit der Zwangsbelüfftung errübrigt.

Bei 600qm Dämm- Material könnte man auch den ein oder anderen Preisnachlass aushandeln.



Blechdach dämmen



Vielen Dank für die schnellen Antworten! Danke!
Also: das Dach teilweise abnehmen und dann dämmen wollten wir
eigentlich nicht, das werden mein Mann und ich wohl in unserem Leben nicht mehr erleben. Wir dachten eher an eine Dämmung von innen. Regenschauer und dergleichen stören uns eigentlich nicht, zumal es sich unter dem Dach nur um größtenteils ungenutzten Bodenraum handelt. Ein Teil des Bodens ist für Wohnzwecke ausgebaut und auch gedämmt. Scheint aber schon älter zu sein. Da möchten wir allerdings nicht ran, zumal unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind und wir auch noch eine neue Heizungsanlage planen. Oder reicht es, nur den Fußboden zu dämmen? Wie? In erster Linie wollen wir Heizkosten sparen!
Vielleicht weiß ja jemand Rat.
Liebe Grüße





Ist unter dem Dach eventuell gar kein Wohnraum? Dann bietet es sich an, mit dem Boden vom Dachboden "etwas" zu machen. Das "etwas" wäre dann ein neues Thema.



Blechdach dämmen



Hallo Marcel,

das Dach dient zu 2/3 zu Wohnraumzwecken und zu 1/3 nur Boden,
wobei Du Dir das so vorstellen mußt, dass der Bodenraum genau
in der Mitte des Hauses liegt. Also 1/3 links und 1/3 rechts jeweils gedämmt und bewohnt und in der Mitte der ungedämmte Boden. Wir haben gedacht, es würde Sinn machen, den Dachbereich zu dämmen, damit die kalte Luft, die zwangsläufig rein kommt, nicht in die übrigen Wohnräume im 'Erdgeschoss gelangen kann. Das Haus ist Baujahr 1908 und natürlich sind auch die Wände ungedämmt. Wir möchten in erster Linie Heizkosten sparen.
Liebe Grüße
Gabi





Da war sie ja schon, die Antwort auf meinen Einwurf. Da hab ich wohl zu langsam getippt...



Blechdach dämmen



Der Bodenaufbau auf dem Dachboden ist: Holzdielen, Iso-wolle,
evtl. Folie und dann wieder Holzdielen, die man in EG auch sehen kann. Hast Du vielleicht einTipp, wo genau ich da suchen bzw. nachsehen kann? Und einfacher wäre das Ganze wohl auch oder?





Den Boden zu dämmen bringt vielerlei Erleichterungen: Weniger Material, besser zugänglich, weniger Probleme mit Feuchtigkeit.
Um Heizkosten zu sparen, gilt es in erster Linie, direkten Luftzug zu reduzieren. Bei Euch scheint mir da v.a. der mittlere Bereich des Dachbodens wichtig. Zum einen sollte die Tür dicht sein - es gibt so Dichtungen, die den Luftzug unter der Tür durch verhindern, heissen hier "Planet". Wenn der Aufbau Holz-Dämmung-Holz ist (ohne Folie)dann zieht die warme Luft mehr oder weniger direkt durch.
Erst in zweiter Linie kommt die Isolation - damit wird die Wärmeabstrahlung reduziert. Da gibt es 1000 Experten udn 1001 Meinung, mindestens. Im Prinzip gilt hier: Je "perfekter", umso fehleranfälliger. Das grosse Risiko ist immer, dass irgendwo Feuchtigkeit ausfällt. Da haben alle Energiesparhäuser arg mit zu kämpfen, Bauschäden sind an der Tagesordnung, und meist haben diese dann eine "Zwangsbelüftung" (heisst wirklich so!).
Soviel mal für's Erste, werde noch schreiben, wie ich vorgegangen bin.



Es macht keinen Sinn,



ungenutzten Bodenbereich zu dämmen und durch die Abwärme der angrenzenden Wohnräume mitzuheizen.
Wärmedämmung gehört an die Umfassungsflächen des geheizten Gebäudebereichs, möglichst auf die kalte Seite. Und in welcher Form das durchgeführt werden kann, lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. Wichtig ist dabei, konstruktive Wärmebrücken sollten dabei vermieden werden, um keine Kondensationspunkte zu schaffen.
MfG
dasMaurer



Fragen über Fragen...



werfen Eure Antworten auf! Danke für Eure Antworten!

Das Dach ist dicht. Wasser tritt nicht ein. Feuchtigkeit ist auch nicht zu erkennen, Bodendielen sind trocken. Das Dach (Satteldach) ist sehr hoch. Ganz oben, da wo die beiden Seiten zusammentreffen im First, gibt es eine "Zwangsbelüftung". Die soll so richtig und gut sein, laut Aussage des Dachdeckers. Die beiden angrenzenden Wohnräume sind gedämmt; Dachschrägen sowie senkrechte Abgrenzungen (Wände).
Ulrich, was sind Umfassungsflächen? Sind damit die angrenzenden Wände der Wohnräume gemeint?
Würde es ggf. reichen, auf dem Boden des ungedämmten Daches
Styropur zu verlegen? Könnten dabei Kältebrücken an den Dachflächen (Schrägen) entstehen, wenn das Styropur an das
Blech des Daches anstoßen würde? (Ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe, ist nicht so einfach zu beschreiben).
Bin gespannt auf weitere Anregungen! Danke dafür im voraus.
Gabi



Mit Umfassungsflächen



sind in diesem Fall alle Wände, Decken und Fussböden gemeint, die den geheizten Bereich umschliessen. Und das sich hier eigentlich permanent neue Fragen und Problempunkte ergeben, ist völlig normal ;-)).
Die Detailpunkte müssen aber vor Ort abgeklärt werden, Ferndiagnosen sind da als "Spökenkiekerei" anzusehen.
Styropor ist als Dämmstoff aufgrund seines Feuchte- und Brandverhaltens ungeeignet. Auf jeden Fall sollte die unterseitige Belüftung der Dachhaut sichergestellt sein und Kontaktflächen sollten auf jeden Fall vermieden werden.
MfG
dasMaurer





hallo Ulrich,
die Dachhaut bleibt, wenn ich den Fußboden dämme bzw. isoliere, belüftet. Ich verstehe Deine Antwort so, dass das
Material auf dem Fußboden nicht mit dem Blech in Berührung kommen darf.

Was heißt eigentlich "dasMaurer"?
Gabi



Naja,



ich nehme mal an, dass die Fussbodendämmung nicht bis unter die Dachhaut reicht ;-)). Aber wenn ich´s richtig verstanden hab´, sollen auch die Dachflächen teilweise gedämmt werden.
Und der Nick ist auf einen Disput auf einer Baustelle vor etlichen Jahren zurückzuführen:" Ich hab` hier nix zu melden, ich bin hier nur so das Maurer".
MfG
dasMaurer





Hallo,

irgendwelche handgestrickten Dämmungen mitsamt zugehöriger Dampfsperre an einem großen Dach anzubringen, ist wirtschaftlich nicht zu machen.
In der Industrie ist die Lösung ein Thermodach: an beiden Seiten eine Blechtafel mit Profilen und in der Mitte ein aussteifender Kern aus Schaum. Damit können Sie auch die Forderung der EnEv 2009 nach einem u-Wert von 0,24 einhalten.
Vorschlag: Hoesch-Thermodach 130 mm Dicke.
Infos hier: http://www.hoesch.at/Dach-Thermodach

Vergleichbares gibt es natürlich auch von anderen Herstellern.
Ich würde mir mal ein Angebot machen lassen.

Grüße von Niederrhein