Reetdachproblematik - irgendwas neues?

12.04.2008


Nachdem die letzte Diskussion über das "Reetdachsterben" nun schon fast ein Jahr her wollte ich mal nachfragen, ob es irgendwelche neuen Erkenntnisse gibt. Die (vorläufige) Untersuchung der Uni Kiel von Okt 2007 war das letzte was ich dazu gehört habe. Mein Eindruck nach diversen Recherchen und Gesprächen mit div. Fachleuten - grosse Ratlosigkeit..!?



Reetdach



Teilentwarnung:
http://www.architekturatelier-galba.de/pdf/teil1.pdf.

Aber Warnung an die Planer:
Schuster, bleib bei Deinem Leisten !
Wer den Produktionsprozeß, und zwar vom Einkauf bis zur Pflege, nicht beherrscht, soll die Finger davon lassen.

Konrad Fischer weist auf einige Unterschiede zwischen gestern und heute hin:
http://www.konrad-fischer-info.de/212bau9.htm

Die Leute haben mit dem Rauch nicht nur das Dach konserviert sondern sich selbst um einige Jahre Lebenserwartung gebracht.

Grüße





Die "Teilentwarnung" bezieht sich auf die bekannte Studie von Mitte 07, wo festgestellt wurde das "nichts besonders" gefunden wurde. Ja und nun? Damit hat man die Ursache also immer noch nicht geklärt!

Und Hinweise a la Fischer wie "früher war alles besser" helfen nach meiner Meinung auch nicht wirklich weiter....



Fischer schreibt doch ausführlich ...



...auf der Seite, die Herrn Beckmann genannt hat.

Problematik durch:
fehlende Durchlüftung u. Durchheizung, geringe Dachneigung, schlechte Reetqualität, Verwendung metallischer Befestigungen statt Verbinden mit Hanf, Sisal...usw.

Fischer schreibt auch:
"So - mit perfekter Durchlüftung, Durchheizung und Dauer-Schädlingsvergasung - konnten und KÖNNEN AUCH HEUTE NOCH "weiche Dachdeckungen" wie das Strohdach, das Reetdach und das Schindeldach über viele Jahrzehnte wartungsarm bestens funktionieren"

Anscheinend machen wir heutzutage was falsch mit dem Reet.

Gruß
Birte



Andere Meinung ...



Noch ein paar andere Ansichten zum Reetdach-Sterben in:

http://reetdach-sterben.de/html/unsinn.html

Gruß Birte





seit den Beiträgen zur damaligen ähnlichen Frage Nr. 73821 hat sich wohl nichts geändert, außer dem Kontostand derer, die sich mit ihrem Geschäftsmodell "Reetdachsterben.de" andienen möchten. Meine Antwort von damals (27.07.07):

"Wohl schon die Wikinger hatten konstruktive Probleme mit dem Reetdach
Ein reißerisch tituliertes "Reetdach-Sterben" ist zuvorderst wohl eine gern gesehene medienwirksame Hysterie, der mitunter auch Reetdachdecker verfallen, wenn sie die Ursachen nicht erkennen können und ihr Gewerbe bedroht sehen. Andere wittern hier - wohl sicher nicht zu unrecht - noch ein glänzendes Geschäft. Das sich schon eine Expertengruppe beschäftigt, zeigt nur den Grad dieser Hysterie an, sondern bietet drögen Nordlichtern die Möglichkeit "auch mal in`s Fernsehen zu kommen".

Dank der Archäologen, die die alten Wikingerbauten in Haitabu ausgebuddelt und im Detail wieder aufgebaut haben, wissen wir von Problemen, die schon die Wikínger mit der Reetdeckung haben mußten. Sie waren rein konstruktiv bedingt. Es war durchhängende Dachtragkonstruktion mit bereichsweise (zu) geringer Dachneigung, die zu Staunässe und zu der Erkenntnis führte, die Dachneigung nicht durchhängend auszubilden, sondern stetig steil auszubilden.

Diese konstruktiven Erkenntnisse galten auch bei anderen Dachdeckungen im Mittelalter, deren Neigung bei 50-55 Grad lagen. (Grundlinie und Sparrenlänge waren gleich.) Schneller Wasserablauf ersparte komplizierte Abdichtungen und duldete eine gewisse Löchrigkleit in der Dachhaut.

So ist es denn auch die ganze Zeit geblieben, wenn die Dachneigung aus irgendwelchen konstruktiven Gründen zu gering ausfiel, "faulte das Dachzeugs weg wie nix".

(Zu) geringe Dachneigungen finden wir heute bei reetgedeckten Häusern z.B. an den nachträglich angesetzten Gauben. Wenn solche Gauben an reetgedeckten Dächern älterer Häuser eingebaut wurden, zeigte dies regelmäßig den nachträglichen Ausbau des zuvor offnen Dachgeschosses an.

Damit kommt ein konstruktiver Eingriff dazu, der schadträchtig wirken muß, denn damit geht der an den Kopfseiten mit Öffnungen querdurchlüftete Dachraum als Feuchteregulativ ganz verloren oder minimiert sich auf einen kleinen Bereich im Spitzboden. Solche heutigen Dachgeschoßausbauten richten sich nach bautechnischen Vorgaben, deren Auswirkungen zuvor nie an einer Reetdachkonstruktion geprüft wurden.

Die Betroffenen machen nun die Folgeschäden bis zur Hysterie ratlos. Sie überraschen aber auch alle jene, die das vorher nicht bedacht haben, was sie, nur dem jeweiligen Zeitgeist dienend, den Bürgern mit Bauverordnungen und Expertentipps aufgelastet oder verkauft haben. Da leistet man sich gern einen Expertenausschuß, der, wenn er es auch nicht mehr gerade biegen wird, ergebnisoffen im Dunkeln stochern darf (und dann auch mal in´s Fernsehen kommt).

Klassische holzzerstörende Gebäudepilze (oder solche, in Aufbereitungsprozessen der Zellindustrie für den Abbau von Lignin eingesetzte Pilze) spielen am Reetdach keine Rolle, es sind immer und bei ausreichender Staunässe auch ausreichend andere Schadorganismen zum Reetabbau vorhanden.

Eine Tatsache ist, alle faulenden Reetdächer haben eine eindeutig zu hohe Bauteilfeuchte und eine Feuchteverteilung in Form einer Staunässe.
In diese Kategorie fallen häufig solche Feststellungen:
-ausgebautes Dachgeschoß
-Dachgauben
-gedämmte Dachkonstruktionen
-starke Vegetation nahe dem Dach
-nicht gepflegte Deckungen (beständige Vermoosungen)
Überwiegend solche Dächer sind vom "Reetdachsterben" betroffen.

Eine andere Tatsche ist, alle nicht- oder ehrlich gesagt über kurze zeiträume nicht erkennbar faulende Reetdächer haben keine solche hohe Bauteilfeuchte und die vorhandene Feuchteverteilung führt (andauernd) nicht zu einer Staunässe.
In diese Kategorie fallen häufig solche Feststellungen:
-First in Windrichtung
-offner Dachraum
-offene Querlüftung
-offnene Dachkonstruktionen
-keine Gauben
-regelmäßig auf Abstand zum Dach zurückgeschnittene Vegetation
-regelmäßig kontrollierte, gepflegte bzw. rechtzeitig ausgebesserte Deckungen
Überwiegend solche Dächer fallen nicht unter diese neuzeitlichen "sterbenden Reetdächer", allerdings ist auch ihre Lebenszeit sehr begrenzt, weshalb der norddeutsche Bauersmann - wenn er nicht das nötigen Taler in der Schatulle hatte - neben langen Leitern stets auch Reetgras in bündelreifen Mengen zu haben pflegte."





Danke für die Antworten, ich sehe, es hat sich leider nicht viel getan seit dem Sommer 2007. Da ich mir im Moment den Kauf eines Reetdachhauses überlege, hatte ich versucht zu recherchieren mit folgendem Ergebniss:

- es gibt 2 "Lager":
Schaefer (reetdachsterben.de) und co. mit ihrer Verseuchungstheorie.
Die Reetdachinnung mit ihrer einen(!) in Auftrag gegebenen Studie der Uni Kiel (zu lesen z.b. hier http://igbauernhaus.de/uploads/media/Newsletter_03-2007.pdf)

- es gibt keine öffentliche Statistik über das tatsächliche Ausmass und die Schadensbilder. Daher kann man nicht beurteilen, ob z.B. wirklich nur "modern gedämmte" Häuser betroffen sind.

Herr Rüpke, woher stammen z.B. ihre Informationen und ihre Zuversicht? Andere behaupten auch super hinterlüftete Dächer würden faulen, wem soll ich glauben?

Ich glaube ich werde vom Kauf absehen, bis sich die Situation geklärt hat.

Danke, Helge



Neuigkeiten über das "Reetdachsterben"



Hallo Helge,
die Untersuchungen unter Leitung von Prof. Dr. Schwarz sind abgeschlossen, die Ergebnisse werden derzeit den Dachdeckern mitgeteilt. Im Grunde würden die vorläufigen Ergebnisse bestätigt. Die Innungen der Reetdachdecker lassen die Erkenntnisse nun in Ihre Arbeit einfließen. So wurden beispielsweise Schulungen über die Bauphysik von Reetdachhäusern durchgeführt, das Produktdatenblatt für Schilf wird neu formuliert und die Fachregeln für die Reetdachdeckung werden überarbeitet. Damit hatte Polemik von Herrn S. und Herrn Fischer am Ende doch etwas Gutes: Dachdecker (Bauphysik), Händler (Produktdatenblatt) und Planer (Fachregeln) sind gezwungen Ihre Qualität zu verbessern. Leider schafft Herr S. den Absprung nicht, aber das steht auf einem anderen Blatt geschrieben.
Betreffend der Hinterlüftung der Reetdächer ist festzustellen, dass zukünftig lt. Fachregel ausschließlich Dächer mit Hinterlüftung hergestellt werden sollen, damit wir der Tatsache Rechnung getragen, dass ein Großteil der Probleme auf die Konstruktion von sog. Warmdächern zurück zu führen ist.

Als Fazit lässt sich feststellen:
- Ein Reetdachsterben hat es ausschließlich im Kopf von Herrn S. gegeben, der als Medienprofi dies auch kommunizieren konnte. Im Dezember 2007 waren der Innung S-H 107 problematische Dächer bekannt (bei geschätzten 30 000 Dächern, selbst mit einer Dunkelziffer von 300 Dächer sind das weniger als 1%).
- Die Diskussion hat dazu geführt, dass Handel, Handwerker und Planer die Qualität Ihrer Arbeit verbessern konnten.
- Die Diskussion hat dazu geführt, dass Verbraucher verunsichert sind, einige Arbeitsplätze in der Branche verloren gegangen sind und das Kulturgut Reetdach in Zukunft wahrscheinlich noch seltener in Norddeutschland zu sehen ist.

Wenn Sie mehr Informationen brauchen:

Gesellschaft zur Qualitätssicherung Reet mbH
Ansprechpartner Herr Jurascheck
Holzkoppelweg 5
24118 Kiel
Tel. 04 31 - 5 47 76-0
Fax 04 31 - 5 47 76-66
www.reetdachdeckung.de

Informationen, über die Haltbarkeit von Reetdächern und was Sie beim Kauf bzw. Bau eines Reetdachhauses beachten sollten:

http://www.hiss-reet.de/bauen-mit-reet/reetdach/architektur/haltbarkeit.html



12.01.2009 - es gibt neue Forschungsergebnisse zum Reetdachsterben



die Universität Greifswald hat im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprojektes u.a. im Auftrag der Reetdachdecker-Innung nun die Gründe für das Reetdachsterben gefunden und am 12.01.2009 veröffentlicht. Umfangreiche Informationen dazu hier:
http://www.reetdach-sterben.de



12.01.2009 - es gibt neue Forschungsergebnisse zum Reetdachsterben



die Universität Greifswald hat im Rahmen eines umfangreichen Forschungsprojektes u.a. im Auftrag der Reetdachdecker-Innung nun die Gründe für das Reetdachsterben gefunden und am 12.01.2009 veröffentlicht. Umfangreiche Informationen dazu hier:
http://www.reetdach-sterben.de



Einen guten Artikel



über dieses Thema und der Glaubwürdigkeit von Herrn Schäfer, der hier sicher wieder ein Geschäft wittert finden Sie hier:

http://www.zeit.de/2007/32/T-Reetdach



Herr Schaefer verdient nichts am Reetdachsterben - im Gegenteil



Herr Schaefer ist Wissenschaftler und geschädigter Reetdacheigentümer. Er hat beruflich mit Reetdächern nichts zu tun. Und mit Geld verdienen hat seine Reetdach-Aktivität schon gar nichts zu tun - wie und womit denn auch? Dass Herr Schaefer wegen seiner Informationstätigkeit zum Reetdachsterben allerdings von Reetdachdeckern u.a. Branchenangehörigen permanent angegriffen wird, ist verständlich. Besonders jetzt nach den Forschungsergebnissen aus Greifswald, wo es nun gar keine faulen Ausreden und falsche Schuldzuweisungen zum Nachteil der Reetdacheigentümer mehr geben kann. Der Zeit-Artikel, den Sie zitieren, war von bestimmter Seite gesteuert, um Herrn Schaefer endlich mundtot zu machen, was natürlich nicht gelingt, weil wir in einer Demokratie leben! Jeder, der http://www.reetdach-sterben.de anschaut wird danach besser informiert sein und bemerken, dass dahinter eine ziemliche und unentgeldliche Mühe steckt.



Herr Schaefer...



...vielleicht liegt es an der reißerischen Sprache und dem inquisitorischem Eifer mit der Sie Ihre "Mission" verfolgen...

Gruß

Nico



Herr Petersen



haben Sie schon mal vor einem 75-jährigen Ehepaar gestanden, das 2007 sein letztes Vermögen in ein Reetdach gesteckt hat, um beruhigt darunter den Lebensabend zu verbringen und um nun zu erfahren und vor allem zu sehen, dasss sein Dach völlig hinüber ist und erneuert werden muss, wobei der Dachstuhl kein anderes Deckmaterial anderes als Reet zulässt? Ich kann Ihnen viele solche Beispiele zeigen. Verstehen Sie überhaupt die Fremdwörter, die Sie in Ihren Diffamierungsversuchen verwenden? Was hat eine Selbsthilfegruppe mit Inquisition zu tun? Unsere Dächer haben so etwas wie "Krebs" - da heißt es kämpfen...



Krebs?



Das ist doch ein wenig dick aufgetragen. Marktwirtschaft heißt das Geschäft (oder meinetwegen die Krankheit), das hier alles bewegt.



Noch irgendwas zur Sache...?



Bitte keine Flamewars über die Redlichkeit einzelner Autoren oder deren Argumente! Nach fast einem Jahr Recherche zu diesem Thema ergibt sich für mich immer noch die Feststellung:

alle vermuten, keiner weiss irgendwas!

Es ist auch unmöglich sich selber ein Bild zu machen da niemand(?) irgendwelche Statistiken und Reihenuntersuchungen von Häusern veröffentlicht hat: Wieviel % der Häuser sind betroffen, wieviele mit gleichem Zustand...????

Ob die besagte Studie aus Greifswald aussagekräftig ist zeigt sich ziemlich einfach in 1-2 Monaten: erscheint die Arbeit in einem renomierten Fachblatt oder nur auf der Uni-Homepage....?

Ein Ergebnis gibt es: solange mir keiner eine Analyse machen kann werde ich kein Reetdachhaus kaufen, leider.

Gruss, Helge



Krebs!



Also in meinem Dach wuchern Pilze und keine Marktwirtschaften. Und es fällt mir zur Beschreibung dieses biologischen, unkontrollierten und zerstörerischen Wucherns bis hin zum (schnellen) Exitus des Daches halt keine bessere Analogie als Krebs ein. Haben Sie ein Reetdach? Wissen Sie was es heißt, wenn Ihnen das Dach überm Kopf wegrottet? Wenn Sie mit bloßer Hand portionsweise braunen Matsch voller Pilzmyzele herausnehmen können?



Kopiert aus anderem Beitrag! Warte auf Antwort!



Hallo Herr Schäfer!

---Forenreferenz-----------
Hallo Herr Schäfer! -
Ich war gerade nochmal´s auf Ihrer Homepage.
Meine Aussage die ich gelöscht habe, dass ich keine Handwerker mag, die einen Pilz als Ursache nehmen um Ihr Gewissen rein zu reinigen, lasse ich stehen.
Denn das wäre wirklich wie, wenn ich einen Bauschaden verursache und Hausfäuleerreger Verantwortlich mache.
Fakt ist eins!Teilweise miserable Reetqualität durch neuerdings Erntezeiten außerhalb des Winters.
Auch die Händler wissen doch, dass sie miserables Zeug los bekommen, wenn es in der 2 Jahreshälfte knapp mit Reet wird.
Holz u. Reet zerstörende Pilze sind schon immer da.
Mit der Bauphysik ,naja! Wie sehen denn sie z.B. die Sache mit dem Brandhemmer aus Wasserglas? Der Reist auf und die Feuchte die drin ist? Oder Konstruktive Sachen, wie zu dicke Schichten,so das die oberen Halme Waagerecht liegen bzw. die Brühe zurück läuft?
Ich werde immer mal ein bis´l bei Ihnen stöbern! Auf jeden Fall lehne ich es ab den Pilz allein für´s Reetsterben verantwortlich zu machen. Das ein Reetdach nicht ewig hält und abhängig von vielen Faktoren ist Klar. Früher wurden die Dächer ja auch Stück um Stück repariert und erneuert. mehr ...
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Gruß Ronny



Herr Schäfer...



...Ihre Antwort steht für sich. Ich denke Sie sind emotional etwas aufgeladen (wie Ihre Internetseite und Ihre Wortwahl zeigen) und wenn ich mich in Ihre Situation versetze, habe ich auch Verständnis für Sie. Nur eines tun Sie so nicht: Sie helfen mit Ihrer Wut niemanden und die Reetdächer "retten" Sie so auch nicht, das können nur Architekten, Lieferanten, Ausführende und Bauherren zusammen.

Gruß

Nico



Herr Petersen



"...das können nur Architekten, Lieferanten, Ausführende..." also genau jene Marktwirtschaft, die Herr Rüpke zu recht erwähnte. Welches Interesse haben denn diese Leute: mehr kaputte Dächer = mehr Architekten, mehr Lieferanten, mehr Ausführende. Es ist doch genau wie in der Medizin: nur Kranke sind interessant - Gesunde sind existenzbedrohend. Merke: nur wer GEGEN den Strom schwimmt, kommt an die Quelle! Das soll meiner letzter thread hier gewesen sein.





Hallo,

die Diskussion kommt mir vor wie über einen Komposthaufen: erst baut man einen und dann wundert man sich, daß er funktioniert.
Was in diesem Fall zum Bauen gehört: Miserables Reet, außerhalb der Saison geschnitten, falsch gelagert und mit hygroskopischen Salzen behandelt (als kompostierbares Material mit Rottebeschleuniger); beschleunigt wird alles durch dauernde Feuchtezufuhr aus Wohnräumen, über denen die Dämmung und Dampfsperre unzureichend ausgebildet sind, stehendes Wasser (waagerechte Halme und zu geringe Dachneigung).
Klimafolgen ? Ja auch, warme Winter und Heizung von unten bekommen den Pilzen bestens.

Täter sind die Pilze, wie im Komposthaufen. Aber irgend jemand hat ihn angelegt.

Grüße vom Niederrhein