Altes / neues Flachdach

02.07.2008



Hallo,

folgendes Problem bei dem sich die Fachleute streiten.
Wir haben an unserem Haus einen Anbau welcher schon beim Kauf vorhanden war. Die Decke besteht aus Balken 10 x 20 cm mit einer Bretterschalung von 25 mm und richtig dicker Schweißdachpappe (mit Silberfolie drin) darüber. Dann kommt noch Folie und alles ist an den seiten hochgezogen. Am Rand ist ein Ablauf. Auf der Folie lag noch (jede Menge) Waschkieß und darauf waren Waschbetonplatten 60 x 40 cm
Nun kommt mein Problem.
1. Der Ablauf ist undicht und führt durch das Dach ins innere und an der Seinenwand wieder hinaus.
2. Den darunter liegenden Raum möchte ich als Werkstatt nutzen.
3. Die so neu entstandene Terasse könnten wir als Dachterasse nutzen.

Wir möchten dazu zwischen den Balken Dämmmaterial anbringen (20 cm) und mit Rigips oder OSB Platten verkleiden. Die Balken und 25 mm Schalung wären stark genug eine Betondecke zu tragen und so habe ich mir gedacht ich bringe eine Schalung um das Dach an und lass ca. 10 cm Beton reinfließen. Alles in allen ca. 10 Tonnen. (muss natürlich abgetützt werden, Armierung muss genug rein u.s.w.).
Ist das so einfach möglich? Wird das 100%-ig dicht oder muss wieder Dachpappe darauf?
Ich würde außen ca. 10cm unterhalb vom Dach umlaufend einen 5 x 5 cm Holzbalken an der Wand anbringen und an diesen dann eim ca. 25 cm breites Brettanschrauben. Da kann ich dann über dem Brett abziehen und so würde der Beton auch noch an der Wand anliegen und alles wäre vor Regen geschützt.
Was sagen denn die Fachleute unter Euch. Ist das so einfach?



Flachdachaufbau



Ich würde am System des Dachaufbaues nichts ändern.
Reparieren Sie den Ablauf bzw. positionieren Sie ihn außen.
Wenn Sie Dämmung in die Decke einbauen, bitte die Dampfsperre bzw. -bremse nicht vergessen.
Mit dem Kies und dem Plattenbelag haben Sie eine ebene Terrassenfläche ohne Pfützen und die Abdichtung ist zugänglich.
Große Temperaturgefälle werden durch die Speichermassen abgefangen.
Wenn Ihnen die Betonplatten nicht mehr gefallen können Sie alternativ auf die Kiesschüttung einen Holzbelag aufbringen.

Viele Grüße



Abdichtung mit Beton



Hallo,
Wieso machen sie es sich so "schwer"?
Wenn sie zwischen den Deckenbalken dämmen wollen , brauchen sie an der warmen Seite eine 100%ig ausgeführte Dampfsperre.
Wenn sie kein Vertrauen in die vorh. Schweißbahn haben,
(hätte ich auch nicht)verlegen sie doch eine vorgefertigte Dachhaut ,incl, Aufkantungen aus EPDM-Kauschuk.
Dann: Schutzlage aus Vlies , Lavadrän , Filtervlies ,
Vulcamineral , im Nutzbereich Holzbelag , im Randbereich
eine Dachbegrünung.

Wasserdichte Betonbeläge hat man in den 60er gern gemacht.
Dazu braucht man "Spezialerfahrung".
WU- Beton auf einmal (incl. der Aufkantungen)einbringen.
Es dürfen keine Arbeitsfugen entstehen: kein Frühstück und kein Mittag.
Ich rate davon ab.
Viele Grüße



Noch ein Problem...



... habe ich mit dem vorhandenen Dach. Die Deckenbalken sind über die Hauswand hinaus verlegt worden (ca. 40cm) und in die andere Richtung sind noch kurze Balken eingesetzt worden. Das sollte sicherlich gut aber hatte zur Folge das genau diese Balken (auf der Wetterseite am schlimmsten) bis zur Hauswand hin abgefault sind. Diese muss ich auf jeden Fall entfernen. Dann ist die Dachfläche absolut uneben und zum Ablauf hin (Ecke) geneigt.Also kann ich den Dachablauf nicht einfach nach außen verlegen. Oder? Der Waschkies ist samt Betonplatten schon beseitigt worden. Erst dann kam das unebene Dach zumvorschein. Bei Regen stehen richtige Pfützen auf dem Dach und mit dem Kies darüber bilden sich an diesen Stellen richtige Biotope und der Kies fängt dann sicherlich an zu stinken.
Eben bekomme ich diese Fläche sicher nicht so einfach. Das einzige was mir eingefallen ist..., Betondecke darauf!



Vergessen...



habe ich noch zu sagen, dass der Beton mit der Pumpe und zwar alles auf ein mal auf das Dach aufgebracht werden sollte. Also keine Arbeitspause und keine Arbeitsfugen.



Flachdachsanierung



Noch mal deutlicher:
Schlagen Sie sich das mit dem Beton aus dem Kopf.

Wenn ohnehin schon alles abgebaut ist, dann können Sie die Decke nach dem Vorschlag von Robert Göbel neu aufbauen lassen.

Wenn Sie es billiger haben wollen, bleiben Sie beim Minimalaufbau:
- neue Abdichtung im Gefälle mit nach außen entwässerndem Ablauf,
- Kiesschüttung,
- Terrassenbelag aus Holz oder Gehwegplatten.

Viele Grüße



Also



dann werde ich mir das mit dem Beton nochmal überlegen.
Vielen Dank für die Antworten.