presiwerte(?) Dachneudeckung/Dachausbau (Wochenend)haus

27.10.2007



Wir planen den Kauf und anschliessende Sanierung eines älteren Landhauses, angeblich 50er-Jahre, und haben uns bereits einen Kostenvoranschlag für die Neudeckung des Daches machen lassen.
Eine Übersteigung wäre möglich (zur Zeit ist das Dach mit Ziegeln gedeckt), allerdings sollte in den nächsten 5 bis 7 Jahren das Dach neu gedeckt werden, da die Nasen der Ziegel schon ab sind.

Da mittelfristig ohnehin der Dachboden ausgebaut werden soll, möchten wir recht bald das Dach neu decken und alles für den späteren Ausbau vorbereiten, allerdings müssen wir Kompromisse machen.(Eine komplette Wämeisolierung, Biberschwanzeindeckung und womöglich noch eine Erdwärmepunmpe ist finanziell nicht drinn, und ausserdem wird das Haus vorwiegend im Sommer genutzt, sodass die Heizkosten zumindest die nächsten 15 Jahre eine untergeordnete Rolle spielen.)

Die Fassade ist soweit in Ordnung, als Heizung kommt eigentlich nur Festbrennstoff (Holz) in Frage (Gas ist nicht vorhanden), ich werde einen Kachelofen einbauen lassen und denke momentan an eine Kombination mit einer Wandheizung - falls das möglich ist.

Nun frage ich mich, ob ich beim Dachausbau (Kostenvoranschlag 25.000 EUR inkl. Regenrinnen, Verstärkung der Sparren zwecks Vorbereitung Innenausbau pipapo...später kommen aber noch Zimmerarbeiten sowie die Innendämmung selbst dazu) Geld sparen kann, indem ich statt auf (eh schon einfache) Ziegel auf preiswertere Materialien zurückgreife wie z.B. Blechbahnen, ich denke, neben Materialkosten spare ich auch viele Arbeitsstunden ein, weil schneller zu verlegen.

Gibt es irgendwo im Forum oder an anderer Stelle einen Vergleich der möglichen Dachdeckmaterialien mit all ihren Vor- und Nachteilen vor allem auch in Bezug auf Ausbau?
Z.B. höre ich oft von den angeblich störenden geräuschen des Regens auf Blechdächern, für ein Blechdach würde hingegen das geringere Gewicht sprechen. Und: welche Materialien ausser dem Ziegel bieten auch wärmedämmende Eigenschaften? Spielen diese wärmedämmenen Eigenschaften überhaupt eine Rolle, wenn doch ohnehin beim Innenausbau des Daches darauf Rücksicht genommen wird? oder ist es im gegenteil (preis)günstiger, bereits bei der äussersten Hülle an die Dämmeigennschaft zu denken?

Wenn Sie mir weiterführende Links oder auch Literaturempfehlungen geben können, wäre ich sehr dankbar - meine ersten Gespräche mit Architekt und Professionisten haben mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet ;-)

Deswegen lese ich mich gerne erst mal ins Thema ein, bevor ich diese erneut kontaktiere :-)

1000 Dank!

Ursula



Blech...



Hallo Ursula,
es gibt fertige Bauelemente, die in der Mitte aus Isolierschaum bestehen und auf beiden Seiten mit Stahl oder Aluminium beklebt sind. Das nennt sich Sandwich-Bauweise und wird oft bei Industriebauten verwendet. Ein Bekannter von mir hat sein Haus damit gedeckt. Eine "Schindel" ist 1m breit und 10m lang... das ging natürlich schnell.

Das sieht natürlich ein bisschen anders aus als ein normales Landhaus...



Ob Blech das wahre ist?



Ein Landhausgebäude mit Blecheindeckung?
Ist das wirklich das wahre?
PREFA wäre doch da eigentlich passend.

Aus unserer Sicht sollte erst einmal geklärt werden, in wie weit man sich jetzt schon Gedanken machen möchte, was in 5 bis ultimo Jahren mit der Dachdeckung passieren soll.
Natürlich ist es zeitgemäß, sich darüber langfristig zu definieren, doch in erster Linie sind doch die hauptsächlichsten Sanierungsfragen wichtig.
Heizung, Elektik, Dämmungen, Fassade, Fenster.
Hier wäre es sicher sinnvoll sich mit einem guten Planer zusammen zu tun, um ein Sanierungskonzept zu erarbeiten und daraus dann die Schritte abzuleiten.
Auch kann man so die Finanzplanung ordnen und die jeweiligen Etappen definieren.

Grüße

Udo



Blechdach / Prefa und so



Vielen Dank für all die Anregungen!

>Ein Landhausgebäude mit Blecheindeckung?
>Ist das wirklich das wahre?

Nun, die Architektur des Hauses liesse die eine oder andere Blech-Variante sicherlich zu: in Nordböhmen stehen jede Menge Architekturjuwelen, kleine und grössere Villen im Jugendstil und Art Deco, die zum großen Teil mit einer regional typischen Blechdeckung versehen sind; rein optisch könnte ich mir die eine oder andere Variante fernab vom Ziegel vorstellen, eben weil das Haus kein klassisches Bauernhaus ist. Wobei mir natürlich die Vorzüge von Ziegeldächern klar sind.
>PREFA wäre doch da eigentlich passend.
kurz nach "PREFA" gegoogelt - siehe da, auch das ein Blechdach ;-)
Klar, ein Blechdach kann auch die Form und Farbe eines Ziegeldaches kopieren...

Allerdings weiss ich wirklich überhaupt nicht, auf was es beim richtigen Dach und der richtigen Dämmung wirklich ankommt: da gibt es ja unterschiedlichste Meinungen, und momentan neige ich eher dazu, mein Geld in eine ökologisch einwandfreien Dämm-dachausbau zu stecken und dafür bei der "Optik von oben" ein wenig zurückzustecken - andererseits ist wohl auch gerade der Ziegel ökologisch und bauphysikalisch sehr sinnvoll....

Elektrik ist vor einigen jahren neu gemacht worden
< Fassade ist bis auf eine Wand in Ordnung, und deswegen und weil das Haus ohnehin im Winter mehr oder weniger leersteht, spielt die Dämmung der Fassade keine Rolle.

Dämmung ist eben, wie gesagt, beim später geplanten Dachausbau ein Thema und möchte ich jetzt in meine Überlegungen wie auch in meine Kostenkalkulation miteinbeziehen.
Und die Fenster - großteils alte Doppelkastenfenster - lasse ich so, wie sie sind, ich werd sie nach und nach wohl abschleifen und nachbehandeln, allerdings kann ich mir da ein paar Jahre lang Zeit lassen, weil sie in wirklich akpeptablen Zustand sind :-)


Auch kann man so die Finanzplanung ordnen und die jeweiligen Etappen definieren.

Das stimmt natürlich, mir ist die Sinnhaftigkeit eines Planers auch bewusst; da wir allerdings die Sanierung allenfalls etappenweise bewerkstelligen können und auch nur einen Teil der Arbeiten über Handwerksbetriebe machen, können wir keinen Architekten für das Gesamtprojekt engagieren und bezahlen. Wir werden aber sehr wohl einen Architekten für die eine oder andere Beratungsstunde engagieren, und dafür halte ich es für notwendig, mich bereits im Vorfeld eingermassen über unterschiedliche Möglichkeiten informiert zu haben.

Vielen Dank für all die Anregungen!

Buchtipps nehme ich gerne entgegen :-)

Ursula



Kennen Sie ....



die "Niederösterreich gestalten"? Einfach mal googeln.
Da kann man sich auch Berater kommen lassen, kostent nur 20 Euro. Gerade hinsichtlich Energiesparung und Altbau.

Der größte Nachteil von Zieglen sind ihr Preis. Leider.
Es gibt ja auch diese Dachsteine, also Ziegel aus Beton. Sehen fast wie Ziegel aus, sind aber keine.

Der Vorteil von Ziegeln ist halt Langlebigkeit, Dampfdurchlässigkeit, schnelle Trocknung=kein vermoosen. Aber Wäremdemmung wird ein Dachziegel genauso wenig wie eine Ziegelmauer.



Sandwich-System-Dacheindeckung?



@Wolfgang:

habe inzwischen ein bisserl über Sandwichbauweise recherchiert, in Zusammenhang mit Dach kannte ich das bislang noch nicht. Allerdings konnte ich eher Systeme zur Flachdachsanierung finden bzw. Dämmsysteme, die unter der eigentlichen Dachindeckung verwendet werden.
Weisst Du vieleicht einen Herstellernamen oder eine genauere Produktbezeichnung des Materials, das dein freund verwendet hat?

danke Dir!



NÖ Förderung + Beratung



@Ulrich Jäkel:

danke, klar kenne ich NÖ gestalten - ich wollte Sie bereits fragen, ob Sie die Beratungsleistung(en) in Anspruch genommen hatten, wie ausführlich die sind und ob Sie mit der Beratung und Betreuung zufrieden sind/waren.

Ehrlich gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, in EINER einzigen Beratung ALLE Probleme/Fragen durchzudiskutieren!

Nur, momentan ist mein Problem eher, eine Kaufentscheidung treffen zu müssen, bevor ich überhaupt die NÖ-gestalten-Beratung in Anspruch nehmen kann ;-)

(Auf alle Fälle werde ich kaum Fördergelder in Anspruch nehmen können, denn gefördert würde das werden, was wir in Eigenleistung erbringen, und damit könnne wir eben keine rechnungne vorleigen, und all jene Punkte, wo wir Professionisten kommen lassen müssen, sind von der Förderung ausgeschlossen ;-(...)

schönen guten Abend wünscht

Ursula



NÖ Förderung + Beratung



@Ulrich Jäkel:

danke, klar kenne ich NÖ gestalten - ich wollte Sie bereits fragen, ob Sie die Beratungsleistung(en) in Anspruch genommen hatten, wie ausführlich die sind und ob Sie mit der Beratung und Betreuung zufrieden sind/waren.

Ehrlich gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, in EINER einzigen Beratung ALLE Probleme/Fragen durchzudiskutieren!

Nur, momentan ist mein Problem eher, eine Kaufentscheidung treffen zu müssen, bevor ich überhaupt die NÖ-gestalten-Beratung in Anspruch nehmen kann ;-)

(Auf alle Fälle werde ich kaum Fördergelder in Anspruch nehmen können, denn gefördert würde das werden, was wir in Eigenleistung erbringen, und damit könnne wir eben keine Rechnungen vorlegen, und all jene Punkte, wo wir Professionisten kommen lassen müssen, sind von der Förderung ausgeschlossen ;-(...)

schönen guten Abend wünscht

Ursula