Carport zum Gartenhaus umbauen




Hallo an die Bauexperten. Ich habe mich in diesem Forum angemeldet mit der Hoffnung hier wertvolle Tips bzgl. Meines aktuell geplanten Vorhabens zu finden. Wir haben einen Carport 6m x 2,7m, welchen wir zur Gartenlaube mit Möglichkeit für gelegentlichen Partynutzung umbauen wollen. Carport hat ein Satteldach ungedaemmt mit Schindeleindeckung. Weiterhin 4 Eckpfosten 14x14cm und insgesamt 8 in den oberen Ecken angebrachte diagonalverstrebungen. Beheizt werden soll mit einem einfachen Kaminofen. Die Laube muss nicht zwingend frostfrei werden, Wasseranschluss etc. Ist nicht geplant. Hatte ursprünglich geplant einfach mit Porenbeton 11,5cm stark auszumauern und dann beidseitig grob zu verputzen. 2.Möglichkeit wäre beidseitig mit Holz zu verkleiden und dazwischen zu dämmen. Da in diesem Forum sich aus meiner Sicht eine Menge Fachverstand tummelt, wäre ich sehr dankbar für eventuell bessere Lösungsvorschläge . Ein gedämmter Fussbodenaufbau wurde bereits realisiert. Bereits jetzt Danke für Ihre Tips und Hinweise.



Im Endeffekt...



... dürfte es weitgehend egal sein, wie Du die Wände gestaltest; wenn vernünftige Gründung möglich ist, dann mauere massiv, also kein Porenbeton, der Grund liegt in der Speicherkapazität im Sommer... Der Ofen wird leistungsmäßig mehr als ausreichend sein...

Ansonsten mach Leichtbau/Holzschalung...

Vergiss die Lüftung nicht!!! Bau ein Fenster ein!!! Besser eine Zwangslüftung...

MfG,
sh



Wird das



da nicht schon ein massives Bauwerk, das genehmigungspflichtig ist ? Lieber vorher nachfragen, bevor böse Nachbarn Anzeige erstatten.



Planungsrecht



Hallo Knut,

Bevor Sie bautechnische Pläne schmieden, sollten Sie das Planungsrecht und das Bauordnungsrecht überprüfen:

Gibt es eine Bebauungsplan?
Von wann ist dieser?
Welche Baunutzungsverordnung gilt?
Wird durch die Nutzungsänderung die GRZ überschritten?

Wurde das Carport zulässigerweise an der Nachbargrenze errichtet?
Ergibt sich durch die Nutzungsänderung eine neue Grenzbebauung?
Ist Ihr Nachbar damit einverstanden?
Brauchen Sie eine Brandwand?

Gehen Sie doch mal auf das Bauamt und lassen Sie sich beraten.

viele Grüße



Bauordnung



Hallo an alle,
vielen Dank für die ersten Antworten.
Es gilt Sächsisches Baurecht nachdem mein geplanter umbauter Raum von ca.34m³ nicht genehmigungspflichtig ist.

Mich interessiert am meisten, wie ich das Mauerwerk (ob nun Porenbeton oder Kalksandstein)an die bestehenden Rahmenhölzer anbinden sollte oder aber eben die Finger davon lasse und alles mit Lärche Stulpschalung einhause und den entstehenden Zwischenraum mit 13cm Polystyrol dämme.

Danke für Eure Zeit.



Dämmung



ist doch bei dem Gebrauchszweck doch nicht nötig. Aus praktischer Erfahrung empfehle ich konventionelles mauern mit 3 DF . Die Dreiecke dann von innen mit Acrylglas ,zT mit Scharnier zum Lüften,auskleiden. Wie oben erwähnt sei ein Fenster mit einzuplanen. Das mit Zu-und Abwasser sollten Sie ev. doch noch einmal durchdenken. Fröhliche Feten !



Wie ist denn das Carport nach unten verankert ?



Ich nehme an, daß die Säulen des Carports mittels verzinkter Pfostenträger auf Punktfundamenten verankert wurden. Das scheint mir der interessante Punkt zu sein, denn dann würde eine Verschalung mit Holz nun wirklich wenig Sinn machen. Gleichzeitig saugen Porenbetonsteine ja ganz ordentlich was auf, da stellt sich nun wirklich die Frage, ob die grade in der Anbindung zum Untergrund die ideale Wahl sind.

Vielleicht ein Bilchen ? :-)

Gruß Andreas





Vielleicht so?
Einsteinstarke Mauern, die auch das Dach tragen - dann können Pfosten und Diagonalstreben weg. Eine Seite offen lassen.
Streifenfundamente aus Beton müssten genügen.



Der umbaute Raum ...



bezieht sich auf die Außenmaße des Gebäudes (Bruttorauminhalt / BRI)
34m3 : (6m x 2,7m) = 34m3 : 16,2m2 = 2,1m brutto.

Sind Sie sicher, das Ihre Laube brutto 2,1m hoch ist, von Unterkante Fundament bis Oberkante Dachhaut?

Haustechnische Installationen (Heizung/Sanitär), die Wohnzwecken dienen, dürfen nicht vorhanden sein.

Davon abgesehen finde ich in der Sachs BO folgende Angaben:

§ 63a Genehmigungsfreie Vorhaben

(1) Keiner Baugenehmigung bedarf die Errichtung und Änderung folgender baulicher Anlagen, anderer Anlagen und Einrichtungen:
1.Gebäude
a) Gebäude ohne Aufenthaltsräume, Toiletten und Feuerstätten, wenn die Gebäude nicht mehr als 15 m³ Bruttorauminhalt, im Außenbereich nicht mehr als 6 m³ Bruttorauminhalt haben und weder Verkaufs- noch Ausstellungszwecken dienen,
b) Garagen und Carports mit einer Gesamtnutzfläche bis 40 m², die einem Wohngebäude dienen und nicht im Außenbereich liegen,



Antwort Herr Pickartz



Sehr geehrter Herr Pickartz,
vielen Dank für die Hinweise.
Ab sofort errichte ich eine Garage ohne Heizung!

Mir ging es eigentlich um die Bauphysikalischen Eigenschaften bei einer Ausfachung mit 115er Porenbeton oder zweischaliger Holzverkleidung mit innenliegender Styropordämmung



Da die Dämmung...



... angesichts der Nutzung nun wirklich zweitrangig ist, würde ich außen 'ne Holzschalung anbringen, egal ob NuF oder Stülpschalung, und innen glatt machen, nach Wunsch und Gusto... holzig oder grüner GK...

Und vergiss' die (Zwangs-)Lüftung nicht!!!

MfG,
sh