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Ein Bungalow Stil eines Fachwerkhauses – das stilistische Prinzip, rustikal nostalgische Elemente mit modernem Design zu vereinen, funktioniert auch bei Bungalows. Anstatt auf weiße Wände blickt der Betrachter auf kunstvoll polygonartiges Fachwerk, das mitunter sogar mehr ist als nur Schmuck. Auch im Innenbereich macht sich ein Fachwerkstil in der Regel bemerkbar. Welche Besonderheiten beim Aufeinandertreffen von Bungalow und Fachwerk gelten, wie der Stil am besten genutzt wird und wie es dabei um Kosten sowie Bauzeit steht:


Das Fachwerk: Tragekonstruktion mit optischem Charme

Fachwerke tragen heute das Image eines Idylls und werden von vielen Menschen optisch geliebt. Doch einst waren Fachwerke reine Nutzkonstruktionen, die Optik stand nur an zweiter Stelle. Den heutigen Charme erhält das Fachwerk schlicht durch eben diese Optik und durch den Blick in die Vergangenheit, der sich dadurch auftut. Das trifft aber nicht nur auf alte bzw. restaurierte Fachwerke zu, sondern beispielsweise auch auf moderne Bauten: Immer öfter findet sich das schmucke bautechnische Design beispielsweise beim Bungalow wieder.


Was ist so besonders an einem modernen Fachwerk?

Im Grunde hat sich die Ordnung beim modernen Fachwerk umgedreht: Nun steht die Optik im Vordergrund und nicht mehr die Konstruktion. Letztere kann durch moderne Holz- oder Stahlkonstruktionen viel effizienter umgesetzt werden. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich Fachwerke mit modernem Standard beispielsweise was Leitungen für Strom, Gas und Wasser sowie die Dämmung betrifft nicht so recht in Einklang bringen lassen, bzw. mit einem entsprechend hohen Aufwand. Das gilt vor allem, will man die Authentizität eines Fachwerks von damals kopieren: Demnach würde man das Fachwerk sowohl innen als auch außen sehen. Spätestens mit modernen zentimeterdicken Dämmmaterialien bekommt man hier Probleme. Daher ist das moderne Fachwerk bis auf wenige Ausnahmen rein optischer Natur oder aber auf eine sichtbare Seite, meistens die Innenseite, beschränkt.

Genau das macht ein Fachwerk im Übrigen auch so besonders: Es ist sichtbar und damit auch eine kleine Herausforderung für die Innenausstattung oder für den Gartenbau. Denn das Fachwerk muss als fixes Element in das Design eingearbeitet werden, am besten sogar optisch im Zentrum stehen. Das zeigt sich besonders eindrucksvoll im Innenraum bei offenen Balkenkonstruktionen als Stilelement.


Kosten und Bauzeit sind beim Fachwerk höher

Durch den zusätzlichen Aufwand liegen die Kosten beim Fachwerk höher als bei einer vergleichbaren Immobilie ohne dieses. Das gilt auch bei vergleichsweise günstigen Bauten wie einem Bungalow. Genau das ist aber der Vorteil, der den Bungalow zum bevorzugten Objekt für ein Fachwerk macht: Durch die deutlich weniger komplexen statischen Umstände und weil das Dach in jedem Raum optional durch eine offene Balkenkonstruktion stilistisch hervorgehoben werden kann, sind Bungalows ideal zur Implementierung einer optischen Fachwerkkonstruktion – auch wenn, je nach Umfang, mit einer leicht bis erheblich längeren Bauzeit und einem entsprechenden Kostenaufwand gerechnet werden muss. Am günstigsten sind optische Fachwerke ohne tragende Funktion für den Innenbereich. Das andere Ende der Preisskala gehört den tragenden Konstruktionen, die auch im Außenbereich sichtbar sind.


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