Gute Malerbürste für Kalkanstriche

13.10.2011



Liebe Fachwerkleser,
das Streichen der Decke mit dem wässrigen Sumpfkalk macht nicht nur Arbeit, sondern auch auch relativ viel Kleckse auf dem Boden. Ich verwende eine gar nicht mal billige Malerbürste von Hornbach (s. Foto). Ich hab die Vermutung, dass dafür - neben meiner evtl. unfachm. Streicharbeit - evtl. auch die Qualität der Malerbürste mitverantwortlich ist.

Nun meine Frage an die Fachkundigen unter Euch: Die Borsten der Malerbürste (ca. 170 mm x 70 mm) sehen von außen recht dicht gedrängt aus. Schaut man aber auf die "Wurzeln" der Borstenbüchel, also da, wo diese in die Holzplatte eingelassen sind, dann sieht das gar nicht mehr so dicht aus. Gibt es für die Qualität von Malerbürsten, die speziell im Deckenbereich benötigt werden, Anhaltspunkte, um gut von schlecht zu Unterscheiden? Anzahl der Büchel, Abstand, etc.

Grüsse
Gerry



Allzu



viele Erfahrungen mit Kalkanstrichen habe ich auch nicht, aber ein paar allgemeine Beobachtungen aus meinem Heimwerkerleben kann ich schon geben. Erstens: Bürste nicht zu tief eintauchen! 2cm genügen völlig, alles was darüber hinausgeht sorgt nur für eine Sauerei. Außerdem noch am Eimerrand abstreifen bevor man damit an die Wand oder Decke geht.
Ohne Sauerei geht es trotzdem nicht ab, ich belege die Böden zumindest mit stabiler Malerpappe, wenn der Boden neu oder sonstwie empfindlich ist darunter noch mit einer Folie.

Die uns zum Kalken im Bauernhaus hinterlassene Bürste hat einen langen Stiel (Besenstiel) und höchstens halb so lange Borsten, das könnte auch durchaus einen Unterschied machen.

Ich muss aber ehrlich zugeben wenn ich auch nur irgendeine Hoffnung habe der Raum könnte trocken bleiben (das schließt gut gelüftete Badezimmer ein) ziehe ich Leimfarbe eindeutig vor. Sie ist meiner Meinung nach leichter zu Verarbeiten als Kalkfarbe (hinterlässt weniger Pinselstriche wenn sie gut ist, deckt normalerweise nach 2 Anstrichen und ätzt nicht, außerdem kann man sie wenn sie mal beginnt abzublättern leicht entfernen, Kalkfarbe blättert auch irgendwann und dann wird es lästig). Allerdings ist gute und trotzdem halbwegs bezahlbare Leimfarbe zunehmend schwer aufzutreiben seit Molto die Moltoflott aufgelassen hat. Bio-Leimfarben enthalten keine Fungizide und sonstige suspekte Inhaltsstoffe, dafür kosten sie meistens ein Vermögen. Lehmfarbe ist übrigens von den Inhaltsstoffen exakt das gleiche wie Leimfarbe.



Servus Gerry,



Werkzeug (in diesem Fall Pinsel & Co. ) im Baumarkt zu kaufen, habe ich mir zwischenzeitlich abgewöhnt.

Die Malerbürste von Hornbach habe ich anfangs auch verwendet und sie ist ihr Geld nicht wert. Verliert Borsten ohne Ende, streicht nicht vernünftig auf. Will sagen, daß Teil ist relativ schnell in die Tonne gewandert. - Die Malerbürsten von Kreidezeit, Kremer & Co. sind meiner Meinung nach gut, zumindest komme ich mit denen gut zurecht, auch bei Kalkanstrichen.

Das Abdecken des Fußbodens, insbesondere, wenn Decken gestrichen werden, sollte eigentlich obligatorisch sein. Darum kommst Du so oder so nicht herum. Bei der Konsistenz von Sumpfkalkfarbe geht fast immer mal ein Tropfen daneben. (wenngleich das Hornbachteil tatsächlich mehr "gesaut" hat) Empfehle auch Malerfilz oder Malerpappe (siehe Kellergassenkatze)

Viele Grüße
Achim



Hallo Achim,



ich dachte schon, dass es normal ist, dass die Hornbach-Bürste Borsten verliert. Hab mir bei 1a-malerwerkzeuge ein neue Bürste bestellt. Angeblich für den Malerprofi gedacht mit 90% Tops. Das soll heißen, dass min 90 % der Borsten auch bis zur Spitze der Bedeckung reichen. Vielleicht (und anzunehmen) wird bei den Hornbach-Bürsten mit weniger Tops gearbeitet, die dann ausfallen ?

Grüsse
Gerry



Vermutlich,



das weiß ich auch nicht so genau.

Jedenfalls verlieren die guten Bürsten wesentlích weniger bis gar keine Borsten, tropfen nicht so stark, liegen besser in der Hand und bringen einen besseren Farbauftrag.

Gruß
Achim