Bücher/Buchtitel gesucht

13.10.2015 --- OG_Schaf



Hallo Fachwerk Gemeinde,

ich studiere Bauwesen und habe keine Lust (mehr) auf Stahlbeton und Co. Ich belese mich seid einigen Monaten über Lehmbauten und auch Fachwerkhäuser. Nur irgendwie finde ich kein richtiges Buch über den Neubau eines Fachwerkhauses in der Bibliothek der Hochschule. Hier gibt es Unmengen an "Sanierungsbüchern" aber die helfen mir da nicht richtig weiter. Es sind ja andere Anforderungen an einen Neubau gestellt, als an einen Bestandsbau (Brandschutz als Bsp.). Ich kann mir natürlich auch Bücher von anderen Schulen ausleihen und da gibt es auch Unmengen das kostet mich aber immer eine Gebühr. Deshalb Frage ich hier im Forum an, damit ich gezielt Bücher ausleihen kann.

ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen :)

LG Daniel



Sichtfachwerk sollte man auch nicht neu bauen



Guten Tag,
es hat einen Grund, dass man zu Fachwerkneubau so wenig Literatur findet. Diese Bauweise passt nicht mehr zu heutigen Anforderungen an Gebäude. Deshalb ist es gut und sehr richtig historische Fachwerkgebäude als Kulturgut zu erhalten. Neu Häuser sollte man jedoch mit modernen Holzbauweisen, die kein bewittertes Holztragwerk und keine Kilometer Fugen zwische Holz und Ausfachung aufweisen, bauen. Zum Umgang, auch zur Ertüchtigung, um heutige Ansprüche teilweise zu erfüllen, kann ich die WTA-Merkblätter der Reihe 8 empfehlen. Außerdem z. B. Eßmann, Gänßmatel, Geburtig: Energetische Sanierung von Fachwerkhäusern. Die Sanierungsbücher von z. B. Ekkehart Hähnel oder von Klaus Erler sind gut, aber eben aus o. g. Gründen auf Bestandsreparatur ausgelegt.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Arnold



Vielen Dank



Hallo,

ich selber bin kein freund von den heutigen Anforderungen (Vorschriften), ich verstehe das es sie gibt, da sich sehr sehr viele Eigentümer auf Fossile Brennstoffe versteift haben die ja bekanntlich alles andere als "Öko" sind. Da gibt es ja die Alternative Holz, und damit meine ich keine Pellet Heizung oder sonst irgendwie aufbereitetes Holz, nein damit meine ich Holz aus dem Wald, unbehandelt und getrocknet. Das Verbrennt CO2 neutral (wenn man es richtig macht).
Das bewitterte Holztragwerk kann man aus Witterungsbeständigem Holz herstellen und die Kilometerfuge bekommt man durch Mehrschaligen Wandaufbau in den Griff. Da gibts echt viele Möglichkeiten.

Das soll jetzt nicht falsch verstanden werden! Ich befürworte den Erhalt von Historischem Fachwerk. Nur fühle ich mich dadurch "eingeschränkt".
Ich denke nur, diese Bauweise sollte hier wieder, mehr Einzug halten und weg von dem Schneller und Höher.

LG Daniel

Vielen Dank für die Literaturhinweise, ich werde mich da mal reinlesen



Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. fragen



Hallo Daniel,
Deine Einstellung und Anliegen finde ich gut und lobenswert. Wir haben viel zu erhalten, auch unsere Ortsbilder insgesamt.
Melde Dich einmal bei der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. www.igbauernhaus.de und lasse Dir 1 - 2 "Der Holznagel" schicken.
In der Regel sind dort auch die vereinsinternen Gelben Seiten drin mit Literaturangaben und auch antiquarischen Büchern.

Viel Erfolg bei Deiner Arbeit !