Von wann stamm die Inschrift ?"v statt u", himel mit einem m




ich habe leider nur einen Teil des Hausbalkens. Nun interessiert mich von wann unser Haus wohl sein könnte.
Folgendes kann ich noch lesen
"Wolgebavwet in Himel vnd".
Also "v statt u und Himel mit einem m und in satt im.
Der Spruch heisst vermutlich wohl insgesamt:
"Wer got vertravwet hat wolgebavwet in himel und avf erden"

Schönen Gruß und DAnke!



V und U



Die Verwendung des v für u endet eigentlich im 17.Jahrhundert, es gibt aber auch modische Zeitströmungen einer solchen Verwendung aus späterer Zeit. Wenn ich mir die Schrift so betrachte, kommt mir der Verdacht, dass bei der Entstehung dieser Inschrift historisierende Tendenzen im Spiel waren.

Zitat aus Wikipedia zum u/v Phänomen:
Über Lautwert und Bedeutung des Buchstabens im proto-semitischen Alphabet ist nichts bekannt, das entsprechende Symbol stellt einen Haken oder eine Keule mit runder Spitze dar. Im phönizischen Alphabet verlor der Buchstabe seine Spitze und sah aus wie ein abgerundetes Y. Der Buchstabe erhielt den Namen Waw und wurde verwendet, um den Lautwert [w] darzustellen (ein unsilbisches [u]).

In das griechische Alphabet wurde der Buchstabe als Ypsilon aufgenommen. Im Frühgriechischen war der Lautwert des Ypsilon der dem [w] entsprechende Vokal [u].

Die Etrusker übernahmen das frühgriechische Ypsilon und dessen Lautwert. Mit der Zeit verschwand bei den Etruskern die untere Spitze, der Buchstabe bekam die Form V. Ebenso änderte sich die Bedeutung des Buchstabens: Das Etruskische enthielt auch den dem [u] entsprechenden Halbvokal [w] und der Buchstabe wurde verwendet, um beide Laute zu schreiben.

Die Römer übernahmen den Buchstaben mit beiden Lautwerten. Ursprünglich wurde der Buchstabe in der von den Etruskern übernommenen spitzen Form geschrieben. In der Spätantike wurde auch eine abgerundete Variante entwickelt, die im Aussehen dem U entspricht. Beide Formen waren austauschbar. Erst etwa im 17. Jahrhundert wurde die spitze Variante des Buchstabens nur noch für den konsonantischen Lautwert verwendet und die runde nur noch für den vokalischen.



Eine erklärung ..



..für die vielen v und n ist der Faserverlauf des Holzes :
ein u zu schnitzen birgt mehr Gefahr des Abscherens des U-innenlebens , ebenso der mittelstrich beim m und einige ähnliche Weckstaben mehr , die immer mal verbuchselt werden .
In diesen Sinne frevndlche Grvße avs Ninden




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