Brunnen verschlammt!

16.02.2004



Hallo, wir haben in unserem Garten einen ca. 6 Meter tiefen Brunnen mit 1 Meter Durchmesser. leider ist er im laufe der letzten Jahrhunderte verschlammt. Bei längeren Trockenzeiten sieht man nur noch Schlamm.

Gibt es irgendwelche Möglichkeiten den Schlamm herauszubekommen? Man könnte zwar eine lange Leiter hineinlassen und hinuntersteigen, ich würde es aber lieber anders machen.



spülen uund pumpen



Das ist bei einem Nachbarn gemacht worden. Mit entsprechendem Druck Wasser hineinspritzen, Der Schlamm wird flüssiger und kann mit Schmutzwasserpumpe rausgepumpt werden. Das ganze als "Übung" der freiwilligen Feuerwehr.

Das Problem beim selber machen besteht sicherlich in der Leistungsfähigkeit der Pumpe, son Teil aus dem Baumarkt (neulich gesehen) für 19,95 Euros durfte wohl etwas schwach sein.
Gruss
Henning





Hallo, die Feuerwehr ist ein guter Tipp, aber auch der Bauer mit seinem Saugwagen kann da schon einiges ausrichten oder das THW, das immer wieder Übungsobjekte sucht (und mit einer Brotzeit und einer Spende zufrieden ist). Die Feinarbeit könnte man mit einem Kärcher erledigen, indem man eine rotierede Düse am langen Schlauch in den Brunnen lässt. Ich hab zwei Brunnen: Der eine ist ziemlich versandet, der andere mit Bauschütt verfüllt (und um die 400 Jahre alt!). Da kommt dann Freude auf!
Gruß gf





Vielen Dank, ich werde mich mal umhören!



Ausschöpfen, weil...



Hallo, wir haben auch einen Brunnen, allerdings im Haus... Ein Archeologe war bei uns und hat gesagt, man solle den Schlamm Eimer für Eimer rausholen und mal auskippen, was man drin findet. Früher sind manchmal Tonkrüge reingefallen oder so (oder: Vielleicht hat eine holde Maid einen güldenen Taler... ;-). Letzten Sommer war das Wasser nur 20 cm hoch, mittlerweile 70 cm. Ich warte dann mal, bis es wieder etwas trockener ist. Unser Brunnen sieht ziemlich "stabil" aus (wenn man das so sagen kann), ich trau mich da auch runterzusteigen, allerdings misst er nur 4 Meter. Vielleicht haben Sie im Freundeskreis einen Abenteuerlustigen, der das für ein paar Euro macht... Grüße Annette



Vorsicht!



Nur eine Warnung bei tiefen Brunnen: ich selbst habe einen
Brunnen von ca 11m Tiefe und 1m Durchmesser, alle Wände sind
aus gerundeten Ziegeln gemauert, sieht toll aus und scheint
seit einigen hundert Jahren zu halten (Südfrankreich). Ich
habe genau das gleiche Problem, müsste eigentlich den Brunnen
entschlammen (man sollte dann 3 Mal das Wasser gänzlich leeren,um den "Zug"/"Sog", whatever, wiederherzustellen.
Ich wollte schon selbst herabsteigen mit einer Knotenschnur,
bin aber gewarnt worden vor potentiellen Faulgasen/Sauerstoff-
mangel. Angeblich hat es schon mehr Tote gegeben als man glaubt, Leute die reinsteigen, umkippen und ertrinken.
Daher führten die ehemals hier "puisatiers" ("Brunenleute")
genannten Spezialisten, ganz ähnlich der Bergleute,
permanent eine kleine Lampe unter sich mit, um eventuelle
Sauerstoffknappheit auszuschliessen. Ach ja, ganz zu
schweigen vom möglichen Zusammenbruch der Wände, ein
Horrorszenario wenn man erst einmal unten ist...

grüsse und Glück
Torsten



@torsten



Hallo Torsten, stimmt,dass der Brunnen einstürzen könnte, wäre eine Möglichkeit, das ist richtig. Aber ich hoffe doch nicht, dass ich in den 20 cm ertrinke *grins*... Aber Ihre Einwände sind natürlich berechtigt. Ich werde mich "verknoten" lassen :-) Grüße Annette



vorsicht!



ich kann auch nur warnen! dort in der tiefe, wo die ewige dunkelheit einem die sicht nimmt und wo modrige Feuchtigkeit einem die sinne raubt, treiben des öfteren unheimliche wesen ihr unheil. sie nisten sich im meterdicken schlamm solcher alten brunnen ein und ziehen jeden in die tife, der es wagt in den brunnen zu steigen. sehr viele menschen sind so schon für immer spurlos verschwunden.

ich spreche hier aus erfahrung. in meinem brunnen hat man viele menschliche knochen und schädel gefunden.





na ja, ich glaube nicht, dass einer freiwillig seinen Brunnen vergiftet (Leichengift)..., Leichen verscharrt man wohl eher im Keller. Aaaaber ich werde nicht ohne mein magisches Schwert und einer brennenden Fackel in den Brünnen hinabsteygen. Auch nehm ich mein Kehrwerkzeug mit hinab und ein kleines metallenes Eimerchen, indem ich die Schädel und Überreste menschlichen Lebens hineinkehren werde. Und mein Gebetsbuch, so dass ich dann in der schweren Stünde nicht alleyn seyn werde. In der Hoffnung, dieses große gefährliche Abenteuer heyle zu überstehen - möge mir die Leyter beystehen - verbleybe ich mit hochachtungsvollen Grüßen ...



Aufpassen...



Hallo,

vorsicht, wenn das Wasser und der Schlamm augepumpt sind, kann das umgebende nasse Erdreich/Wasser ganz schön auf die Brunnenwände drücken!
Wäre ziemlich ungünstig wenn man gerade 6m unter der Erde steht, Schlamm rauschöpft, und das letzte was man sieht eine sich nach innen wölbende Brunnenwand wäre...
Ohne eine Abstützung der Wände würde ich da nicht gleich direkt nach dem Auspumpen reinhüpfen.
Ansonsten einfach kräftig spülen. Eventuell ist auch ein 'Güllequirl' mit entsprechender Pumpe von einem Landwirt brauchbar einsetzbar.

Grüße, Rainer