alten Brunnen reaktivieren

08.07.2012 Prager



Hallo erstmal,
meine Frau und ich haben uns in Tschechien in der Naehe von Plzen im ehemaligen Sudetenland einen alten ( ca 130 Jahre) kleinen Bauenhof als Wochenendhaus gekauft.
Das Haus ist noch in einem ziemlich Urspruenglichen Zustand.
Also keine Sickergrube, kein Wasser etc.
Jetzt war ich sehr froh im Keller einen alten Schachtbrunnen entdeckt zu haben, also eigentlich ist es mehr ein in den Fels getriebenes Loch von knapp einem Kubikmeter, um wenigstens kein Brauchwasser mehr rankarren zu muessen.
Die Wasserentnahme mittels Tauchpumpe klappt auch prima.
Mein Problem ist jetzt, dass ich einfach zuviel Wasser habe.
Nach der ersten Entnahme stieg es um ein paar cm und setzte das Gebiet um den Brunnen unter Wasser.
Jetzt nach der zweiten Entnahme war dann fast der gesammte Kelller 2 cm unter Wasser.
ich denke nun daran den Brunnen hoeher zu fassen.
Kann mir bitte jemand einen Tip geben welche Steine und Moertel ich da nehmen muss.
Achso, falls meine Frage so klingt als sei ich voellig Ahnungslos, dann ist dem auch so.

Viele Gruesse aus CZ



Stilbruch aber ...



ich weiss auch nicht, was das richtige wäre aber wenn ich das machen täte, dann würde ich Findlinge in passender Grösse sammeln und diese dann einfach mit Beton (4:1 plus Zuschlagmittel um die Kapillarwirkung aufzuheben) aufmauern.
Das wird jetzt garantiert einigen Lesern die Fussnägel aufrollen lassen, hält aber die nächsten 100 Jahre.

Wie das Zuschlagmittel genau heisst, weiss ich jetzt nicht, bekommt man aber im Fachhandel unter dem Stichwort WU-Beton (Wasserundurchlässiger Beton).
Davon kommen 6kg auf einen m³ Beton - ist also ganz wenig.
Das kleinste Gebinde sind 10kg und kostet ca. um 50,-€

Allerdings würde ich mich vorher fragen, wenn der Wasserstand immer höher steigt, wo da wann Ende ist.
Nachher steht noch der ganze Keller unter Wasser.



besser



wäre ein Überlauf einzubauen (in die Ummauerung) um bei weiter steigenden Wasser eine Sicherheit zu haben.



Ahoj!



.... mich würde da auch mal interessieren, warum denn der Wasserstand nach Entnahme steigt. Dafür fällt mir spontan keine pysikalische Erklärung ein. Vielleicht hat der steigende Wasserstand aber auch nichts mit der Entnahme zu tun, sondern hängt mit dem jahreszeitlich bzw. wetterabhängigen Grundwasserspiegel zu tun?



Brunnen



Halllo Prager

Wie schon in vorhergehenden Antworten geschrieben: Die Ursache für den weiter steigenden Pegel suchen.
Es könnte sein, daß Du im Keller keinen Brunnen sondern eine Quelle reaktiviert hast, es könnte sein, daß Du einen artesischen Brunnen hast, weil das Gelände Hanglage hat und Du in Tallage liegst.

Alles ist spekulativ, da nur Du die Ausgangslage keennst.

Brunnenringe aufsetzen währe eine Lösung, ein Gerinne einbauen, damit das überschüssige Wasser weglaufen kann, ebenso.


Aber bedenken solltest Du: je mehr Wasser Du entnimmst, umso mehr Wasser kann nachlaufen, da eventuell die Quelle erst richtig frei gespült wird.
Es könnte sich zu einer Grundwasserabsenkung auswachsen, die im Umkreis von einigen 100m eine Senke bildet.


Andreas



Quelle?



Hmm,

Die Idee mit der Quelle ist interessant.
Zumal der Nachbar zu meiner rechten mir sagt, dass sein Brunnen versiegt sei, ebenso zwei Hauser weiter links das gleiche.
Ein Ablauf im Brunnenring wuerde nicht viel bringen, da das Wasserloch ja im gegrabenen Keller ist und ich die weiter Ueberflutung des Kellers ja verhindern moechte.
Werde mal am Wochenende schauen wie es aussieht und mich dann mit Bildern nochmal melden.
Achso, das Haus ist kein Fachwerk sondern ein Naturstein Haus.
Darf ich trotzdem hier im Forum bleiben.

LG aus Prag



das



Wasser aus dem Überlauf sollte natürlich in eine Schleuse abgeleitet werden - und die hat iegentlich jeder keller (gehabt) - gegebenenfalls suchen. Eine Ableitung in den blanken Kellerraum wäre wirklich idiotisch und so nicht von mir gemeint ....



Schleuse/ Ablauf im Keller



Hi,

wegen des Ablauf bin ich mir nicht sicher.
(Habe aber keine Ahnung)
Wohin soll der den gehen?
Es gibt ja keinen Kanal und keine Sickergrube


LG
Prager



bei



solch alten Kellern kann es auch eine in Stein gesetzte Schleuse sein (in der Wandfläche), zumindest müsste sie an der tiefsten Stelle des Kellers zu suchen sein, kann ja auch zugemüllt sein.