Bruchsteinwand sanieren

01.01.2017 Kruschbl



Hallo Forum,
Schön, dass ich Euch gefunden hab! ;-)
Hab mir ein altes Häuschen gekauft, was seit Jahren leerstand. Nun laufen die ersten Maßnahmen zur Basissicherung.
Extremen Handlungsbedarf gibts bei der Rückwand. Besteht aus doppelschichtig gemauertem Bruchstein. Auf der Hausinnenseite wurde später eine Tuffstein-Wand hochgezogen mit ca. 20-30cm Spalt zur Bruchstenmauer.
Problem ist, die äußere Mauer ist auf einer Breite von ca. 1 Meter nach unten eingesackt; zumindestens die äußere der beiden Bruchsteinmauern. Die innere steht noch, ist aber leicht bauchig. (Das Haus steht am Hang. Von Erde bis Dachrand ist ca. 1,80m Mauer zu sehen, der Rest muss noch ausgegeraben werden.)

Also muss jetzt das Stück Mauer erst mal weg und soll nachher als Durchbruch eingefasst werden.
Klar, Statiker muss kommen.
Aber abgesehen davon werd ich rechts und links "im Gesunden" erstmal von oben noch unten gründlich verfugen und dann die Wand nach unten freilegen. Soweit der Plan.....
Würd mich über viele Do`s and Dont`s freun!

Gruß & Gutes Neues
Andrea



Sanierungskonzept



"...Soweit der Plan...".
Das ist kein Plan.
Das wäre ein Plan:
Bauzustandsfeststellung,
Nutzungskonzept,
darauf aufbauend ein Sanierungskonzept,
Kostenrahmen abschätzen,
darauf aufbauend Finanzierungskonzept aufstellen,
Finanzierung abklären,
Planer suchen und beauftragen,
Planung,
Ausschreibung,
Vergabe,
Ausführung.



Bruchsteinwand síchern



Als Erstmaßnahme würde ich innen und außen dicke Holzbalken an die Mauer stellen (lassen)und mit 16 mm Gewindestangen zusammenschrauben und ggf noch nach außen abstützen.

Sicher ein Fall für den Statiker oder altbauerfahrene Baufirma.
Foto wäre interessant und welche Maßnahmen der Statiker empfiehlt.
Andreas Teich



Erstmaßnahme



..."Sicher ein Fall für den Statiker oder altbauerfahrene Baufirma."
Sie fallen jedenfalls nicht in diese Kategorie, Herr Teich.
Ihr Vorschlag ist keine Erst- sondern eine Letztmaßnahme.
Beim Setzen der Bohrlöcher wird die Wand komplett einstürzen, gesetzt den Fall es finden sich ein paar todesmutige und furchtlose Werktätige die mit dem Bohrer da rangehen wollen.
Mit solchen Vorschlägen gefährden Sie Menschenleben, Herr Teich!



Wandabstützung



Da ein Statiker eh hinzugezogen werden soll ist wohl hoffentlich klar, dass nicht der Hobbybastler ohne fachliche Absegnung und Unterstützung mit dem Bohrer die Wand perforieren wird.

Die Abstützungsmethoden sind allerdings üblich und werden so angewendet.

Wenn schon ein 18 mm Loch durch die Wand diese zum Kollaps veranlaßt siehts allerdings schlecht aus mit der Stabilität-
dann haben auch Baufirmen ein Problem mit der Abstützung.

Ohne Bilder läßt sich ohnehin nichts Genaues sagen

Andreas Teich



Als Plan



würde ich das auch nicht bezeichnen.

wurde ja schon alles geschrieben.

Bau und Untergrundsbestandsaufnahme etc.

Alles andere verursacht nur Kosten ohne Sinn

hier ist fachmännischer Rat "Vor Ort" gefragt und kann im Forum hier nicht ausreichend diskutiert werden.



Wandsanierung



Schade das ich immer wieder Zeit dranhängen muss um die fachlichen Blödeleien des Herrn Teich richtigzustellen.
Lieber Herr Teich:
in einer zweischaligen Bruchsteinmauer gibt es keine durchgehenden Lagerfugen. Nur weichen Fugenmörtel, innen eine regellose Füllung aus Steinabschlägen und mehr oder weniger regellos gesetzte, dafür harte Natursteine.
Das Bohren in einer solchen Wand verursacht Erschütterungen die das fragile Konstrukt garantiert zusammenbrechen lassen denn beim Bohren stößt man in der Tiefe irgendwann auf einen harten Naturstein. Der wird aus dem Gefüge herausgerüttelt und nach außen gedrückt, wahrscheinlich mit einigen seiner benachbarten Kumpels. Eine Schale ist schon locker. Was dann passiert kann sich jeder ausrechnen.



Wand stabilisieren



Auch in einer zweischalig aufgebauten Wand können sich Bereiche finden lassen in denen eine Gewindestange nur durch Mörtel gebohrt werden kann.

Die Möglichkeiten hängen natürlich von den jeweiligen Verhältnissen, der Steingröße, der Gesteinssorte etc ab-
nicht alle Wände sind aus Granit oder ähnlich harten Gesteinsarten erstellt worden und kollabieren nicht sobald ein Loch gebohrt wird.

(Wir haben selbst tonnenschwere Granitfelsen auf dem Grundstück und ganz in der Nähe einen Granitsteinbruch.)

Wenn Holzdecken in die schadhafte Wand eingreifen würde ich diese zuerst unterstützen.
Bei einer stärker lädierten Wand ist wohl ohnehin klar, dass sich kein Hobbybastler ohne fachliche Unterstützung an die Sanierung macht.

Ohne nähere Infos und Bilder läßt sich keine Beurteilung abgeben, die sicherlich vor Ort erfolgen muß.

Andreas Teich



Erstmaßnahme



fängt mit einer Bauwerkssicherung an.

Zuerst sollte gewährleistet sein, dass das Gebäudeteil oder das gesamte Gebäude nicht instabil wird.
D.h. sämtliche Lasten, die das Mauerwerk belasten,sollten mittels Stützen und Streben abgefangen werden, erst dann kann man sich um das Mauerwerk an der betroffenen Stelle kümmern.

Und die Vorgehensweise entscheidet hier die Fachfirma und der Statiker vor Ort.



Bruchsteinwand sanieren



@Herr Teich was denken Sie sich eigentlich dabei wenn Sie dauernd Ihre unqualifizierten Beiträge dazugeben?
Glauben Sie wirklich, dass es weiter hilft wenn Sie von: „Möglicherweise; es könnte eventuell; würde ich raten; es könnten sich Bereiche finden“ usw. schreiben. Es wäre besser Sie geben keine solche Anleitungen die nur viel Verwirrung bringen.
Was soll der unsinnige Beitrag, dass Sie selbst einen Steinbruch in Ihrer Nähe haben? Was kann jemand damit anfangen?
Sie sind weitaus schlimmer wie jemand der als Hobbybastler bezeichnet werden kann weil Sie sich als "Planer und Energieberater sowie als Meister" bezeichnen.
Wäre es nicht sinnvoller darauf hinzuweisen erstmal den Statiker einzubeziehen und die Antwort abzuwarten statt ständig Antworten zu geben als auf ungestellte Fragen?
Manchmal ist halt weniger - mehr!



???



danke für die freundlichen Hinweise-
es wurde schon mehrfach festgestellt, dass der Ton im Internet, nicht nur in Bauforen, bisweilen rustikal ist...

Ohne die Situation aus persönlicher Ansicht zu kennen ist es naheliegender, Konjunktive zu bemühen.
Nicht nur bei Baufragen gibts mehrere als nur eine richtige Lösung-
warum sollte ich dann Behauptungen aufstellen, die dies nicht berücksichtigen?
Eindeutige Aussagen gibts, wenn ich eine Sachlage genau beurteilen kann- möglichst aus eigenr Anschauung.

Selbst von hochqualifizierten Professoren, Universitätsinstituten, vereidigten Sachverständigen, Richtern etc gibts völlig unterschiedliche Meinungen zum selben Thema-
warum sollte es hier anders sein?
Auch die Bauwelt entwickelt sich weiter.
Warum gibts sonst immer neue DIN's und aaRdT?

Dass ein Statiker beauftragt wird wurde schon in der Eingangsfrage erwähnt- warum dann in jedem weiteren Beitrag nochmals darauf hinweisen?

Andreas Teich



Da



muss ein Statiker aber schon ziemliche langeweile haben, wenn der kommt um sich eine alte abgesackte (?), bauchige Wand anzuschauen. Vor allem, was sollte er danach tun? Die Querschnitte der Holzbalken und Gewindestangen der Herr Teich Idee berechnen?
Abgesehen vom Sinn: Wer mal versucht hat, ein Loch durch so eine Wand (die ja mittlerweile dreischalig) ist zu bohren, und dann etwas durchzuschieben, weiß dass das sowieso nicht geht, wegen nachrutschendem Geröll. Mal wieder sehr theoretisch das ganze.



alles ist möglich...



da Andrea noch kein Fotos gezeigt hat weiß bisher niemand was unter 'kleines Häuschen' genau zu vestehen ist.

Wenn es vom Boden bis zum Dachrand nur 180 cm sind wird sichs kaum um ein Riesenprojekt handeln.

Sobald das Dach und die Decke abgestützt sind sollten die eigentlichen Wiederherstellungsarbeiten auch von einer Zimmerei oder Baufirma durchgeführt werden können, ohne Einschaltung eines möglicherweise gelangweilten Statikers.

Dann braucht's hier gar keine Theorie sondern nur Praktiker



Ob groß oder klein ist doch nicht entscheidend...



..sondern Ihre ständigen Halbweisheiten weiter zu verbreiten.
Gibt es kein Tischlerforum wo Sie sich - Herr Teich evtl. besser auskennen?
Wundern Sie sich bitte nicht wenn man das was Sie schreiben (und vor allen Dingen wie) als falsch bzw. unausgegoren bezeichnet. Zu viele - wenn und aber - es könnte usw. usw..



???



ich wundere mich über gar nichts mehr...
Es gibt nur äußerst wenig negative und viel positive Rückmeldungen.
Und es gibt eben unterschiedliche Lösungen und daher KÖNNTEN
(sic-schon wieder ein Konjunktiv) auch mehrere Möglichkeiten (und schon wieder so etwas) funktionieren.

Einfach alle Meinungen gelten lassen oder zur konkreten Frage etwas produktives beitragen hilft weiter

Andreas Teich



Hallo & Danke für die Rückmeldungen!



Danke für die Rückmeldungen, auch wenn der Ton teilweise tatsächlich etwas "rustikal" ist.

Da ich ja extra erwähnt habe, dass ein Statiker hinzugezogen wird, war das für mich Hinweis genug, dass ich nicht vorhabe, lustig mit meinem Sandförmchen und Eimerchen anzurücken.

Aber natürlich bin ich auch davon ausgegangen, dass hier "selfmade" nicht als Schimpfwort gilt.

Hilfreiche Tipps waren auf jedenfall das Abstützen der Wand ( obwohl das für diese Wand nicht nötig sein dürfte, =>entscheidet aber der Statiker ;-) )
und das Entlasten der Wand, was in dem fraglichen Bereich zum Glück überschaubar ist.

@ Andreas Teich: Bilder kommmen noch.

Etwas weniger "bashing" hätte ich bei meinem Einstiegs-Thread auch ausgehalten!
Trotzdem danke und ich werde an der Formulierung meiner Fragen abeiten! ;-)
Gruß
Andrea



Bruchsteinwand



Wir sind vom Bau und nicht vom Jungfrauenschutzverein "Mariahilf".



@ Georg Böttcher



Da haben die Jungfrauen aber Glück gehabt!!!



Bruchsteinwand



Ich habe vergessen etwas zum Foto in meinem letzten Beitrag zu schreiben. Das ist der Nachbau einer Bruchsteinwand in hoher Qualität, gemauert mit hydraulischem Mörtel. Sie steht im Freilichtmuseum Xanten.
Ich vermute Ihre Wand wird eher so wie diese hier innen aussehen:



Wie sagte Wilhelm Busch einst so schön



Wenn einer der mit Mühe kaum geklettert ist auf einen Baum
und meint dass er ein Vogel wär, der irrt sich sehr.

Sie benötigen neben einem (nicht unbedingt notwendigen) Statiker, vor allem eine Frima die sich mit Ihrem Problem auskennt und die geeigneten Materialien verwendet. (Hinweis zu Bild, Beitrag Georg Böttcher, Bruchsteinwand)

Der Ton ist in der Tat manchmal sehr rauh, vor allem dann, wenn man auf wage Fragen antwortet und deren tatsächlichen Gegebenheiten man nicht richtig kennt.

Auch wenn es schwer fällt sollte man dem allseits bekannten Sprichwort, Reden ist Silber, Schweigen ist Gold (Verfasser unbekannt), manchmal Folge leisten.



@ ST-Sevice etc.



Ich glaube, Sie benötigen auch eine Firma, die sich mit Ihrem Problem auskennt!


Und ich hoffe, Sie haben immerhin noch genug Bodenhaftung, um das Zitat "Schweigen ist Gold" auf sich selbst bezogen zu haben.



@ Kruschbl



Ich denke ich habe genug Bodenhaftung was Ihre Aussage diesbezüglich anbelangt.
Was ich geschrieben habe ging in keinster Weise gegen Sie und das Schweigen ist Gold habe ich auch auf mich bezogen, wenn man es "richtig" liest.

Aus sehr vielen Fragen hier im Forum kann man die Gegebenheiten nur erahnen und da ist es schwierig bzw. fast unmöglich definitive Antworten zu geben.
Vor allem dann nicht, wenn es um die Standsicherheit geht.

Daher auch der Verweis auf Firmen Vorort und "keine" Anleitung zum selber machen so wie es weiter oben schon steht.