Bruchsteinwand innen dämmen für Küchenzeile

15.05.2020 Helmut



Hallo,

ich hatte die Frage schon mal gestellt, aber die ist verschwunden. Hat wahrscheinlich was mit dem defekten Forum der letzten Woche zu tun.

Egal, nochmmal von vorne. Pope hat vorgeschlagen evtl. eine Ytongwand davorzustellen, die mit dünnem Mörtel volllaufen zu lassen. Oder halt Cassiplatten zu nehmen in 30mm.

Hintergrund war der Ansatz, vor die leicht gedämmte Wand eine Vorsatzschale zu montieren mit etwas Luft zur Aussenwand, um daran die Küchezeile zu stellen. In der Zwischenwand sollen die Rohre liegen.

Wollte das folgendermaßem machen:

Bruchsteinwand begradigen mit Akurit KIP (Kalkinnenputz)
Darauf 30mm Casiplatten vollflächig Kleben und die wieder Verputzen mit Akurit Kalkputz.
Aus Siedruckplatten Streifen schneiden als Lattung 2x18mm aufeinander. Will halt eine feuchtigkeitsunempfindliche Lattung.
Darauf 15mm Siebdruckplatte und darauf als Putzträger ein 10mm Veroboard Rapid Platte (aus Blähglas). Das wird dann wieder alles mit Akurit Kalkinnenputz verputzt und mit Auro Kalkfarbe gestrichen.

Frage, Muß diie Zwischenwand hinterlüftet oder auch nochmal leicht gedämmt werden. Die Siebdruckplatten sind ja dicht. Aber die möchte ich, um überall Halt mit den Wandschränken zu bekommen.

Liebe Grüße
Helmut



Welcher Kalkinnenputz......



würdet Ihr eigentlich zum groben begradigen empfehlen? Teilweise sind da ja, wie es bei rustikalen Bruchsteinwänden halt so ist, extreme Unebenheiten die man füllen muß. Dachte da an Trass-Kalk-Mörtel im 40kg Sack. Tubag TKM40. Es sol nicht gerade ein 25 kg Sack für 20 Euro sein.
Hätte jemand einen Tipp, auch was die Körnungsgröße angeht.

Liebe Grüße
Helmut



Bruchsteinwand Innensanierung



Der Aufbau funktioniert so nicht und wäre sinnlos.
Bei Hartgestein Vorspritz mit Zement- oder hydraulischem Kalkmörtel.
Dann Kalkzementputz zum Ausgleich.
Wenn gedämmt werden soll Multipor- oder Glasschaumplatten vollflächig ansetzen und je nach System verputzen.
Für Hängeschränke kann unten ggf ein Tragprofil und oben zB eine Metalleiste befestigt werden.
Ansonsten einfach durch die Dämmplatten in die Wand dübeln.



Interessant....



Danke Herr Teich für die Informationen.
Dachte man sollte bei solch alten Mauerwerken immer bei diffusionsoffenen Putzen bleiben. Zementhaltige Putze und Mörtel werden ja oft verteufelt.
Aber ich bin ja hier um zu lernen und alles zum Besten für die Bausubstanz zu machen.

Wäre es denn in Ordnung alles mit dem Tubag TrassKalkMörtel zu machen. Vorspritz könnte ich ja daraus machen, einfacher dünner anmachen und vorspritzen. Einen Putzwerfer mit Druckluft habe ich auch. Mit dem wäre das gut umsetzbar.
Wie ist es mit Multipor. Wird der eher gemauert, oder ähnlich wie die Casiplatten, auf die gerade verputzte Wand geklebt.
Die Rohre und die Abflußrohre müsste ich aber in die Bruchsteinwand einlassen.
Können Sie mir den Wandaufbau nochmal genau sagen.....Evtl. auch Produktempfehlungen nennen?

Liebe Grüße
Helmut



Habe nochmal gestöbert..



Als Vorspritz sollte man einen PIII Putz nehmen.
Also wenn ich es richtig verstanden habe, sollte der Putz ja nach innen immer weicher werden.
Könnte ich so vorgehen.

1. Ausbrüche und Fugenn mit Trassklakmörtel ausbessern.

2. Einem Vorspritz mit Zementmörtel herstellen (Akurrit ZMP, Festigkeit 12N/mm²)

3. Ausgleichsputz und Begradigung mit Akurit MEP Kalk-Zementputz Druckfestigkeit 1,5 - 5 N/mm²

4. Dämmung mit Multipor 50mm (welcher Kleber)

5. Endputz mit Akurit KIP Kalkputz

Die Schränke könnte ich dann an die Wände stellen.

Wenn das soweit bauphysikalisch korrekt wäre, würde ich es so ausführen.

Dachte wirklich man sollte immer im Kalksystem bleiben, aber wenn es so ok ist..

Liebe Grüße
Helmut



Sie wissen schon, dass



Sie wissen schon, dass Herr Teich ein Tischler ist?



Hallo,



wie wäre es den am besten. Herr Böttcher hat was ähnliches geschrieben. Hatte die Forensuche bemüht. Daher dachte ich es wäre schon die richtige Richtung.
Die Situation ist ja nicht so außergewöhnlich. Ne' alte krumme Bruchsteinwand. Mein Cousin schwört auf Tubag Trasskalk Mörtel. Das schlimme ist, das es oft soviele gegensätzliche Meinungen gibt. Das verunsichert.

Liebe Grüße
Helmut



Bruchsteinhaus, welchen Kalkputz für die Innenwände



Wenn du eine Innendämmung mit Multipor machen willst solltest du vielleicht bei den Systembaustoffen bleiben. Die Platten werden in den Leichtmörtel gesetzt und auch das Armierungsgewebe wird hiermit eingebettet. Die Oberfläche kann dann mit einem Fein- bzw. Edelputz der Druckfestigkeitsklassen (CS) I oder II dünn verputzt werden.



Casiplatten...



sind die nicht gleichwertig. Von denen habe ich nioch ein paar QM². Auch den dazu passenden Kalk-Klebe-Armierungsmörtel von Otterbein.
Da wäre ich im System.
Jetzt gehts nur noch um den Untergrund.

Die Bruchsteinwand. Aufbau des Putzes.
Ist das den falsch mit Zementspritzbewurf und dem anschließendem verputzen mit Kalk-Zementputz?

Liebe Grüße
Helmut



Bruchsteinhaus, welchen Kalkputz für die Innenwände



Also bei Plattenbaustoffen aus Mineralschaum stehe ich nicht im Stoff ich versuche sowas zu vermeiden. In erster Linie ist das ja eine gute Lösung für die Industrie, die mit den fluffigen "Klimaplatten" viel Geld verdient.

Die vermeintlichen Gegensätzlichkeiten ergeben sich aus isolierter Betrachtung.

Auf der einen Seite ein tradiertes Konzept bei dem Material und Verarbeitung vom Handwerker vertreten wird.

Gegenüber ein industrielles Fertigprodukt mit breitem Einsatzspektrum zur rationellen Verarbeitung, bei dem die Materialverantwortung vollständig bei der Industrie liegt, die einem dafür Verarbeitungsritlinien an die Hand gibt.

Richtig und Falsch gibt es dabei nicht. Die Frage ist was man unter den gegebenen Umständen für vertretbar hält.

Die Verwendung von Zement kommt unter generellen Aspekten im Denkmalbereich nicht in Betracht. Im speziellen wegen der Verträglichkeit mit Bestandsmaterialien.

Bei Trass und Zement ist das mit den Alkalisalzgehalten manchmal so eine Sache, deswegen überlegt man ob es das unbedingt brauch.

Bei Innenputz ist die Anforderung wie gesagt gering, da kein Frost- und Wetterangriff zu besorgen ist.

Da kann man fast alles ausprobieren.

Der Vorspritz mit Zement, ist eine pauschale Empfehlung für eine Haftgrundierung, die dem Umstand berücksichtigt das Natursteinmaterial eine geringe Saugfähigkeit besitzt. Tragfähigkeit haben wir ja durch Rauigkeit und Fugennetz.

Ein Kalkmörtel insbesondere wenn er aufgeschwämmt wurde wird hier lange keine Festigkeit entfallten, da hier die Anfangsfestigkeit, zunächst mechanisch durch Wasserentzug an den Untergrund gewährleistet wird.

Deswegen wird mit Zement die notwendige Anfangsfestigkeit durch Hydration bewerkstelligt. Oder eben auch hydraulischer Kalk.

Genauso geht man mit dem bereits diskutierten Spannungsaufbau im Erhärtungsverlauf um.

Die Industrie arbeitet gerne mit hohen Druckfestigkeiten auch in der Oberfläche. Die gewährleistete Maschinengängigkeit bedingt feine homogene Sieblinien die ohne einen Zementanteil nicht gut funktionieren. Bei Oberputzen wird dann lockeres Gefüge und Elastizität mit Leichtzuschlägen gewährleistet.

Bei den meisten Fertigmörteln ist der hinweis auf Kalk in der Produktbezeichnung mehr eine werbliche Aussage statt Baustoffrezeptur.



Mein lieber Scholli..



Das schlimme ist das die meisten (auch Bekannte von mir die als Bauleiter tätig sind) von alten Gebäuden keine Ahnung haben Da hört man immer die gleichen pauschalen Empfehlungen.

Ich möchte es einfach nur richtig machen.
Bin deswegen hier gelandet.
Viele von Euch haben es ja schon hinter sich (meine die Sanierung).

Auf diese Erfahrung würde ich gerne zurückgreifen.

Also Spritzbewurf mit Zementputz ist erlaubt.
Kalkzementputz zum begradigen. Dann kommt die Casiplatte dran.

Liebe Grüße
Helmut



Solubel...



bin durchs stöbern jetzt auf Solubel gestoßen. Denen Ihr Luftkalkmörtel SP20/SP50 deckt den
gesamten Putzaufbau ab. Grobe Körnung als unterste Putzschicht. Feinere Körnung zum Schluß.
Nur der Bezug der Produkte gestaltet sich wohl nicht so einfach. Habe als Vertriebspartner eine Zimmerei gefunden die so 50km entfernt ist. Habe Solubel mal angemailt, auch um mal aktuelle Preise zu erfahren.

Grüße
Helmut



Im System Bleiben



würde ich so Deuten...
wenn ich CaSi Platten kleben will zb von Calsitherm oder Baumit oder wem auch immer ,dann mache ich das mit dem Kleber und auch dem Putz derselben Firma...

im Nachhinein nach anderen Putzen zu suchen ist bestimmt möglich und würde auch wohl eventuell halten,aber der Hersteller kann das sicher nicht gewährleisten:)

Vorsichtig wäre ich auch Schaumglasplatten und Casiplatten in einen Topf zu werfen..
weil SG platten im System geklebt, mit 2k Bitumenkleber geklebt werden und das würde ich so einer wand jetzt nicht antun wollen..

aber das wird hier so geschrieben..

Was jetzt der Kleber von Veroboard beinhaltet weiss ich nicht, aber bei anderen SGplatten ist das so.

dann wurde geschrieben das es Kein Kalkputz für 20€ auf 25 kg sein soll,und nun kommen ziemlich Edele Kalkputze von zb Solubel zur Sprache..

man weiß quasi gar nicht was man da antworten soll weil sich hier ziemlich oft die Richtung Ändert..

und ob nun Zement oder Kalkzementputz "erlaubt" ist hängt ja nun auch mit der Härte des Natursteines und auch der Mauerfuge zusammen,reden wir Von Sandstein oder von Granit?,und davon würde ich das abhängig machen und nicht davon,womit mein Schwager oder Cousin gerne Putzt...

gutes Gelingen wünscht Flakes



Hallo Flakes...



"dann wurde geschrieben das es Kein Kalkputz für 20€ auf 25 kg sein soll,und nun kommen ziemlich Edele Kalkputze von zb Solubel zur Sprache.."

Verstehe das...

Bin ja noch am Wände freimachen. Putz abhauen etc.

Noch ist Zeit für die Entscheidung. Solubel fand ich hier beim lesen im Forum. Preise kenn ich nicht. Hatte dann mal gegoogelt. Da war mur eine Preisliste von 2007. Da kostete der 30kg Sack um die 12 Euro. Da man aber auf diese Auskunft nicht bauen kann habe ich den Hersteller angeschrieben. Mal schauen wo man landet.
Ich lass nochmal einen Maurer guggen um welche Steine es sich genau handelt.

Also wenn das preislich nicht ausufert klingt das defintiv interssant. Ich muss natürlich schon auf die Kosten guggen.
Da werden bis ich alles fertig hab einige Säcke Putz draufgehen. Ich mache erstmal die Küche und das Bad, weil da alles dranhängt. Wasserinstallation etc...
Im OG des Hauses ist wenig Arbeit. Nach dem Einzug, geschätzt März nächstes Jahr, nehm ich mir im EG die restlichen Zimmer einzeln vor. Da kann ich die Türen zu machen und wüten.

Dann komnen auch noch ein paar Nebengebäude dazu. Stall wird Werkstatt usw....

Zur Sache was man Antworten soll. Bin für alles offen. Wenn Du oder die Anderen erfolgreiche Sanierungen getätigt habt höre ich gerne wie Ihr es bewerkstelligt habt.

Ob jetzt Zement drin ist im Putz oder nicht .... hmmm.. mir kommt es nur drauf an nichts schlechter zu machen. Es soll wie ich schon schrieb, richtig und gut werden.

Liebe Grüße
Helmut



Hessler HP 9 G Naturkalk-Grundputz



Das wird wohl der Putz meiner Wahl.
Den kann man ja in verschiedenen Körnungen bekommen. 4mm zum vorputzen. 2mm als Standardputz. Und in 1mm als Feinputz.
Das heißt ich könnte alles aus einen Guß machen. Frage ist, sollte/kann ich mit dem auch die Fugen in der Mauer ausbessern. Und muss ich die Hessler HP14 Haftbrücke zum vorspritzen verwenden.
Dämmen wollte ich mit einer 5cm dicken eiwa ISOKLIMA Kalzium-Dämmplatte.
Das coole ist, das die Firma eiwa Lehm bei mir um die Ecke ist, 2 Ortschaften entfernt gerade mal. Was ein Zufall.
Ich fahr da mal vorbei die Tage und laß mich beraten. Der Herr Waldemar Eider scheint ja der Lehm Papst schlechthin zu sein. Lehm ist natürlich auch sehr interessant. Ich denke das Schlafzimmer werde ich wirklich mal in Lehm ausführen.

Liebe Grüße
Helmut