Bruchsteinmauerwerk sanieren

15.02.2014 Ralf



Hallo,
ich bin neu hier und sehr gespannt auf eine Antwort.
Seit kurzem bin ich Besitzer eines Einfamilienhauses aus Ziegelmauerwerk (Baujahr 1924). Dieses Ziegelmauerwerk steht allerdings auf einem Sockel aus Bruchsteinmauerwerk mit leichter Hanglage.
Der größte Teil des Bruchsteinmauerwerkes steht sozusagen frei, d.h. der Keller ist von aussen begehbar. An der Straßenseite steht das Haus allerdings ca. 1,50 m im Erdreich und ist mit den Jahren feucht geworden. Im Keller-Innenraum bilden sich grüne Flecken etc.
Frage: Was kann ich tun um das Haus 1. zu stabilisieren und 2. gegen Feuchtigkeit zu schützen? Neu verfugen oder ist ein komplettes Verputzen eine Möglichkeit?



Sockelmauerwerk



Die Qualität dieses Sockelmauerwerkes ist sehr schlecht, sogar schon grenzwertig.
Links an der Gebäudeecke gibt es einen Vorsprung, auch an der sichtbaren Seite steht das Mauerwerk etwas vor.
Hier läuft bei Regen Wasser über die Stoßfugen in die Wand. Die Tragfähigkeit der äußeren Mauerschale ist durch den regellosen Verband und die breiten Fugen stark eingeschränkt. Die Ecke rechts vorn ist bereits abgerissen und hat sich in Richtung Anbau? mit der Plasteverkleidung verschoben.
Ich hoffe das dies Mischmauerwerk ist, also innen noch eine 1 Stein dicke Ziegelwand die mit der Bruchsteinschale einigermaßen verzahnt ist.
So hart wie das klingt:
Ich sehe als grundhafte Lösung nur das abschnittsweise Erneuern der äußeren Wandschale. Das ist schwierig und aufwändig da die neue Verkleidung statisch mittragen muß.
Eine eingeschränkte Lösung wäre:
- Anfasen des Übergangs zum Klinkermauerwerk,
- Erneuern der ausgebrochenen Ecke,
- Aufbringen eines zweilagigen Pinsel- bzw. Kellenputzes bis ca. 30 cm unter Gelände,
- Eindichten oder Abdecken des Sockelvorsprungs.
Falls eine Außendämmung vorgesehen ist kann der Vorsprung dabei mit überbaut werden.

p.s. Kann das sein das der aktuelle Zustand das Ergebnis eines laienhaft ausgeführten Sanierungsversuches vor einigen Jahrzehnten war? Als ob ein Heimwerker versucht hat, Bruchsteine auf die Wand zu pappen.
1924 hat so kein Maurer gearbeitet.



Bruchsteinmauerwerk stabilisieren



Hallo,
ja, es ist mir schon klar, dass das Haus alt und nicht sehr fachmännisch geabut wurde. Ich möchte es aber soweit es geht stabilisieren und erhalten
Hier sind noch weitere Bilder. Ich hoffe auf einige Antworten.
Viele Grüsse
Ralf



Sockel



An deiner Stelle würde ich versuchen den Sockel zu erhalten. Sowas ist doch ein schönes Gestaltungselement und sollte man nicht verputzen (der Putz würde wohl ohnehin nicht lange halten)
Richtig schlimm finde ich die Plastikverkleidung, aber hier geht es ja um was anderes:

1. Deine Feuchtigkeit im Keller hängt vielleicht auch an den Kellerfenstern - die keine mehr sind. Versuche den Keller über den Winter zu belüften und über Sommer zu schließen (Kalte Luft ist trocken, warme Luft ist feucht und die Feuchtigkeit kondensiert im kalten Keller mit dem Ergebnis feuchter Wände.

2. Eine wichtige Massnahme ist, wie mein Vorredner schon schrieb, den Versprung abzudecken. Meines Erachtens nach käme in deinem Fall eigentlich nur eine anständige Verblechung in Frage, einfach eine Fase mit Mörtel ranziehen bringt nichts, da es über die Jahre Risse zwischen Mörtel und Ziegelmauerwerk geben wird und wieder Feuchtigkeit einwandert. Aufwendiger wäre der Einbau eines Gesimses, das würde ich aber von der Gesamtgestaltung des Hauses abhängig machen. Zu der Zeit wurde oft mit Betonfertigteilen gearbeitet, sowas stellt dir heute noch jedes Terrazo / Betonsteinwerk her.

3. Sinn macht evtl. auch eine Vertikalsperre in dem Bereich in dem der Sockel in der Erde steckt, alternativ (althergebracht) kann man auch einen Lüftungsgraben bauen, der allerdings regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls gewartet werden muss (Reinigung)

4. Hol dir wegen der Ecke einen Statiker ran. heutzutage gibt es Möglichkeiten Spezialanker einbauen zu lassen, die die Ecke wieder an den Rest des Sockels anbinden. Dazu musst du nicht die ganze Ecke wegbauen und das Haus aufwendig abstützen.

5. Sämtliche Mörtelfugen sind offensichtlich defekt und zum Teil auch nicht fachmännisch ausgeführt. Ich empfehle dir, sämtliche Fugen zu öffnen, looses Material zu entfernen (mindestens 2 cm) und dann mit einem Spezialfugenmörtel für Naturstein die Fugen wieder zu schließen. Remmers bietet einen hervorragenden Fugenmörtel für Naturstein an, ich weiß allerdings nicht ob das in deinem Fall gut geht, da du ja doch recht breite Fugen hast und der Mörtel sehr fein ist. Evtl. tut es auch ein ausgesiebter Trassmörtel (zb. TM10 von Schwenk ist günstig + ganz ok, hat aber ein sehr grobes Korn mit drin, Maxit bietet ebenfalls einen Natursteinmörtel an, der etwas feiner ist und sich meines Erachtens nach besser Verarbeiten lässt).
Aufgrund der Kosten würde ich da wohl eher auf einen normalen, nicht zu groben Trassmörtel zurückgreifen.

Auf jeden Fall Statiker ranholen und begutachten lassen!

Viel Erfolg!



Sockel



Ich bleibe dabei:
Das ist kein Sockelmauerwerk, sondern vor ein paar Jahrzehnten laienhaft und unfachmännisch drangepappte Bruchsteinschalen.
Ob das ein schönes Gestaltungselement ist liegt im Auge des Betrachters.





Da der TE ja aus Schleswig Holstein kommt (steht jedenfalls in der Angabe) könnte ich mir schon vorstellen, dass es tatsächlich massiv ist, eventuell mit beschriebener Hintermauerung. Solche Sockel aus Feldsteinen oder Geröllgrubensteinen sind dort eigentlich keine Seltenheit.

Es ist doch wie immer: Anhand von zwei schlechten Aufnahmen kann man nicht wirklich was dazu sagen. Man muss es sich vor Ort ansehen und nur ein Fachmann kann dann sagen, was zu tun ist.

Aber egal ob der Sockel rangepappt oder massiv gemauert ist, meine Vorschläge sind ja davon nicht unbedingt abhängig.

Liebe Grüße.



Hmmm



gar so drangepappt kann der Steinsockel auch nicht sein, ohne ihn würde die Klinkerfassade meiner Meinung nach über den Sockel vorspringen und das kommt mir bei einem historischen Bauwerk auch komisch vor.

Pfuscher gab es immer schon, besonders am Land wo viel in Eigenleistung gebaut wurde.



Bruchsteinmauerwerk verfugen



Das Bruchsteinmauerwerk ist durchgängig ca. 30-40 cm dick und nicht drangepappt. Ich habe das Haus von meiner Mutter geerbt und fange gerade an mir Gedanken über die Sanierung zu machen. Der Keller ist das größte problem, Feuchtigkeit im Innenkeller (Strassenseite) dort steht das Haus (Leichte Hanglage) ca. 1,50 im Erdreich.



eine Funktionierende



Drainage auf unterkante Kellersohle würde gegen anfallendes Wasser welches vom Hang drückt helfen,aber es ging ja um die schadhafte Mauer..
auf dem ersten Foto ist ja ein teil des Natursteinsockels der schon offensichtlich herausbricht,, an der stelle würde ich mal heruntergraben um festzustellen ob da überhaupt Betonfundamente drunter sind,wenn da keine sind,ist es ein guter Zeitpunkt dieses Nachzuholen.
sprich,Haus an der stelle abstützen ,schadhafte steine rückbauen und heruntergraben,bis man entweder ein gesundes Fundement findet auf dem man wieder Hochmauert,oder man halt keines findet,dann sollte man an diesem punkt eines Giessen,aushärten lassen und dann den Natursteinsockel formschlüssig wieder hochmauern,
aber das würde ich von einem Statiker absegnen lassen oder einen Fachbetrieb beauftragen.
auf den Fotos ist nicht viel zu erkennen,aber wenn das Backsteinhaus noch keine Risse hat dann sollte es reichen wenn man nur schadhafte Sockelteile wieder ergänzt und das ganze unter Erdniveau mit einem glatten putz versieht auf Kellersohlkante eine Drainage zur Entwässerung ,, schwarz anstreichen,oberhalb des Erdniveaus neu verfugen,oder verputzen,dann aber ,wie oben schonmal erwähnt mit einer schrägen kannte als Abschluss oben zum Backstein so das das anfallende Wasser an der Fassade herunter in die Drainage läuft und nicht in den keller...
greets..Flakes



Sockelmauerwerk



Hallo Ralf,
das Problem ist das Sie anscheinend kein Maurer sind, ich schon. Das ist kein Vorwurf, aber wenn Sie schon fragen was Sie tun können dann sollten Sie nicht nur die Antworten beachten die ihnen gefallen.
Ich weiß eine ganze Menge mehr über solches Mauerwerk wie Sie.
Bruchsteinmauerwerk ist nie durchgängig gemauert sondern immer zweischalig. Hier wurde die äußere Schale laienhaft wahrscheinlich später neu gesetzt. Gespaltene Findlinge wurden nicht lagerhaft vermauert sondern hochkant an die vorhandene Wand angeklebt. Vorher wurde entweder Ziegelmauerwerk abgestemmt oder die vorhandene äußere Wandschale abgebrochen.
Das Mauerwerk ist aus fachlicher Sicht eine einzige Katastrophe. Es besteht kein Grund darauf stolz zu sein. Deshalb mein Vorschlag es zu verputzen wenn es denn schon dran bleiben soll.
Was den feuchten Keller betrifft:
Ehe Sie zu den unter Heimwerkern üblichen aber in der Regel fehlerhaft ausgeführten und unwirksamen Mitteln wie Aufschachten, "schwarz streichen" und "Drainage legen" greifen sollten Sie sich mal die Dachrinne der straßenseitigen Traufe genauer anschauen. Kann sein das hier die Ursache der Durchfeuchtung neben den Kellerfenstern zu finden ist.





Also wenn ich mich richtig erinnere, ging es dem Fragesteller um die Lösung seines Feuchtigkeitsproblems im Keller und das wird man meines Erachtens nach mit Verputz nicht lösen, wie denn auch?

Man schließt die Feuchtigkeit doch nur noch mehr ein.

Ich denke, das größte Problem sind die Fenster. Früher waren Kellerfenster undicht und es wurde auch auf eine richtige Lüftung zu den entsprechenden Jahreszeiten geachtet. In unseren modernen Kühlschrankzeiten ist aber dieses Wissen bei der Masse schlichtweg verloren gegangen.

Wäre ich an der Stelle des Hauseigentümers, so würde ich mit den günstigsten und einfachsten Mittel Versuche starten das Problem in den Griff zu bekommen. Ein Verputz ist das sicherlich nicht.

Wer weiß auch schon, wie es IM Keller aussieht... Trocknet er da seine Wäsche? Ist der Keller mal mit schimmelanfälliger Farbe getüncht worden? (Frei nach dem Motto: "Da hab ich ja noch was übrig...")

Wie sieht es denn generell im Keller aus? Bilder von den Flecken wären hilfreich, aber es wäre auch hilfreich mal eine Stelle (20x20) freizulegen um zu sehen was für ein Mauerwerk dahinter steckt.

Ich habe schon viele Feuchte Keller erlebt und bei den meisten war es schlichtweg ein Lüftungsproblem. Mein Keller in der aktuellen Wohnung steht regelmäßig bei Hochwasser ca. 10 cm unter Wasser. Trotzdem gibt es bei uns weder Schimmel noch Stockflecken, da ein Lüftungsrohr immer für Frischluft sorgt.

Schlussendlich wird man das Richtige nur raten können, wenn das Ganze vor Ort begutachtet wird. Nur von Bildern kann man keine Aussage treffen, auch nicht darüber wie dick die Steinbrocken nun sind oder nicht.

Was mir auffällt ist, dass da scheinbar ein alter Zugang zugesetzt wurde. Was hat es damit auf sich?



Sockel



Die Frage bezog sich 1. Auf die Feuchte und 2. Auf die verfahrensweise mit dem Sockel, verputzen oder Verfugen.
Das genau ist Bestandteil aller Antworten.
Das Verputz die Feuchtigkeit einschließt ist eine unbewiesene Vermutung. Im Umkehrschluß müssten alle verputzten Wände die Feuchtigkeit einschließen.



Bruchsteinmauerwerk sanieren



Ja, was soll ich dazu noch sagen wenn Fachleute unterschiedliche Meinugen haben. Verputzen oder nicht, der eine sagt "ja", der andere sagt "nein, bloß das nicht". Einer sagt "Drainage", der andere sagt, "nein, nicht".
Aber das mein Bruchsteinmauerwerk-Sockel zweischalig sein soll, das ist mir neu. Wie könnte ich das feststellen. Im inneren des Kellers ist übrigens seit Jahren ein weisser Anstrich drauf, der keine Flecken aufweist. Ausser zur Strassenseite, dort blättert die Farbe ab und die Wand hat teilweise einen grünen Schimmer.
Anbei ein Bild von der Strassenseite. Dort sieht man ein Regenabflussrohr, welches an der Regenrinne des Vorbaus angeschlossen ist.



Sockel



Dieser Teil des Sockels sieht nicht ganz so schlimm aus.





Wie dem auch sei, ich bin der Meinung, dass Putz im Sockelbereich nichts verloren hat. Man kann das auch ganz gut beobachten, es gibt extrem viele Sockel die verputzt sind und wo es nicht funktioniert. Bei Neubauten mag das anders aussehen, da sind die geputzten Sockel aber auch anders ausgebildet, die Putze kunststoffvergütet und armiert.

Natursteinsockel verputzen wird nix, nicht umsonst gehört es zu meinem täglich Brot immer wieder verputzte Natursteinsockel freizulegen und zu restaurieren. Oftmals kommt es durch das Überputzen zu Schäden, vor allem bei Weichgesteinen kann man beobachten, dass es zu Absandungen, gravierenden Frostschäden (in Folge von sich ansammelnden Wasser) und Versalzungen führen kann.

Bei dem Sockel würde ich mir aufgrund der verwendeten Steine keine Sorgen um den Steinsockel machen, allerdings halte ich es dennoch nicht für sinnvoll da eine Putzschicht draufzukrachen, zumal man ja ne ganz schöne Schwarte ranbauen müsste.

Ich bleibe dabei: Fugen sanieren, Fenster austauschen bzw. für genügend Lüftung sorgen, an der Problemwand freigraben, überprüfen und gegebenenfalls eine Abdichtung, besser einen Luftschacht anbringen. Wer weiß, vielleicht liegt es ja tatsächlich am Abflussrohr?

Derzeit bin ich an einem Objekt in Dresden beschäftigt, wo der Luftschacht eingefallen ist, weil er nicht gewartet wurde. Der komplette Keller der Villa ist nun feucht, vorher gab es die Probleme nicht.



Freigraben und Luftschacht



Besteht nicht eine gewisse Einsturzgefahr, wenn man altes Bruchsteinmauerwerk freigräbt. Und was genau ist ein Luftschacht ? Ich bin leider "nur" Maschinenbauer ...entschuldigung für meine Fragerei.



Sockel



Sie sollten versuchen meine
Beiträge aufmerksamer zu lesen. Ich schrieb etwas von Pinsel- oder Kellenputz.
Solches Mauerwerk wurde früher IMMER verputzt. Die Mode Bruchsteinmauern zu entblößen bzw. den ursprünglichen Putz nicht zu erneuern stammt aus einer Modeströmung des 19.Jahrhunderts.
An Ralf:
Die letzten beiden Fotos zeigen Sockelbereiche die nicht so schlimm sind wie auf den ersten beiden Fotos.
Möglich das dies noch der Urzustand ist.
Mit dem Foto von mir können Sie sich ein Bild machen was ich mit dem "dranpappen" der äußeren Wandschale meine, so ähnlich sind die Steine bei Ihnen auch angesetzt worden.
Ohne die reichliche Zementzugabe im Mörtel würde Ihre Wand wohl bald ähnlich aussehen.





Also ich weiß nicht, bei nem Haus Baujahr 1924 dürfte der unverputzte Sockel wohl tatsächlich so wie er da steht original sein. Ich kenne viele Beispiele dieser Art. Unter anderem war es ein wichtiges Gestaltungsmittel bei Häusern dieser Art.
Das Überputzen solcher Sockel kenne ich nur als billige Sanierung aus DDR Zeiten - meist mit sehr harten Putzen die sich dann als Schalen lösen aber trotzdem stehen bleiben - oder als Versuch billiger Sanierung aus den Anfängen der 90er Jahren. In beiden Fällen fällt einem der Putz über kurz oder lang auf die Füße, zumindest in den stark bewitterten Bereichen.

Solche Problemfälle, gerade auch im Zusammenhang mit historischen Steinputzen, habe ich regelmäßig vor der Nase. Problematisch sind da vor allem die Stellen, die regelmäßig durch herablaufendes Wasser von der Fassade oder aber von Spritzwasser im unteren Sockelbereich belastet sind.

Der Sockel ist doch vom Prinzip her sehr schön anzusehen und macht nicht gerade den Eindruck, als ob er jeden Moment zusammenbrechen wird.

Das von Ihnen gezeigte Bild ist ein Extrembeispiel, doch mir sind Beispiele bekannt wo selbst Fundamente großer Grabanlagen auf diese Weise gebaut wurden und auch heute noch halten (OHNE Mörtel!) Für Fundamente war es wohl eine Zeit lang üblich mehrschalig zu bauen und die Mitte zwischen den Schalen mit anfallendem Bauschutt zu verfüllen.

Wie gesagt, überprüfen kann man sowas nur vor Ort. Trotzdem halte ich es einfach nicht für sinnvoll gleich derart brutal vorgehen zu wollen und sich für einen Abbruch und Neubau oder eben einen Verputz zu entscheiden (der übrigens statisch gar nichts bewirken würde, aber das war ja auch nicht ihre Absicht)

Ich dachte eigentlich in bin in einem Forum, in dem Ziel sei fachgerecht zu restaurieren und dazu Tipps zu geben wie man altehrwürdiges erhalten kann.

Was den Lüftungsgraben angeht:

http://books.google.de/books?id=iN2nRUnmibkC&pg=PA225&lpg=PA225&dq=l%C3%BCftungsgraben&source=bl&ots=GGYL5jzGVb&sig=z6tdIX8QjJH3C6nlQamFpzGcMVk&hl=de&sa=X&ei=jo8PU6reEIqBywOMi4LgCA&ved=0CDMQ6AEwAA#v=onepage&q=l%C3%BCftungsgraben&f=false


Bei Google Books findet sich der Verweis auf diese Seite, ansonsten kann man mittels Google sicherlich auch viel mehr darüber herausfinden. Sowas gab es früher öfter, man sollte eben prüfen ob das bei Ihnen funktionieren kann oder ob man nicht eine alternative Lösung sucht.

Wegen ihrer Mauer hätte ich keine Bedenken wegen Einsturzgefahr, sofern Sie nicht das Fundament untergraben. Aber die nah ans Haus gebaute Einfahrt könnte sich absenken, das müsste man sich vorher mal genauer ansehen.

Wie schon mehrfach gesagt: suchen Sie sich einen Statiker und einen Architekten der etwas von Altbausanierung versteht. Schwer zu finden, aber die gibt es. Nur nach vor Ort Termin und vorangegangener Untersuchungen kann man fundiert eine Aussage zur Massnahme treffen - alles andere, also auch das was wir hier treiben ist eigentlich Spekulation.

Liebe Grüße + viel Erfolg.



Sockel



Was soll dieses verwursteln von einem zum nächsten, Marcus?
Hier geht es nicht um Fundamente und nicht um zu harten DDR- Putz. Das Streifenfundamente früher in der Regel Steinpackungen waren ist hier nicht gefragt worden.





Marcus? Wer ist Marcus? :-)

Ja, Sie haben recht. Das eine hat mit dem anderen vielleicht recht wenig zu tun. Ich habe nur bei zahlreichen Abbrüchen hier in der Chemnitzer Region immer wieder gesehen, dass die Kellerwände der Gebäude zum Teil sehr ähnlich aufgebaut sind und sich das oftmals bis zum Sockelbereich so durchzieht. Auch beim Austausch von Sockelteilen kam mir nicht selten alles mögliche entgegen, ganz ähnlich wie in dem von Ihnen gezeigten Bild.

Das findet man natürlich nicht an jedem Haus so, neulich habe ich einen Sockel abgebaut, der richtig fachmännisch verbaut und hintermauert worden war. Allerdings kenne ich das bisher nur von sehr hochwertigen Bauten aus dieser Zeit.

Ich wehre mich ja nur dagegen so einen Natursteinsockel verputzen zu wollen, da ich regelmäßig mit den entsprechenden Schäden zu tun habe. Im Sockelbereich bis ca. 1.20 Höhe wird nicht umsonst bei einer fachgerechten Restaurierung auf Restauriermörtel verzichtet und mit Vierungen gearbeitet - weil es eben haltbarer ist. (und Restauriermörtel kann man schon mit Putzen vergleichen) Das Verfugen kann der Eigentümer in Eigenleistung kostengünstig übernehmen, eine sinnvolle Verblechung wird für den Bereich nicht die Welt kosten bzw. kann er als Maschinenbauer sicherlich auch selbst herstellen. Dann bleibt am Ende auch mehr Geld für den Statiker, der dann einen vernünftigen Vorschlag für die Sicherung der abgegangenen Ecke machen kann und für neue Fenster, die man kippen kann und damit den Keller wieder trocken bekommt.

Unser Keller hier ist nur durch die Belüftung so trocken, wir haben hier keine Sperre rundrum und die Fundamente bestehen aus einem Porphyrtuff der sich eigentlich sehr sehr gerne mit Wasser vollsaugt - trotzdem bleibt es trocken. Okay, die Heizung steht ebenfalls hier unten und bringt natürlich auch ein wenig Abwärme, das sollte man vielleicht nicht vernachlässigen.

Zum Vergleich: In dem Haus in dem ich mir meine neue Wohnung ausbaue ist der Sockel mit historischem Steinputz versehen (rückseitig mit Fliesen) und sämtliche Fenster sind mit Platten geschlossen, da das Haus lange Zeit leer stand. Die Folge ist ein unangenehm feuchter Keller, es stinkt und modert und ist alles andere als gut für das Bauwerk.

Schlussendlich muss sich der Eigentümer entscheiden was er will und was nicht. Wir können nur raten was aus unserer Sicht das beste ist. Sie als Mauerer und Ingenieur, ich eben als Steinmetzmeister, der nächste vielleicht als Architetkt.... und natürlich wird jeder etwas anderes behaupten, weil es nun mal übers Web Rätselraten ist und jeder ganz persönliche Erfahrungen gesammelt hat. Es gibt eben viele Wege nach Rom... Ich sage ja nicht dass Ihr Weg grundsätzlich falsch ist, ich bemängele daran ja nur, dass ich das Vorhaben als einen sehr brutalen Eingriff in ein historisches Gebäude sehe und dass ich nicht daran glaube, dass es eine Lösung von langer Dauer ist - und da spreche ich von größeren Zeiträumen als Gewährleistungszeitraum. Als Steinmetz hat man an der Stelle wohl eh eine andere Vorstellung von Zeit, das bringt das Material eben mit sich.

Liebe Grüße!



Sockel



Für die Verwechselung mit dem Namen bitte ich um Verzeihung.
Ich will mich jetzt nicht weiter auf eine sinnlose Diskussion einlassen in dem Sie immer wieder andere Sachen ins Spiel bringen die mit der Fragestellung nichts zu tun haben.
Nur eins noch zum Schluß:
Wenn Sie einen ähnlichen Fall mit ähnlicher Ausgangslage, ähnlicher Aufgabenstellung, ähnlichem Schadensbild und ÄHNLICHEM STEINMATERIAL haben können Sie Ihre Erfahrungen gerne vorbringen.



Nun sollte man auch unterscheiden - soll nur der Sockel oder auch der Keller bearbeitet werden?



Ich würde am Sockel nur ausbessern .d.h. mit sogenannten Verfugungsmörtel die Fugen nacharbeiten.
Dazu verwenden Sie Mörtel der Firma Rajasil-Colfirmit.
Holen Sie sich bei dieser Firma fachlichen Rat und evtl. auch einen Werkmeister als Berater.
Wenn es um den Keller geht empfehle ich Ihnen das I-Bausystem aufzubringen.
Bitte dazu einlesen auf der Seite: http://www.isarbautenschutz.com/schriften/maerz2005/12_i-bau-kontra_sanierputz_neu_2.pdf
-
Lassen Sie sich nicht verrückt machen.
Das Haus wird auch ohne Instandsetzungsarbeiten die nächsten Jahrhundert überstehen ohne dass es zusammenbricht.
Aber solche Vorschläge - es hilft nur von aussen aufgraben und Abdichten kommen nur von sogenannten Fachleuten und bringen sicher nur Probleme. Außerdem bleibt der Zustand innen - wie dieser jetzt auch ist - und wird mit Sicherheit nicht besser.
Die Feuchte im Keller entsteht (wenn dieser nicht mehrmals unter Wasser steht) ausschließlich durch Tauwasser.
Und somit ist von außen aufgraben und abdichten keine Lösung.



Bruchsteinsockel



Ja, jetzt ist die Verwirrung vollends komplett. Ein Bauingenieur, der den Sockel meines Hauses für eine Katastrophe hält, rät mir zum Pinsel- od. Kellerputz. Ein Steinnmetz hält dieses Vorhaben für völlig falsch. Ein anderer Forumsteilnehmer rät mir zur Drainage, ein anderer sagt" das ich mir keine Sorgen machen soll, das Haus wird noch 100 Jahre halten und ich solle bloß keine Drainage bauen.



Sockel



Lesen Sie sich noch mal meinen ersten Beitrag durch. Ich habe ihn besonders langsam geschrieben damit Sie auch alles richtig verstehen.
Da steht alles drin.
Übrigens, ich bin nicht nur Diplom- Bauingenieur sondern auch Maurer und öffentlich bestallter und vereidigter Sachverständiger für die Fachgebiete Maurer, Putz, Beton. Das wird man wenn man über ein fachliches Wissen im Bestallungsbereich verfügt das weit über das von normalen Fachleuten wie Facharbeitern, Meistern, Bauingenieuren und Architekten liegt.



Bruchsteinsockel



Hallo Herr Böttcher,
jetzt reichts mir mit Ihnen. Ihre Überheblichkeit geht mir langsam auf die Nerven. Ihre Äusserungen sind ja schon fast beleidigend. Sie haben Ihre Vorschläge besonders langsam geschrieben, damit ich auch alles verstehe? Für wen halten Sie sich eigentlich? Auf Ihre Ratschläge möchte ich in Zukunft verzichten und bitte Sie an dieser Stelle mich mit Ihren Tips zu verschonen.



Halt nicht so schnell..



Auch ich ärgere mich manchmal über so manche Beiträge von einigen selbsternannten Fachleuten. Herr Böttcher gehört sicher zu denen die Ihnen helfen möchten.
Soviel gute Ratschläge waren oben nicht dabei.
Das Problem ist sicher die vielen unterschiedlichen Ausführungsvorschläge.
Wer hat Recht?
Ich verstehe Ihre Sorge, hatte ich Anfang der 70iger Jahre ähnliche Schwierigkeiten. Jeder erzählte mir was anderes.
Lange Rede.. daraus entstand die WTA .EV.
Siehe dazu www.WTA.de
Ich war fast 30 Jahre im Vorstand und lernte erst hier worauf es bei dieser sehr komplexen Instandsetzung ankommt.
Es ist nicht so einfach alles mit zu bewerten. Dabei geht es nicht nur um Technik sondern auch um langjährige Erfahrungen und was für mich auch immer wichtig war, es muss auch noch bezahlbar sein.
Ich lerne aber auch noch gerne dazu und dabei hat mich der eine oder andere Beitrag von Herrn Böttcher begeistert.



So geht es nicht



Hallo Herr Bromm,
es ehrt Sie als Gentleman, wenn Sie ein wenig für Herrn Böttcher in die Bresche springen. Aber lesen Sie doch bitte mal den Artikel "Sockel" (220904) , da stellt Herr Böttcher sein Fachwissen weit über das von Meistern, Bauingenieuren und Architekten. Solche Sätze grenzen meines Erachtens ja schon an Grössenwahn. Er hält sich für den Größten und kommt in jedem seiner Beiträge als Oberlehrer daher. Alle anderen sind seiner Ansicht nach dumme und einfältige Zeitgenossen. Auf diesem Niveau möchte ich keine Konversation führen. Ich habe leider "nur" die Fachhochschulreife und nach meiner Ausbildung als Technischer Zeichner noch eine 2 jährige Technikerausbildung absolviert. Auf meinem Fachgebiet (Maschinenbau) könnte ich Herrn Böttcher auch ganz schnell "alt" aussehen lassen. Aber meine gute Erziehung verbietet das.



Sockel



Das ist nachweislich das erste Mal in den vielen Jahren und den unzähligen Beiträgen die ich hier im Forum geschrieben habe das ich auf meine gesamte berufliche Qualifikation hingewiesen habe.
Das halte ich nicht für Größenwahn. Es sollte dem Fragesteller bei der Entscheidungsfindung helfen.

Was die Bestallung betrifft:
Es ist falsch zu glauben und zu behaupten das bei der Prüfung nur administrative Sachen wie der Aufbau eines Gutachtens geprüft werden. Es gibt einen schriftlichen und einen mündlichen Prüfungsteil mit fachbezogenen Themen der nach einer Prüfungsordnung abläuft und die Probanden müssen eigene Gutachten die sie selbst angefertigt haben vorlegen.
So einfach wie in den ersten Jahren nach der Wende ist das nicht mehr.
Wer von sich behauptet er sei ein Sachverständiger oder Gutachter, diese Titel als Berufsbezeichnung führt und verfügt NICHT über die von mir oben genannten Kriterien (die nicht von mir stammen sondern allgemeine Rechtsauffassung sind)der ist ein Hochstapler und Urkundenfälscher. Das sind Straftatbestände die auch so geahndet werden, egal ob der "Gutachter" irgendwelche Papierchen vorweisen kann.
Wenn Sie, lieber Ralf, eine Frage zu Maschinenbauthemen haben werde ich mich sicher nicht einmischen. Hier bewegen Sie sich aber nicht im Maschinenbau sondern in meinem beruflichen Metier.
Wenn Ihnen meine Antworten nicht gefallen ist das Ihre Sache. Ich schreibe meine Beiträge nicht damit ob Sie den Fragestellern passen. Nur weil ihnen meine Einschätzung über die Qualität und das Erscheinungsbild des Sockelmauerwerkes auf dem ersten Foto nicht gefällt bedeutet das nicht das meine Hinweise nicht verwendbar sind.
Übrigens stützt sich meine Einschätzung nicht nur auf mein persönlichen Qualitätsempfinden sondern auf die DIN 1053 Teil 1 Punkt 12 insbesondere auf den Unterpunkt 12.2.8. Die Regeln dieser DIN galten auch schon 1924.
Aber: Sie müssen sich nicht danach richten.
Wenn Sie Probleme haben zwischen konträren Antworten zu unterscheiden ist das Ihre Sache. Auch als Maschinenbauer sollten Sie gelernt haben Informationen nach dem Sachverhalt zu werten und nicht danach welche der Antworten Ihnen am besten gefällt.
Damit bin ich hier aus der Frage raus.
Ich muß ein Sanierungsgutachten fertigschreiben; im Gegensatz zu dieser fruchtlosen Diskussion kriege ich dafür Geld.



@Ralf



Ihr Unbehagen teile ich gern. Den Schuster erkennt man an seinen Leisten. Die des Herrn B?ttger w?rden mich auch mal interessieren. Nur an den vier W?nden seines Gegen?ber sollte man seine wahre Competentia beurteilen.
@ hochwohll?blicher Herr Bromm
Ich hielt einst die WTA f?r etwas sehr innovatives.
Aber BASF ist da nicht so der Fall. Ist die WTA schon so weit gesunken?



Hi, was hat die BA SF damit zu tun?



Auch wenn dem so wäre, daß ein Sanierputzhersteller von einer großen Firma käme



Rajasils Mami!



Das erweckt den Eindruck von Lobbyismus.
Kulturki.... und Altbau bzw. Denkmalpflege ist moralisch fraglich.



Bruchsteinsockel



Ich fragte am Anfang ´mal danach wie man den Sockel eines Einfamilienhauses aus Bruchsteinmauerwerk stabilisieren könnte. Da gab es nun unterschiedliche Antworten. Ein Teilnehmer riet mir zum komplett verputzen. Ein anderer riet mir davon unter allen Umständen ab. Einer sagte, dass das Haus auch ohne alles noch 100 Jahre halten würde. Einer sagte ich solle eine Drainage einbauen, ein anderer riet mir wieder davon ab. Es war alles dabei, was will man mehr.
Danke und schöne Grüsse
Ralf Bruhn





Lieber Herr Bruhn,

es ist völlig klar, dass Sie enttäuscht sind ob der scheinbar verschiedenen Antworten. Ich sehe das auch gar nicht so grundverschieden. Wenn jemand sagt "das kannste so lassen" heißt das ja nicht unbedingt, dass man nicht doch verfugen sollte. Eines ist klar: offene Fugen sind immer doof. Den Verschluss der Fugen würde letztlich auch der Putz bringen.

Ich habe halt nur die Erfahrung gemacht, dass Putze im Sockelbereich meist nicht gut funktionieren. Auf Herrn Böttchers Website gibt es dazu auch Fotos, er schreibt halt darunter, dass es daran liegt, dass der Putz nicht frostsicher gewesen war... Ob das stimmt oder nicht, darüber will ich mich nicht streiten, er ist schließlich der Sachverständige und Putz fällt nun mal da in seinen Bereich. Die Ursachen können ja auch in dem Beispiel völlig woanders liegen... Salze gibt es ja auch reichlich, gerade an Straßen und vor allem im Sockelbereich...

Ich halte im übrigen auch nichts von derlei Titeln, denn ob jemand Sachverstand hat ist abhängig von der Erfahrung die er hat - und da hat manch Altgeselle schon immens viel drauf. Die Art und Weise wie das hier zum Teil aus dem Ruder gelaufen ist bedauere ich, Ärger wollte ich hier bestimmt keinen anstiften und mit Sicherheit auch keinen Herrn Böttcher als blöde hinstellen - er wird sich seinen Titel schon verdient haben.

Ich rate Ihnen dazu die Fugen mit einem entsprechend geeigneten Fugenmaterial zu schließen. Wegen der Risse auf jeden Fall mal einen Statiker zu Rate ziehen, die kennen sich zum Teil auch sehr gut mit der Materie aus.

Die Feuchtigkeit im Keller kann verschiedene Ursachen haben und ich denke nach wie vor, dass es zum Großteil an der fehlenden Belüftung liegt. Schließen Sie es doch nach und nach aus. Neue Fenster sind sicherlich sowieso mal fällig und wenn mit Lüften die Feuchtigkeit nicht weggeht (bitte unbedingt auf Jahreszeiten achten: Sommer Fenster zu, Winter Fenster auf) dann können Sie ja immer noch aufgraben und in ihrem Fall wohl am besten mit einer Dichtungsbahn arbeiten, für nen Luftschacht scheint mir da zu wenig Platz.

Schlussendlich kann nur jemand VOR ORT tatsächlich beurteilen was die richtigen Schritte sind. Wir können hier alle nur von wenigen Bildern und geringen Infos etwas abschätzen... die große Preisfrage ist ja auch was Sie in ihrem Keller so treiben. Waschen Sie dort? Trocknen Sie Wäsche? Haben Sie eine Sauna oder einen Gymnastikraum eingebaut - alles Dinge die das Klima beeinflussen können.

Wie gesagt, ich kann Ihnen aus MEINER Erfahrung heraus vom Verputzen abraten. Außerdem ist doch der Sockel (auch wenn er nicht unbedingt so richtig fachmännisch nach Lehrbuch gebaut ist) einfach schön anzuschauen. Wäre doch ein Jammer den zu verstecken...



Leider falsche Antwort



Im Sommer und im Winter sollen die Fenster zubleiben - aus und basta.
Wieso im Winter auf?
um das ganze Erdgeschoß abzukühlen?
Oder evtl. nur die Oberfläche abzutrocknen - um dann noch mehr Feuchte und damit Salz nachzusaugen?
Vorsicht, da schreibt oft Einer den Schmarrn vom Anderen ab.
.
Richtig ist die offenen Fugen im Sockel-bereich zu verschließen.
Wände im Keller wie von mir dargestellt dampfdicht verschließen und das war`s dann auch.
Das Bild zeigt einen "Feuchteschaden" hinter einer Glasplatte.





Also ich habe das anders gelernt und mir wurde das auch von einem Besitzer eines alten Bauernhauses direkt vor Ort gezeigt und so erklärt:

Er hat einen alten Kartoffelkeller in einem Bauernhaus anno 1750 und hat das Fenster immer offen gehabt. Im Sommer stand dann plötzlich die Brühe im Keller und es war richtig feucht. Da er Bauingenieur ist, ging ihm gleich ein Licht auf und er begründete es wie folgt: Im Sommer kann die Luft aufgrund der Wärme mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Gelangt diese in den kalten Keller kühlt sich die Luft ab und die Feuchtigkeit fällt aus. Im Winter ist das gegenteilige der Fall, da ist die Luft im Keller meist wärmer und durch den Luftaustausch mit der kälteren Außenluft wird überschüssige Feuchtigkeit abtransportiert.

Das Problem ist er jedenfalls seiner Aussage nach los, seit er richtig lüftet. Die Problematik ist mir aber wie schon erwähnt auch von unserem Keller und anderen Kellern bekannt. Auch der Heizungsbauer heute früh hat mir genau darüber berichtet.

Wenn man natürlich davon ausgeht, dass die Feuchtigkeit über die Außenwand eintritt, dann haben Sie natürlich völlig recht mit der Aussage, dass nur die Oberfläche abtrocknet und mit der Feuchtigkeit auch Salze in das Mauerwerk einwandern können. Trotzdem halte ich es auch in so einem Fall nicht für sinnvoll den Keller mit diesen Fenstern ausgestattet zu lassen. Energetisch ist es natürlich bedenklich den ganzen Winter den Keller auskühlen zu wollen, aber ich bin überzeugt dass regelmäßiges Lüften auch schon viel helfen wird.

Wie gesagt, ich vermutete ja dass die Feuchtigkeit nicht von außen kommt und mein Vorschlag basiert darauf, zuerst kleinere und günstigere Massnahmen zu ergreifen und falls diese nicht greifen kann man immer noch den halben Garten umgraben. So würde ICH jedenfalls herangehen. Ich finde solche privaten Großprojekte können einen ganz schön in Atem halten und der Frust wird umso größer sein, wenn es am Ende vielleicht doch nicht zum Erfolg führt und die Ursache ganz woanders lag... (und wer kennt das nicht, dass das Auto für zig hundert Euro repariert wird und der Fehler nach wie vor vorhanden ist und sich dann herausstellt, dass es sich nur um einen defekten Zündstecker handelte...)



Ich glaube Ihnen, dass Sie das so gelernt haben..



..aber ob dies richtig ist?
Ich kenne diese Angaben auch und wundere mich immer noch, dass das einfach so unternommen wird.
Früher war sehr viel anders.
Da ich nicht alles nochmals schreiben möchte verweise ich auf das Buch- Gesund wohnen in Altbauten.
Einen Teil davon finden Sie auf meiner Homepage.



Sehr geehrter Herr Bromm



Kartoffelbauer oder Winzer sind sie keiner!!:-)
Und mit Kellernutzungen und ihren Hintergr?nden bzw. den verschiedenen Nutzungskonstruktionen scheinen sie auch nicht so bewandert. Oder? Haben sie oder auch Herr B?ttger, sich mal mit Hausforschung in Mitteleuropa besch?ftigt?
Das w?rde mich mal sachlich interessieren. Den ich traue meinen Augen nicht so.

Gegeben:.

Einschaliges Bruchsteinmauerwerk antl. 90 Vol.%
Bruchstein Gneis, Granit, Basalt (nicht kapillar)
my-wert 10000 = sehr hoher Diffusionswiderstand

Fugen im besten Fall latent hydraulischer M?rtel
antl. 10Vol%.

Wie soll denn die Feuchte aus dem Keller, bei immer geschlossenem Fenster und Diffusionshemmender Wand mit 10Vol% "evtl." Kapillaranteil???

Die meisten Keller haben eine Lehmsohle die f?r gen?gend Bodenfeuchte sorgen kann. Vor allem, wenn das Hangwasser nicht schnell genug weg kann.
Fr?her waren Keller schon daher bel?ftet, dass es zu keiner CO2-Vergiftung durch eingelagerte Nahrungsmittel oder Weine kommen konnte.
Dadurch war durch die feuchten Lehmsohlen auch ein Feuchtemilieu kein Problem und eher f?rderlich f?rs Lagergut.

Also, wenn zu viel Hangwasser, dann Sch?rze aus Bentonit oder Dernoton, im Winter zwangsl?ften, Kellerdecke d?mmen.
Und vor allem, da gebe ich Herrn B?ttger mal recht, den Bruchteinsockel abdecken.

Achso Herr Bromm!! Die Salze und der Bruchstein bzw. 10Vol% Fuge habe ich noch nicht gemeiselt





Hallo Herr Bromm! Ich danke Ihnen für den Hinweis und werde mich mal bei Zeiten damit auseinandersetzen. Ich bin ja grundsätzlich offen für neues und wenn ich was dazulernen kann ist es doch top - genau deshalb bin ich doch auch hier.

Was Caramba schreibt habe ich mir gestern Nacht übrigens auch noch gedacht, gerade wegen ihrem schönen Bild. Es wäre wohl nicht feucht wenn a.) das Ganze wirklich dampfdicht eingepackt wäre oder eben b.) ausreichend Lüftung für den Abtransport der Feuchtigkeit vorhanden wäre.

Damit wäre beides wohl richtig, die Frage ist eben was tatsächlich machbar und dann auch dauerhafter ist. Zu belüften erscheint mir die wesentlich billigere und einfacher zu wartende Lösung zu sein, als den Keller dampfdicht zu verschließen. Wobei das ja nie wirklich funktionieren kann, denn sobald Sie als Mensch den Keller betreten oder die Türe öffnen könnte doch wieder feuchte Luft einwandern - kommt dann aber nicht mehr weg.

Was die Kapillarität angeht, so liegt Carama nicht ganz richtig. Auch Granite und andere Hartgesteine können Wasser transportieren - nur eben extrem langsam und bei weitem nicht so gut wie andere Materialien.

Ich bleibe also vorerst (bis ich den Text gelesen habe und eventuell dazulerne) dabei: Lüftung ist das kostengünstigste Mittel um dem Problem zu begegnen. Wo die Ursache liegt, sollte man natürlich trotzdem abklären.



Nun Herr Caramba..



.. richtig ich bin kein Kartoffelbauer und auch kein Winzer.
Ich beschäftige mich "nur seit über 40 Jahren mit Feuchteschäden insbesondere Keller.
Vorher war ich Bauleiter im U-Bahnbau und zuständig für Abdichtungen.
Nun alles weiß ich auch noch nicht auch wenn ich mittlerweile einige Tausend m² Keller "trockengelegt" habe.
Und dies alles auch ohne Reklamationen.
Dabei belasse ich es, da es mir zu blöd erscheint mich mit "anonymus" rum-zuärgern.



Keller



An caramba:
es gibt kein einschaliges Bruchsteinmauerwerk, nur zweischaliges.
Höchstens einhäuptiges und das ist auch nur in einem ganz speziellen Fall möglich.



AHA



Da es ein Souterrain ist und als Halbgescho? befenstert ausgef?hrt wurde sind zwei Seiten sichtig und damit einschalig und nicht h?uptig, wenn es keine separaten Wandteile mit Verf?llung sind.
Wo wir wieder im 12 -13Jh. w?ren. Gew?lbekeller dieser Zeit sind meist einschalig in die Kellergrube gesetzt worden.
Sie sollten sich vielleicht doch mal mit Hausforschung und Kulturgeschichte befassen.

@Herr Bromm
Vielleicht w?re es ja mal ein Anreiz f?r die WTA, sich mit den Fachleuten der LfD?s und der UDschB. zu konversieren um Bauweisen und Nutzungen von Bauwerken besser zu verstehen.
Das kann bei Sanierungen und Restaurierungen sehr hilfreich sein.
Ich w?rde auch gern mal ohne Anonymus mit ihnen plaudern, aber nicht hier.

Gru?



nun gehen Sie davon aus, dass ich seit Anfang der 70iger Jahre engen Kontakt habe..



..denn ich habe sehr viele der schönsten Objekte in Bayern mit instandgesetzt und da braucht man das LfDA.



Bruchsteinmauerwerk



Sie haben keine Ahnung, caramba!





deswegen legen sie in Ihrem anderen Tread ja die 1. H?lfte des 13 Jh. ((ca.1200)Datiert vom LfD) in die Gotik! Applaus!! Da war bei mir noch staufische Romanik. Und das in der Gegend. Die Fr?hgotik setzt erst ab 1235 ein. Hipp Hipp Hura. Ich verabschiede mich nun mal und gehe mit den gro?en spieln.:-)
Spielen sie mal mit Ihrem Beton.
Vielleicht schau ich ja mal vorbei, wenn ich mal wieder zum Quedlinga unterwegs bin.

Tsch??ikovski



PS: Sie Schon



..



@ Edmund Bromm



Sehr geehrter Herr Bromm

Auf Ihrer Homepage erklären Sie ja genau, weshalb die Luft im Keller feuchter ist als draussen und weshalb es im Sommer umgekehrt ist. Wasseraufnahmefähigkeit der Luft bei verschiedenen Temperaturen! Und wie richtig gelüftet werden soll.

Und weshalb ist das jetzt doch alles nicht so?

Grüsse
Nicole

P.S. Mein nasser Keller ist dank der Lüftungsmethode schon fast trocken. Bei uns war aber auch klar, woher das Wasser kam (Heizungsentleerung in den Lehmkeller 3x!)



Wo liegt da ein Widerspruch?



Dass jetzt im Winter die Luftfeuchte draußen geringer ist, sollte doch klar sein. Möglicherweise leiten manche den "Erfolg" daraus im Winter davon ab. Scheinerfolge hierbei sollten uns jedoch nicht täuschen.
Was ist denn eigentlich "fast trocken" ??
Man muss aufpassen, dass hier nicht Äpfel mit Birnen vertauscht wird.
Die relative Feuchte darf nicht verwechselt werden mit der tatsächlichen.
Die Temperaturen von Kellern sind doch bekannt - immer und überall sollten diese in etwa der Kaltwassertemperatur entsprechen. Es sei denn es kommt von irgendwo Wärme dazu. Dann ist es durchaus möglich höhere Temperaturen im Raum zu messen.
Aber auch die relative Feuchte (außen) ist bekannt.
Nach den mir vorliegenden 8760 Mittelwerten im Jahr liegen diese weit über 80%. Diese Daten kann man bei der Fraunhofer- Gesellschaft aber auch an anderer Stelle erfragen.
Auch darauf muss man achten.
Und wenn man dann noch weiß wie der Unterschied der Feuchte in unterschiedlichen höhen ist nun dann ergibt sich hier auch ein Ableiten der Lüftungs-Empfehlung für Keller.
Aber es ist auch klar, dass an den Lüftungs-Empfehlungen noch einiges zu bearbeiten ist.
Ich bin dran, aber es ist nicht so einfach dies alles (auch für den Laien verständlich) aufzuarbeiten.



jetzt noch mal von vorne



Moin, Moin,
Feuchtigkeitsprobleme an erdberührten Mauern, das ist ganz normal bei historischen Mauergefügen. Ärgerlich wird es dann, wenn die Nutzung nicht den Bedingungen entspricht.
Der Sockel besteht augenscheinlich aus dem was in Schleswig-Holstein zur Verfügung steht. Einem Konglomerat aus Hartgesteinen, die als Geschiebe aus Richtung Skandinavien gekommen sind und scheinbar grob behauen sind. Bei den Mauerstärken die sie angegeben haben ist, bei den Formaten, zweischaliges Mauerwerk auszuschließen, also eine grobe Art von Verbundmauerwerk, auf jeden Fall nichts mit verfülltem Kern. Die Fähigkeit der Steine Wasser aufzunehmen und an die Kellerräume abzugeben ist sehr gering. Das passiert im wesentlichen durch die Fugen.
1924 werden Mauermörtel in der Regel aus Sumpfkalk hergestellt, der carbonatisch bindet. Da das Steinmaterial so dicht ist, das der Mörtel nicht gut durchcarbonatisiert, also die äußeren Teile werden Fest, die inneren Bereiche nicht, kommt es bei Schädigungen zu vermehrten Feuchtigkeisteinträgen. D.h. Sind nun die Fugen, die abgebundenen Mörtelbereiche geschädigt, läuft das Wasser in die Fugen und durchfeuchtet die Wand mehr als mit intakten Fugen.
Keller Lüften: Im Sommer nee, im Winter ok ist auch nur so ne Binsenweisheit. Im wesentlichen ist das Lüften im Winter, oder immer dann wenn es draußen kälter ist als drinnen sinnvoll um überschüssige Feuchtigkeit abzuführen. Dauerlüften im Winter kann Keller gut trocknen aber auch die Sockel im Erdgeschoss kühlen dann stark aus. Also im Winter Lüften aber kontrolliert, der Keller darf nicht zu stark auskühlen (hygrothermischer Lüftermotor ist da nicht schlecht. Zumindest für Leute die ihre Kellerfeuchtigkeit nicht zum Lebensnhalt machen wollen.
Mauerwerk sanieren: Fugen ausräumen und neu verfugen. Hierbei auf Mörtel mit hydraulischen Eigenschaften zurückgreifen, die aber auch in der Lage sind Feuchtigkeit entsprechend abzuführen. Da würde ich auf jeden Fall von den hier zitierten Natursteinmörtelverbundsysthemen absehen und auf natürlich hydraulische Kalkmörtel (z.B. NHL5), vielleicht auch auf Trasskalk zurückgreifen. NHL Mörtel bekommst du bei den Zement und Kalkwerken Otterbein, bzw. bei den Vertriebspartnern als reines Bindemittel oder als Fertigmischung. Damit deine Fugen auch gelingen, sollte man sich auf jeden Fall Rat einhohlen von Leuten die genau wissen wie man soetwas verarbeitet und nachbehandelt.
Vertikalsperren: Wenn du dich für eine Vertikalabdichtung entscheidest, dann nehme die oben angesrochenen Tonabdichtungen (Bentonit/Dernoton). Alles andere beschriebene ist zwar billig aber nicht besonders nachhaltig. Vorteil eineer solchen Abdichtung ist, dass du Dein Mauerwerk im erdberührtten Bereich nicht bzw. nur bei starken Gefügestörungen überarbeiten musst.
Ach und übrigens, wenn die Fugenstärke mehr als zwei Zentimeter beträgt solltest du Zwickel einbauen.



Prost!



Na dann mal Prost, Cheerio, Na sdorowje und La Chaim...
Bin mal gespannt wie sich Erforschung der athmospärischen Höhenschichtung auf die Lüftungsempfehlungen von Altbaukellern im Allgemeinen auswirken wird...
Manmanman...

MefG (mit eigentlich freundlichen Grüßen),
Sebastian Hausleithner



Klasse !



Hallo Emzet,
vielen Dank für die "endlich mal wieder" innovativen Antworten.
Das hört sich alles plausibel an und klingt logisch.
Was in so einem Forum alles von sich gegeben wird ist ja schier unglaublich ... hätt´ ich bloß nicht gefragt. Aber dann hätte ich wohl auch ein paar sehr hilfreiche Tips nicht erhalten.
Also danke nochmals für die Aufmerksamkeit und die hilfreichen Tips. Das Gelaber und Kompetenzgerangel vergessen wir mal schnell ... das ist bei uns Deutschen wohl so üblich und wahrscheinlich auch normal.
Also dann :-)
Grüsse aus Schleswig Holstein
Ralf Bruhn
www.kuestenrebellen.de



Bruchsteinmauerwerk



Ich labere mal wieder:
1924 war für solches Mauerwerk Zementmörtel oder hydraulischer Mörtel üblich. Kein Maurer wäre damals auf die Idee gekommen für diese Wand Luftkalkmörtel zu nehmen.

"... Stehen keine gebrochenen Steine, sondern Feldsteine oder Findlinge zur Verfügung, so ist ein regelmäßiger Verband nicht durchführbar, und es wird nur bei sorgfältiger Auswahl der Steine möglich sein, der ersten Anforderung an jeden Steinverband, das keine Stoßfugen aufeinandertreffen, zu entsprechen. Die Steine sind dann am besten unter Verwendung von Zementmörtel so zu legen, daß möglichst viele Durchbinder vorhanden sind, auch sind die unvermeidlichen hohlen Stellen gut mit kleinen Steinen oder Ziegelbrocken zu verzwicken. Um größere Feldsteine einigermaßen lagerhaft und verbandfähig zu machen müssen dieselben gespalten werden..."
Adolph Opderdecke, der Maurer, erschienen 1910

Das erste Zementwerk nahm 1855 in Deutschland die Produktion auf.



@ Emzet. Es war fast alles richtig bis auf die Kleinigkeiten..



.. die jedoch sind entscheidend.
Nicht die Raumtemperatur gibt vor wann gelüftet wird - sondern die kälteste Stelle im Raum. Dies kann erheblich abweichen.
Das Bild zeigt einen feuchten Keller ohne Kapillar-Effekt alles dichter Beton.
Die Raumtemperatur war 17° - aber die Bodentemperatur lag bei 11 Grad.
.
Richtig ist sicher, dass diese Natursteine a; so gut wie kein Wasser aufnehmen
b; die Fugen ebenfalls nur sehr wenig Feuchte durchlassen c; die Wärmeleitfähigkeit jedoch immer sehr "gut" ist d; die Feuchte nicht zu weit abgesenkt werden darf (es sei denn die Wände werden von innen dampfdicht hergestellt) denn sonst saugt man um so mehr Feuchte und Salz nach. Auch wenn dieser Vorgang sehr lange dauert.
Deswegen ist jeder Verputz (egal wie dieser heißt und aus was dieser besteht) auf solchen Untergrund überfordert.



Freilegen



Da stellt sich mir nur noch eine letzte Frage. Wie stelle ich das mit dem Freilegen des Sockels an, ohne das mir der Giebel einstürzt? Muss ich davon ausgehen, dass der Fugenmörtel unterhalb des Erdreiches durchgängig feucht und
bröckelig ist? Da könnte ich wohl nochmal einen guten Rat gebrauchen.



nichts ist einfacher wie das..



eine kleine Schürfgrube zeigt Ihnen die Wandfläche. Dann seven Sie was los ist. Denken Sie daran, dass der Mörtel noch nie sehr fest war.