Bruchsteinmauer als Einfriedung bauen

13.05.2014 Keller Mirko



Hallo,

ich habe eine Menge verschieden großer Sandsteine gesammelt, die alle auf einer Seite ein "Gesicht" haben, das bei der künftigen ca. 7m langen Mauer nach außen zeigen soll.

Unter die 40cm dicke Mauer soll frosttief ein Fundament, welches noch 15cm aus dem Erdreich ragt.

Darauf sollen dann die mit Trassmörtel vermauerten Steine.

Um auf beiden Seiten der Mauer ein schöne Optik zu haben, werde ich möglichst bei jeder Lage 2 Steine gegeneinander setzen und dazwischen ausmörteln.

Dabei werden auch Steine hochkant eingebaut werden.
Die Frage ist nun, welche Mindeststärke solch ein Stein haben muss, um nicht bei Frost (auf-) abzuplatzen?

Die Mauer soll 1,80 hoch werden. Empfiehlt es sich bei 40cm Stärke noch Baustahl mittig einzubauen?

Gibt es sonst Besonderheiten zu beachten?

Danke im Voraus,
Mirko



bei



vermauern sollte man sich an die Grundregeln des Mauerwerkes handeln - eine durchgehenden Fuge mittig ist vermutlich ein großer Fehler. Du brauchst zumindest Verbinder - analog einer normalen Ziegelwand. Die Frostsicherheit hat nichts mit der Steindecke zu tun, sondern mit der Steinqualität. Dazu müsstest Du mal zu einem örtlichen Steinsetzer gehen und ihm die Steine zeigen, ob sie sich dafür eignen. Oben sollte die Mauer eine wasserableitende Abdeckung erhalten !



Haftung



Hallo,

also wenn ich höre 40cm dick, 7m lang und 1,80 hoch musst du aber einen riesigen Steinhaufen beisammen haben.

Irgendwie liest sich dein Beitrag nicht so als hättest du sowas schon einmal gemacht. Ich würde das zumindest unter Aufsicht machen bzw. jemanden machen lassen, der wirklich weiß was er tut. Den wenn du was falsch machst, das Ding stürzt ein und begräbt den Nachbar unter sich hast du ein ganz großes Problem.

Gruß,
Tina



gelernter Maurer ist beim Bau dabei



Danke für die Hinweise.
Der Aufbau mit Läufern und Bindern ist schon geläufig. Außerdem ist ein Maurer beim Bau dabei. Nur der kennt meist nur die üblichen Steine.

Deshalb meine Frage zu den Besonderheiten einer Bruchsteinmauer.



hier



die passende Literatur: http://www.amazon.es/Gewinnen-Bearbeiten-Versetzen-von-Werkstein/dp/3345000709



Ein Blick



in die alte DIN 1053-1 Mauerwerk/Natursteinmauerwerk ist da ganz hilfreich; die sollte auch ihr Maurer kennen, damit die Mauer auch ein paar Jahre stehen bleibt. Natursteinmauerwerk ist eine ganz andere Baustelle als genormtes MW, da kann auch ein gelernter Maurer in´s Grübeln kommen, wenn er das vorher noch nie gemacht hat.

Eine zweischalige MAuer kommt dann nicht in Frage. Das Verhältnis Höhe/Breite stimmt in etwa. Alle 1,50m muss in der Höhe die Fuge durchgehend abgeglichen werden, bei Ihnen besser auf der Hälfte bei 0,90m-1,00m.

Die Steine hochkant zu vermauern ist nicht möglich, der Verband wird instabil. Das Verhältnis Steinhöhe/Steinlänge muss in etwa 1:4 sein, d.h. der Stein ist viermal so lang wie hoch, nicht umgekehrt.

Dert Stein muß frostsicher sein, das hat mit der Stärke nichts zu tun, sondern mit der Gesteinsart. Der Mörtel muß auf die Steinfestigkeit abgestimmt sein (weicher). Die MAuer sollte oben abgedeckt sein, damit kein Regen in die Stoßfugen eindringt und die Fuge auffriert.

Hier ein Link zur alten DIN 1053 mit ein paar Skizzen:

http://ziegel.de/technik/DIN1053.htm