Bruchsteinfundament wie abdichten?

07.08.2015 Mattzepeng



Hallo Allerseits,
in unserem neu erstandenen Bauernhaus haben wir ein Feuchtigkeitsproblem in den Außenwänden. Im Wohnbereich sind bis ca 50cm Höhe die Wände leicht feucht. Wie schlimm es ist, kann man gar nicht so gut abschätzen, da unsere Vorgänger das Problem leider sehr falsch angegangen sind. Außen mit Zementputz und innen mit ne dicken Styropor-Tapete. Dahinter schimmelts und bröckelt der Putz...
Als erste Maßnahme soll Drainage ums Haus gelegt werden. Der Boden ist hier sehr lehmig. Man merkt schon beim buddeln, daß die oberen 30cm noch feucht sind, darunter wird es knochentrocken und sehr hart.
Das Haus ist zu 1/4 unterkellert. Das sind die Wände und das Fundament aus Bruchstein. Eine Horizontalsperre fehlt.
Die Ritzen zwischen den Steinen verschließe ich von außen mit Natursteinverlegemörtel, vor allem, um den Ameisen den Einzug ins Fundament zu erschweren. In jeder Ritze wohnen die Viecher.
Nun zur eigentlichen Frage:
Macht es Sinn über eine zusätzliche Abdichtung von außen nachzudenken? Mir wurde schon gesagt, Verputzen und Bitumenanstrich sei die Lösung, aber daran will ich nicht so recht glauben.
Ich neige eher dazu, den Graben mit einem durchlässigen Material zu füllen und damit der Wand auch Luft zum atmen zu lassen.
Tonabdichtung klingt auch super, ist mir aber ehrlich gesagt zu teuer.

Im Wohnbereich will ich die Wand letztlich mit Lehm verputzen.

Viele Grüße

Matthias



Abdichtung



Vorab:
Sofort mit der Buddelei aufhören!
Sie gefährden damit die Standsicherheit des Gebäudes.
Fundammente müssen weder trockengelegt noch abgedichtet noch drainiert werden.
Eine Horizontalsperre gegen Kapillarfeuchte ist bei Ihnen ebenfalls nicht erforderlich.
Was Sie brauchen ist eine senkrechte Abdichtung durch ein Sockelputzsystem.
Wie das aufzubauen ist sollte man vor Ort der Kenntnis der Gesamtlage entscheiden.