Brandschutz f30




Hallo,
hier im Forum war ich lange nicht mehr aktiv. Bei der Sanierung unserer alten Mühle haben wir vor uns hin gewerkelt.
Jetzt sollte es zur Bauabnahme kommen und wir haben Auflagen vom Bauamt bekommen. Die Trennung zwischen bewohntem und unbewohntem Teil soll Brandschutz f30 bekommen.
Die Wand ist aus 12cm starkem Fachwerk, ausgemauert. Darauf befindet sich 1cm Lehmputz in den 12cm pavatherm Platten eingelassen sind. Das ganze soll noch mit Lehm oder Kalkputz verputzt werden.
Muss ich noch etwas ändern um f30 zu bekommen? Muss der Putz aufgetragen sein bevor ich die Genehmigung bekomme?
Dann wären da noch die Türen. Gibt es f30 Türen auch beim Tischler? Oder sind die immer unschön und teuer?
Den Spitzboden Boden müssten wir auch noch beplanken, natürlich auch mit f30. Da können wir die schon gekauften vollholzdielen wohl vergessen. Habt ihr eine Idee was ich da nehmen kann?
Wir versuchen alles möglichst biologisch und dem Haus gerecht zu sanieren. Günstig sollte es auch sein. Vielen dank für eure Ideen und Ratschläge.

Gruß, Anja



F30



Eine Lehmdecke könnte das schon erfüllen,ihr müßt das auf jedenfall nachweisen können,ansonsten bei Gkp Herstellern nach F30 Deckensystemen suchen.

Ich habe hier Lehmstakendecken ,mit eingeputzten Balken ,die Decke erfüllt F30.

Grüße Martin



Mal durch



die Seiten googlen bei Brandschutzanstrichen. Die gibt es farbig und transparent.Damit können die sichtbaren Holzteile und Türen nach der üblichen Beschichtung überzogen werden. Das reicht oft für f 45 !



Aus



meiner Erinnerung:
Decken mit Dielung ab 40 mm Stärke ist F30. Für Wände bietet sich die Beplankung mit Heraklithplatten an, die müssen aber passend befestigt werden, wie diese Befestigung aussieht konnte ich nicht eruieren.



F30



Hallo Anja,
evt. würde ein Brandschutzkonzept helfen. F30 ist nicht viel und die geringste Anforderung! Evt. gibt es noch Kompensierungsmaßnahmen wie zusätzlich Rauchmelder oder z.B. ein Garagendach als Fluchtweg. Da kann dir aber ein entsprechend zugelassener Gutachter bestimmt weiterhelfen.
Gruß
HD





Vielen Dank für eure Antworten. Nach meinen ersten Recherchen müssten die Wände nach Din 4102-4 4.11 in Ordnung sein. Oder nicht?
Problematisch sind jetzt noch die Türen und der begehbare Boden auf holzbalken. Gibt es dafür noch Ideen?



Ich



zitiere mal: Din4102 Teil 4..ereichbar ist dabei ohne einen weiteren Nachweis eine feuerwiderstandsklasse F-30B,wenn die Holzquerschnitte minestens100x100mm Seitenlänge haben und die Ausfachungen aus Lehm oder Mauerwerk bestehen.Werden Plattenmaterialien GKP oder HWLplatten als Gefachmaterial verwendet,sind Mindestdicken einzuhalten.

Grüße Martin





Danke. Die Gefache sind ja ausgemauert. Dann stimmt das ja??.
Jetzt fehlt mir noch eine Idee für eine schöne Tür ( die andere kann auch unschön sein) und für den dachbodenboden?



Ich



würe bei er zustänigen Behöre nachfragen was die tatsächlich fordern...ob nicht auch Präventivmaßnahmen ,Rauchmelder,möglichkeiten zur Brandbekämpfung,Rettungswege ,ausreichen.
Bei Türen kann es schon genügen wenn diese Rauchdicht sind.

Brandschutz für Neubauten läßt sich nicht so leicht auf Altbauten übertragen,genauer müßte das alles ein Planer ,Architekt wissen.

Grüße Martin

Ps, ich hab Krümmel unterm D



Brandschutz



Die Dämmung an die Seite im unbewohnten, ungeheizten Teil. Im bewohnten Teil nur mineralischen Putz.
Eine Tür allein empfehle ich nicht, unabhängig vom Brandschutz. Im Wohnbereich eine passende Tür, dahinter einen kleinen gemauerten Flur als thermische bzw. Brandschleuse setzen. Der Übergang zum unbewohnten Teil dann mit Brandschutztür, gedämmt.
Die Decke sollte von unten mit Brandschutzplatten (Fermacell) beplankt werden.

Viele Grüße