Befestigung Rohrhalterung auf Holzweichfaserplatten

05.04.2013 Axelino


Hallo,

hat mir jemand einen Tipp, wie ich am besten die Halterungsschienen für die Rohrleitungen der Wandheizung befestigen kann? Die Halterungsschienen werden auf Holzweichfaserplatten befestigt, diese wiederum sind auf einer Wand aus Vollziegel angebracht. Darin bohrt sichs ziemlich schwer. Genügt es, die Rohrhalterungen nur auf der Holzweichfaserplatte zu befestigen, und womit macht man das am einfachsten?

Danke
Axel



Hallo Axel,



wie dick sind die Platten?

Grüße Gerd



Hallo Alex



wie sind die Holzweichfaserplatten an der Wand angebracht, ich hoffe so wie es vorgeschrieben ist, vollflächig mit dem vorhandenem Untergrund. Ich benutze dann für die Arretierung Nylon Einschlagdübel und befestige so auch gleich die Halterungsschienen, das hat bis jetzt immer ganz gut funktioniert, diese Einschlagdübel gibt es in verschiedenen Abmesungen.
mit freundlichem Gruß
die Lehmschwalbe aus der Uckermark



Befestigung von Rohrhalteschienen



Ich würde diese mit passenden Dübeln durch die HW-Platten im Mauerwerk befestigen.
Mit der Baumarktbohrmaschine gibt's da erfahrunggemäß Probleme.
Aber es gibt Werkzeugverleiher, bei denen man für ein paar Euro eine gute Bohrmaschine (Hilti, Makita, Bosch (aber eine blaue) o.ä.) leihen kann.
Der Aufwand lohnt sich.
Es wäre fatal, wenn nach Fertigstellung des Putzes und der Inbetriebnahme der Wandheizung sich diese in Teilen oder komplett von der Wand lösen.
Viel Erfolg.
SG



Dübeln



Danke für die Antworten. Die Platten sind 4cm dick und vollflächig mit Lehm angeklebt, dazu mit Tellerdübeln befestigt. Eigentlich habe ich eine gute Bohrmaschine, aber die Bohrer machen immer schnell schlapp und werden stumpf. Es sind halt keine Hohlziegel, sondern massive. Hält die Holzweichfaserplatte selbst die Rohrhalterungen nicht zuverlässig? Dann muss ich wohl bohren...



Bohrer für Steinwand



Hi Axel,
wenn's nur der Bohrer ist, dann eben einen neuen Bohrer kaufen.
Und zwar einen für Stein mit Hartmetallspitze; dann sollte es funktionieren.
SG
Paul



Holzbohrer voraus



Ich hab mir die Mühe gemacht mit akkuschrauber und holzbohrer vorzulegen. Dabei wird das holzfaserbohrgut sauber aus dem Loch transportiert (gibt gute kaminanzünder). Dann mit Bohrmaschine und steinbohrer hinterher. Dauert auch nicht länger und bin mit insgesamt 2 Bohrern für ca. 30 m² ausgekommen und die kann ich gut weiter benutzen.



ordentliche Bohrer!



Ich habe damals einen billigen Stemmhammer mit SDS-Plus-Aufnahme gekauft...der hat im Angebot 45 EUR gekostet und wirklich schon viel geleistet.

Einen einigermaßen vernünftigen Bohrer vorausgesetzt (Paket kostet 15 EUR), kann man damit auch durch die Holzfaserplatte bohren...und selbst hart gebrannte Klinker sind kein wirkliches Problem...Nageldübel rein...fertsch!



Das "Gefussel" aus den Holzweichfaserplatten.



Der Tipp von Heesters ist sehr hilfreich, denn das Zeugs, was beim Bohren durch die Platten herausbröselt, setzt sich gerne vor den Bohrer ins Bohrloch und sorgt dafür, dass die Einschlagdübel oft nicht gescheit hereingehen. Ich musste es jedenfalls mühselig aus vielen Löchern mit einer langen Schraube wieder herausfummeln, bevor die Dübel willig waren.

Ansonsten ist eigentlich schon alles gesagt: Ein hochwertiger Bohrhammer und entsprechende Bohrer sind ein absolutes Muss; die Halteleisten auf jeden Fall durch die Dämmplatten hindurch andübeln. Die Schlagdübel und entsprechende Bohrer müssen lang genug sein. Üblicherweise gibt es bei Fischer und anderen Herstellern Angaben, für welche Dämmstoffdicke welcher Dübel geeignet ist.

Wir haben auch Vollziegelwände und die sind für einen guten Bohrhammer genau so wenig ein Problem wie Bunkerbeton.
Selbst vergelichsweise günstige 08/15-Bohrer und Meißel z.B. von Hitachi halten schon eine ganze Weile, bevor sie stumpf werden.



Holzbohrer



Das ist echt ein guter Tipp mit dem Vorbohren, so werd ichs jetzt auch machen, und außerdem in gescheite Steinbohrer investieren. Vielen Dank nochmal.



Ergänzung ohne iPhone und Tippfehler



Hallo zusammen,
nun von einem richtigen Rechner evt noch als kleine Hilfestellung wie ich das mit dem Vorbohren genau gemacht habe.

Mit dem Akkuschrauber und Holzbohrer ohne großen Druck bohren bis man auf einen etwas höheren Wiederstand stößt (das ist dann die Lehmklebeschicht). Wenig Druck deshalb, weil dabei das Bohrgut am besten aus dem Loch zu bekommen ist. Auch bohrt man auf die Weise mit dem "empfindlichen" Holzbohrer nicht unnötig tief in die Klebeschicht. Dazu braucht es wirklich keine leistungsstarken Gerätschaften. Bei mir reichte für die 6 cm Holzfaserplatten der 9,6V Akkuschrauber locker aus.

Danach die Wahl der Waffen je nach Mauerwerk (bei mir waren das alte Kalkvollziegel und die habe ich mit einem 600W Maschinchen und Standartbohrer gut geschafft).

Sarkasten würden sagen: Ersetze Elektrotechnik und Edelmaterial durch durchdachten Arbeitsablauf :-)





...genau. Und wenn es eine größere Fläche ist, sollte man immer mit einem Sack voller erstklassiger Bohrr erscheinen.



Zustimmung



Behelfslösungen sind ja immer nur für die kleine Baustelle interessant aber da müssen sie nicht viel schlechter sein.

Ich träume ja auch dauernd von einer Putzmaschine.

Egal nur noch 5 Tonnen Unterputz die schaff ich auch noch manuell. Hat zufällig jemand Langeweile?