Bodensanierung im Resthof von 1906

25.01.2021 Falo


Hallo, die PDF zu dem Bodenbau habe ich bereits gelesen.
Bei unserem Haus (1906) wollen wir die Balkenlage in den Zimmern (alles Wohnbereich) entfernen und die darunterliegende Sandschicht, wie hier empfohlen, auf 25 cm ausheben.
Unsere Frage wäre, ob es statt der 5 cm Sauberkeitsschicht auch reicht, den Sandboden zu verdichten (kleiner Rüttler bis ca. 20 Verdichtungstiefe), sofern er über das Jahrhundert nicht schon dicht genug ist, anschließend abzuziehen, um eine gerade Fläche zu haben und anschließend eine Noppenfolie als Sauberkeitsschicht einzubringen. Darauf eine Abdichtung (Schweißbahn oder ähnl.), anschließend Dämmung mit Styrodurplatten, eine Folie damit die Platten nicht aufschwimmen und abschließend Estrich.

Wenn man das so machen könnte, wie dick sollte die Dämmung sein und wie dick der Estrich? Bringt es was in den Estrich eine Metallgewährung einzubringen? Reicht es die Folie an der Wand hoch zulegen bis Bodendecke oder muss zwischen Wand und Estrich noch Dämmung? Und wie lange muss der Estrich trocknen bis wir Vinyl oder Laminat darauf legen können?

Wir sind leider Laihen und haben bereits unseren Energieberater, eine Betonbaufirma, sowie andere Handwerker und Googl befragt. Die Meinungen gehen aber sehr weit auseinander.
Die Meisten gaben an, dass man zwingen eine Betonsohle gießen müsse, da sich der Boden im Haus unter der Betonschicht durch Feuchtigkeit leicht bewegt und Estrich dadurch brechen würde und nur Beton dieses verhindert. Laut der PDF ist das ja anders. Reicht also Estrich tatsächlich im Wohnbereich?
Müssen in die Außenwände Sperrschichten eingebracht werden, um das Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem Boden in die Wand zu verhindern? In einem Zimmer haben wir leichte Feuchtigkeit an der Wand mit etwas Schimmel.

Vielen Dank und Liebe Grüße



Fachwerk Forum



Das was sie vorhaben als Leihen
Ist so irgendwie schon richtig
Aber hier geht es um den Erhalt der Substanz und Hilfestellung bzw. Meinungsfindung.

Das hilft hier nicht.
Da Substanz zerstört und irgendwie irgendwas von früher nach übermorgen katapultiert werden soll.

So ich habe den Sinn der Frage verstanden eine Sauberkeit's schicht ist in meinen Augen unnütz. Weil kein Platz.

Der Handwerker vor Ort kann ihnen diese verkaufen und freut sich.

Jedoch ist hier keine Abschätzung der Wasserlagen Erdfeuchte und und und etzpp ??!

Googeln sie doch mal Fußbodenaufbau
Mit in Styropor gebundenem Zement
(Leichtbaustoffe) sofern es ganz schnell sein muß ist auch Asphalt eine Option.

Das könnte gehen. Fragen sie ihren Baustoffhändler.
Gruß Lars



Baugrund



ob der Baugrund, hier wohl Sand, als Untergrund für einen Aufbau eignet und als Sauberkeitsschicht reicht, läßt sich hier im Forum beim besten Willen nicht einschätzen. Sand läßt sich in der Regel nicht ausreichend verdichten, aber auch da kann die Situation vor Ort anders sein.
Das die Betonfirma eine betonöse Sauberkeitsschicht empfiehlt ist logisch, das würden die wahrscheinlich auch sagen, wenn der Baugrund ausreichend tragfähig ist. Wie Google die Situation vor Ort einschätzen kann erschließt sich mir nicht, ob der Energieberater Fachmann für statische Dinge ist kann ich nicht einschätzen. Wer die anderen Handwerker sind ist nicht bekannt.
Jedenfalls ist die Noppenfolie hier fehl am Platz. vor dem Estrich legen kommt ein sogenannter Randdämmstreifen an die Wand, um Dehnungsverhalten des Estrich zu ermöglichen und eine Entkopplung zur Wand herzustellen.
Die Estrichtrocknung soll mindestens einen Monat betragen, muss aber vor Verlegung des Bodenbelages nochmal gemessen werden. Dazu sollte der Fußbodenleger bzw. der gut sortierte Laminatfachhandel Auskunft geben können.
In der Regel wird heute faserarmierter Estrich gelegt, da braucht es keine Bewährungsmatten.
Eine Horizontalsperre, falls nicht vorhanden ( ich habe ein Haus Bj. 1904, da ist schon eine drin), ist nur nötig, falls es nachweislich ( doppelt unterstrichen) aufsteigende Feuchte aus dem Fundament gibt. Dies ist allerdings sicher nur durch eine Kernbohrprobe zu ermitteln. Ist denn das Mauerwerk aktuell nass?




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